Ökologische oder konventionelle Garnelenzucht – worin liegen die Unterschiede?

Es gibt sowohl konventionell als auch ökologisch bewirtschaftete Aquakulturen. In den Anfangsjahren der Garnelenzucht und -haltung wurden durch den Teichbau wertvolle Mangrovenwälder zerstört. Allein in Ecuador, einem wichtigen Produzenten von Garnelen, sind rund 70 Prozent der ursprünglichen Mangrovenwälder verschwunden. Mangroven sind ein bedeutender Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen, auch schützen sie die Küsten vor Fluten. Inzwischen ist das Abholzen von Mangroven für Aquakulturzwecke in den meisten Ländern verboten.

In den Teichen der konventionellen Aquakultur werden Garnelen in sehr hohen Besatzdichten gehalten und intensiv gefüttert. Hierdurch können die Tiere erkranken, sie müssen dann mit Antibiotika behandelt werden. Diese Antibiotika wiederum können zu Rückständen in den Gewässern, aber auch in den Garnelen selbst führen. Hinzu kommen Gewässerbelastungen durch Desinfektionsmittel, Futterreste und Exkremente der Tiere. In der Summe führt diese Form der Bewirtschaftung zu großen Umweltproblemen.

Anders die ökologische Aquakultur, hier werden klar definierte Standards eingehalten: Bei der ökologischen Garnelenzucht wird auf den Schutz bestehender Mangrovenwälder geachtet. Darüber hinaus sind niedrige Besatzdichten, der Verzicht auf Antibiotika und Chemikalien sowie die Versorgung der Garnelen mit Bio-Futter zentrale Kriterien.