Handel ist Wandel

Filialleiter bei Alnatura bringen vielfältige Talente mit und haben abwechslungsreiche Aufgaben. Das Alnatura Magazin hat mit Nicole Hermann gesprochen, die die Hamburger Filiale in der Bahrenfelder Straße leitet.

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Nordgestirne aus Hamburg essen ganz anders als Kunden in Darmstadt. Diese Erfahrung musste Filialleiterin Nicole Hermann machen, als sie von Hessen wieder in ihre nördliche Heimat zog. "Da oben isst man im Winter viel mehr Eintopf als im Hessischen", erzählt sie mit einem Schmunzeln. Als Filialleiterin muss sie sich immer wieder neu auf die Wünsche und Ansprüche ihrer jeweiligen Kunden einstellen. Doch gerade diese Vielfalt und Flexibilität gefällt Nicole Hermann an ihrer Tätigkeit. Und auch ihr Werdegang spricht diese Sprache, denn eigentlich wollte die heute 40-Jährige Grundschullehrerin werden. Während des Studiums entdeckte sie ihre Leidenschaft für den Handel und für Bio-Produkte: Zur Studienfinanzierung jobbte sie zunächst in einem kleinen Bio-Laden, später dann in einer Alnatura Filiale. "Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich schon sehr stark mit Bio-Lebensmitteln identifiziert. Mir war schnell klar: So möchte ich Geld verdienen und gleichzeitig etwas Sinnvolles tun", erzählt sie. "Und der Verkaufsjob hat mir einfach wahnsinnig Spaß gemacht – das ist das, was ich machen will, dachte ich!"

2004 beginnt Nicole Hermann bei Alnatura in Darmstadt. Ihre Begeisterung beflügelt sie und sie wird schon 2005 mit verantwortungsvolleren Aufgaben betraut und zur stellvertretenden Filialleiterin befördert. Elf Jahre ist das nun her. 2007 zog die gebürtige Cellerin von Darmstadt wieder in Richtung Heimat und leitet heute eine Alnatura Filiale in Hamburg. "Die Nachfrage nach Bio wurde damals immer größer, die Branche immer erfolgreicher. Handel ist Wandel, das habe ich mit Alnatura am eigenen Leib erlebt", sagt sie rückblickend.

Filialleiterin Nicole Hermann

Der Tag in der Filiale beginnt morgens um sechs Uhr, denn bis sich um acht Uhr die Türen öffnen, ist einiges zu tun. Das Team bereitet alles so vor, dass die Kunden eine schöne, attraktive Filiale vorfinden: mit gefüllten Regalen in der Bäckereitheke, ansprechend hergerichtetem Obst und Gemüse. "In diesem Bereich haben wir ganz viele Möglichkeiten, die Theke selbst zu gestalten, zu überlegen, zu welchem Thema wir vielleicht einen Sonderaufbau machen möchten, welchen Fokus wir setzen wollen", erklärt Nicole Hermann. "Im Obst- und Gemüsebereich können wir sogar auf einzelne Kunden eingehen und manches direkt auf Wunsch bestellen." Frische und Regionalität sind für die Filialleiterin überhaupt wichtige Themen, die ihr am Herzen liegen: "Bei Äpfeln achte ich beispielsweise verstärkt darauf, dass die Früchte aus dem Alten Land hier bei Hamburg kommen." Daneben bleiben für Nicole Hermann aber auch administrative Büroarbeiten nicht aus. Auch beschäftigt sie sich viel mit ihren Mitarbeitern, schaut, dass die Teamarbeit stimmt und gute Stimmung herrscht.

Immer wieder prüft die Filialleiterin die Filiale gemeinsam mit ihrem Team auf Verbesserungsmöglichkeiten. Bei Ladenrundgängen überlegen alle regelmäßig, wo es möglich ist, die Kunden zu überraschen, ihnen Neues zu bieten oder einfach auch nur an bestimmten Stellen innerhalb des Super Natur Marktes mehr Platz für Einkaufs- oder Kinderwägen zu schaffen.

Die größte Herausforderung für Nicole Hermann ist es, allem gerecht zu werden: den Kunden, ihren Mitarbeitern, den alltäglichen Aufgaben im Markt und seit einem dreiviertel Jahr auch den Anforderungen als stellvertretende Gebietsverantwortliche. "Das alles unter einen Hut zu bekommen, ist nicht leicht, aber total spannend und abwechslungsreich", sagt sie. "Bei Alnatura fühle ich mich einfach gut aufgehoben und unterstützt in allem, was ich tue. Das Unternehmen bietet seinen Mitarbeitern tolle Weiterbildungs- und Entwicklungschancen!" Diese Tatsache sowie die Möglichkeit, selbst Verantwortung zu übernehmen, motivieren Nicole Hermann und ihr Team dabei, ihre Arbeit mit vollem Einsatz zu tun.

"Einzelhändler muss man mit Leib und Seele sein, man muss Menschen mögen, Kunden und Mitarbeiter", sagt sie. Deshalb genießt sie es auch, ab und zu mit Stammkunden zu reden und zu lachen. "Vor einiger Zeit wischte ich etwas auf, das einer Kundin kaputtgegangen war, und zog danach eine Sahnespur hinter mir her. Seitdem müssen wir jedes Mal lachen, wenn wir uns sehen!"