Garnelen aus Aquakultur oder Wildfang – worin liegen die Unterschiede?

Garnelen werden entweder in Aquakulturen gezüchtet oder mit Netzen im offenen Meer gefangen.

Beim Wildfang werden Garnelen mit kleinmaschigen Grundschleppnetzen gefangen. Diese Technik ist nicht nur energieaufwändig, sie kann auch den Öko-Systemen am Meeresgrund, wie z. B. Korallen, irreparable Schäden zufügen. Problematisch sind auch die großen Mengen ungewollten Beifanges. Beifang bedeutet: Die in den Netzen neben den Garnelen gefangenen Tiere haben keine wirtschaftliche Bedeutung; sie verenden in den Netzen und werden wieder ins Meer geworfen. Die nachhaltige Fischerei dagegen achtet auf Bestandserhalt (keine Überfischung), auf Reduzierung des Beifanges sowie auf ökologisch vertretbare Fangtechniken, z. B. mit Scherbrettern, die den Meeresboden nicht so stark belasten.

Weil die weltweite Nachfrage nach Garnelen größer ist als die natürlichen Vorkommen, sind seit den 1970er Jahren immer mehr Aquakulturen entstanden. Als Aquakultur bezeichnet man die kontrollierte Aufzucht und Haltung von Fischen oder Meerestieren in Gehegen, die entweder an Land oder aber im Meer errichtet werden. Für die Garnelenzucht werden Teiche an den Meeresküsten angelegt.