Heißer Genuss – losen Tee richtig zubereiten und aufbewahren

Kaum ein anderes Getränk ist weltweit so beliebt wie Tee. Entsprechend groß ist die Vielfalt an Sorten – gerade bei losem Tee. Wie Sie diesen lagern und zubereiten erfahren Sie hier.
Obwohl Teebeutel eine praktische und alltagstaugliche Lösung für eine schnelle und zugleich aromatische Tasse Tee bieten, schwören Teeliebhaberinnen und -liebhaber meist auf Tee in loser Form. Der Unterschied liegt in erster Linie in der Größe der Teeblätter. Während Beutel in der Regel mit kleinsten Blattteilen und verbliebenem Teestaub befüllt sind, zeichnet sich loser Tee durch seine großen Blätter aus. Ob Teebeutel oder loser Tee ist keine Frage der Qualität, sondern der Zubereitung und des Geschmacks.

Losen Tee zubereiten

Die Zubereitung von losem Tee ist sehr viel individueller als die von Teebeuteln. Das liegt zum einen daran, dass sich die Menge der Blätter und somit die Intensität des Tees selbst bestimmen lässt. Zum anderen bietet das Aufbrühen selbst mehrere Methoden, die je nach Zeitaufwand und Vorliebe unterschiedliche Ergebnisse hervorbringen können. Und Tee ist nicht gleich Tee – die zahlreichen Sorten unterscheiden sich nicht nur im Geschmack, sondern auch hinsichtlich empfohlener Zubereitung, Temperatur und Ziehzeit.

Tipps zur Zubereitung

  • Bei der Zubereitung gibt es verschiedene Möglichkeiten: Eine davon ist die Verwendung von Tee-Eiern, -Löffeln oder -Zangen. Sie sind zwar einfach und praktisch in der Handhabung, lassen dem Tee aber wenig Luft, um sich richtig entfalten zu können. Denn loser Tee kann durch die Zugabe von heißem Wasser auf das Fünffache seiner Größe aufquellen. Mehr zu empfehlen ist deshalb die Verwendung von ausreichend großen Sieben oder Filtern aus Metall, Glas, Plastik oder Papier. Die womöglich beste Variante, um losen Tee zuzubereiten, ist, ihn während der Ziehzeit frei im gekochten Wasser schwimmen zu lassen und dann durch ein Teesieb in eine zweite, vorgewärmte Kanne umzufüllen. So kann sich das Aroma voll entfalten.
  • Nicht zu unterschätzen ist die Rolle des verwendeten Wassers: Es sollte immer frisch sein, nicht zu lange und nicht zu heiß kochen. Kennerinnen und Kenner empfehlen, das aufgekochte Wasser auf 70 bis 95 Grad abkühlen zu lassen, bevor der Tee damit übergossen wird. Auch der Härtegrad des Wassers ist relevant. Während zum Beispiel Grüner Tee und Darjeeling mit möglichst weichem Wasser zubereitet werden sollten, vertragen die Sorten Assam und Ceylon auch härteres, also kalkhaltigeres Wasser.
  • Entscheidend für den perfekten Teegenuss ist vor allem die Länge der Ziehzeit: Loser Tee sollte grundsätzlich länger ziehen als Beuteltee. In der Regel empfehlen die Hersteller Ziehzeiten von drei bis fünf Minuten. Viel länger sollte Tee nicht ziehen, sonst wird er schnell bitter. Wer seinen Tee gerne etwas stärker trinkt, sollte nicht die Ziehzeit verlängern, sondern einfach mehr Teeblätter verwenden.

Losen Tee aufbewahren

Deutlich entschiedener sind die Empfehlungen zur richtigen Lagerung. Das heißt: Tee möglichst kühl, dunkel, trocken und luftdicht verpackt aufbewahren – am besten in speziell dafür vorgesehenen Teedosen. Sonst kann er sein Aroma verlieren oder fremde Gerüche annehmen. Generell gilt: Je kräftiger eine Teesorte, desto länger ist sie haltbar. Auch nach einigen Jahren ändert sich der Geschmack oft nur geringfügig. Ist eine Packung erst einmal angebrochen, empfiehlt es sich, sie im Kühlschrank aufzubewahren. Trotz der grundsätzlich langen Haltbarkeit lohnt es sich, Tee immer möglichst frisch einzukaufen und keine Vorräte anzuhäufen. Denn je frischer der Tee, desto mehr Aroma hat er.

Schon gewusst?

In den vergangenen 100 Jahren hat sich die Teeproduktion weltweit mehr als verzehnfacht. Allein in Deutschland werden pro Tag rund 130 Millionen Tassen Tee getrunken. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt hierzulande bei rund 70 Litern Tee im Jahr. Spitzenreiter sind dabei Kräuter- und Früchteteesorten, gefolgt von Schwarz- und Grüntee.

 

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