Sonnenschutz: Wie unterscheiden sich mineralische und synthetische Lichtschutzfilter?

Beide Arten von Lichtschutzfiltern (LSF) wollen den Eigenschutz der Haut verlängern. Dabei stehen die besonders energiereichen UV-Strahlen des Sonnenlichts im Fokus. Chemisch hergestellte synthetische LSF reagieren mit den Strahlen, indem sie sie absorbieren (aufnehmen) und in eine energieärmere Form umwandeln. Benzoephenone-3 oder auch Butyl Methoxydibenzoylmethane sind nur zwei Beispiele von insgesamt über 20 in konventioneller Kosmetik zugelassenen Stoffen. Teilweise stehen sie in Verdacht, hormonell  wirksam zu sein.
Mineralische Filter dringen im Unterschied zu den eben genannten nicht in die Haut ein und funktionieren über ein rein physikalisches Abwehrprinzip: Als feinst vermahlene Weißpigmente können sowohl Titandioxid als auch Zinkoxid die Strahlen wie winzige Spiegel reflektieren und zerstreuen. Der Effekt tritt praktischerweise sofort nach dem Auftragen auf und nicht erst nach rund einer halben Stunde wie bei synthetischen LSF. Zugleich schützen sie das Produkt selber vor dem Sonnenlicht. Ob synthetisch oder mineralisch gilt, dass man beim Auftragen keinesfalls die "Sonnenterrassen" wie Ohren oder Nase vergessen sollte. Zudem heißt es in punkto Sonnenschutz großzügig mit der Menge zu sein – selbst wenn die natürlichen Mineralien dann möglichweiße einen weißlichen Schimmer auf der Haut hinterlassen, der Schutz der Haut ist es wert.