Schutzbedürftige Flugakrobaten

Der BUND Mainz versucht die Bestände der Mauersegler zu stabilisieren.

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Mauersegler fliegen neun Monate im Jahr ohne Pause. Sie fressen, trinken, schlafen und paaren sich sogar im Fliegen. Nur von Mai bis Juli kommen sie aus Afrika, um in unseren Städten zu brüten und ihre Jungen aufzuziehen. In dieser Zeit hören wir ihre typischen "srii-srii"-Rufe, wenn sie in hohem Tempo in Gruppen um die Häuser fliegen. Mauersegler sind Gebäudebrüter. Sie nisten unter Dachziegeln oder hinter Verkleidungen und schlüpfen leicht durch kleinste Spalten an ihren Nistplatz. Die Flugakrobaten steuern ihr Nest direkt an, ohne vorher zu landen, und verlassen es im Sturzflug, um sofort wieder auf die Jagd zu gehen. Bis zu 10.000 Insekten und Spinnen verfüttern sie täglich an ihre Jungen. Da die Nester der Mauersegler schwer zu entdecken sind, werden sie bei Hausrenovierungen oft übersehen. Das ist fatal, weil die Vögel immer wieder zum selben Nistplatz zurückkehren. Wurde er vernichtet, brauchen sie manchmal Jahre, um einen neuen zu finden, und so nehmen ihre Bestände regelmäßig ab. Der BUND Mainz versucht, diese sehr speziellen Vögel den Menschen näherzubringen, finanziert mithilfe der Alnatura Kundenspenden Nistkästen und bringt auch schon mal aus dem Nest gefallene Vogeljunge in eine Auffangstation. So hilft der BUND, die Bestände zu stabilisieren.

››› Gastbeitrag des BUND Mainz