Kann auf Palmöl verzichtet werden?

Die Umwelt- und Naturschutzorganisation WWF kommt in ihrer 2016 veröffentlichten Studie Auf der ÖlspurBerechnungen zu einer palmölfreien Welt zu einer eindeutigen Aussage: „Der 1:1-Ersatz von Palmöl durch andere tropische Pflanzenöle führt nicht zu den gewünschten Zielen.“ Da Kokosöl ähnliche Eigenschaften wie Palmöl hat, käme verstärkt Kokosöl zum Einsatz. Doch Kokosnüsse und auch Sojabohnen wachsen in den gleichen oder ökologisch ähnlich sensiblen Regionen wie die Ölpalme. Damit würde das Problem nicht gelöst, sondern nur verlagert oder gar verschlimmert. Zum anderen benötigten andere Öle aus Kokos und Soja sowie heimischem Raps und Sonnenblume die 5-fache Anbaufläche, um die in Deutschland verbrauchte Menge Palmöl zu ersetzen. Hierdurch entstünden erheblich mehr Treibhausgasemissionen und es wären auch viel mehr Tiere und Pflanzen bedroht.

 

Die Empfehlung des WWF lautet deshalb: Bewussteres Einkaufen und eine ausgewogene Ernährung, konkret heißt das weniger Süßes und Fettiges, frische Lebensmittel statt Fertigprodukte, weniger und dafür besseres Fleisch. Greenpeace empfiehlt den Kauf von Bio-Lebensmitteln, weil hier Bio-Palmöl eingesetzt wird.