Nachhaltigkeitskalender 2017

Nur wer nachhaltig denkt, kann auch nachhaltig handeln - der Alnatura Nachhaltigkeitskalender 2017 mit Informationen, Terminen und Tipps zum Nachlesen und Mitmachen.

Alnatura Nachhaltigkeitskalender 2017

Der Alnatura Nachhaltigkeitskalender 2017 lädt Sie jeden Monat neu ein, das eigene Handeln nachhaltiger zu gestalten. Erfahren Sie mehr darüber, wie eng bei Alnatura Bio und Nachhaltigkeit verzahnt sind, wie Sie Gemüse richtig lagern, Küchenabfälle vermeiden oder leckere Gerichte daraus zaubern oder lassen Sie sich zur kreativen Zweitnutzung von Verpackungen inspirieren. Ab Mitte November erhalten Sie den Nachhaltigkeitskalender druckfrisch in allen Alnatura Super Natur Märkten oder hier zum Download und selbst ausdrucken.

Januar: Bio und Nachhaltigkeit

Die Öko-Landwirtschaft steht für Artenvielfalt und für den Verzicht auf Gentechnik. So kommen auf Bio-Äckern deutlich mehr Wildkräuter und Tierarten vor als auf konventionellen Äckern. Die hohe Artenvielfalt auf ökologisch bewirtschafteten Flächen führt zu einem vermehrten Insektenaufkommen und somit zu einer höheren Bestäubungsleistung.
 
Vielfältige Fruchtfolgen, Kompost und Mist als Dünger sowie eine schonende Bodenbearbeitung sorgen für einen humusreichen Boden. Er bindet Kohlendioxid, anstatt es klimaschädlich in die Atmosphäre zu entlassen. Die gute Durchwurzelung des Bodens schützt außerdem vor Erosion (Bodenabtragung). Der Öko- Landbau verzichtet auf den Einsatz mineralischer Stickstoffdünger und chemisch-synthetischer Pestizide. Das spart Energie und klimaschädliche Emissionen ein, die bei der Erzeugung dieser Stoffe entstehen und minimiert die Auswaschung von Rückständen in das Grundwasser.
 
Die gesellschaftlichen und ökologischen Folgekosten des Bio-Anbaus sind im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft gering, da er negative Effekte auf die Natur reduziert und für positive Effekte wie eine höhere Artenvielfalt sorgt. Die konventionelle Landwirtschaft verursacht deutlich mehr Folgekosten für die Allgemeinheit, etwa für die Trinkwasseraufbereitung des von Düngerrückständen verunreinigten Grundwassers.
 
Die Begriffe Bio und Öko sind gesetzlich geschützt. Jedes Unternehmen des Wertschöpfungsnetzwerkes von Bio-Produkten - jeder Bio-Bauer, alle Lieferanten und Alnatura als Händler - wird daher jährlich von unabhängigen Bio-Kontrollstellen auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung geprüft. So wird sichergestellt, dass in Bio-Produkte nur Bio-Zutaten gelangen.

Nachhaltigkeit und Bio bedeutet:


Bio und Nachhaltigkeit
• Umwelt und Ressourcen zu schonen, Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit zu fördern, Folgekosten für die Allgemeinheit zu minimieren

Februar: Wo sind all die Sorten hin?

Um alte Sorten wieder bekannter zu machen und damit zu erhalten, bietet Alnatura auch 2017 in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Stiftung ProSpecieRara wieder alte Gemüsesorten aus regionalem und saisonalem Bio-Anbau an. Diese traditionellen Sorten zeichnen sich durch geschmackliche und optische Vielfalt aus. Alte Gemüsesorten sind frühere Landsorten und optimal an geographische, klimatische und auch kulturelle Bedingungen angepasst.

Um die Bewahrung gefährdeter Kulturpflanzen zu unterstützen und den Erhalt biologischer Vielfalt zu fördern, erweitert Alnatura sein Gemüsesortiment in unterschiedlicher regionaler Verfügbarkeit um folgende Sorten:
  • Aubergine "Rotonda bianca sfumata di rosa": Die "runde weiß-rosa Verschwommene" aus Italien wird heute noch in mediterranen Ländern auf Märkten angeboten. Die hellvioletten, mit weißen Streifen versehenen Früchte sind leicht tropfenförmig, im Geschmack cremig-mild.
  • Kartoffel "Blaue St. Galler": Form und Farbe der langovalen Knollen sind sehr auffallend. Die Kartoffel behält ihre intensive blaue Färbung auch beim Kochen und Frittieren.
  • Zucchini "Tondo di Piacenza": Die „Runde“ ist eine traditionelle italienische Sorte mit kugelförmiger Frucht. Auch größer gewachsene Exemplare bleiben zart und geschmackvoll, ideal zum Füllen.
  • Kohlrabi "Blaro": Die Knollen haben eine rötlich blauviolette Schale. Auch größere Kohlrabi sind zart und nicht holzig, der Geschmack ist ausgewogen.
Über ProSpecieRara
ProSpecieRara ist eine gemeinnützige Stiftung aus der Schweiz. Sie wurde 1982 gegründet, um gefährdete Nutztierrassen und Kulturpflanzen vor dem Aussterben zu bewahren. 2011 wurde zusammen mit der Stiftung Kaiserstühler Garten die gemeinnützige GmbH ProSpecieRara Deutschland gegründet; sie konzentriert sich auf den Nutzpflanzenbereich. ProSpecieRara arbeitet in der Schweiz als Dachorganisation eng mit den aus ihr entstandenen Zuchtvereinen und aktiven Züchtern und Anbauern zusammen.
3. März: Tag des Artenschutzes

Der Tag des Artenschutzes wurde im Jahr 1973 im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens eingeführt und findet jährlich am 3. März statt. Das Abkommen soll bedrohte wildlebende und –vorkommende Tier- und Pflanzenarten  schützen, die durch Handelsinteressen gefährdet werden.

März: Bienen – eine bedrohte Art

Bienen sind wesentliche "Ermöglicher" von Artenvielfalt und ein globaler Wirtschaftsfaktor. Ihre Bestäubungsleistung sichert die Fortpflanzung vieler Pflanzenarten. Bienen bestäuben über 70 Prozent der Pflanzen, die 90 Prozent der Welternährung sichern. Allein der wirtschaftliche Nutzen der Bestäubungsleistung wird in Deutschland auf jährlich mindestens zwei Milliarden Euro geschätzt. Durch den Verkauf der Saatguttütchen konnte Alnatura seit 2008 über 220 000 Euro an Mellifera e.V., die Vereinigung für wesensgemäße Bienenhaltung, spenden. Auch im Garten des Alnatura Unternehmenssitzes haben sechs Bienenstöcke ihr Zuhause. Dort lernen Alnatura Mitarbeiter unter Anleitung von Demeter-Imkern das Bienenleben kennen und ernten selbst Honig (alnatura-blog.de).
Weitere Informationen zu einem spannenden Forschungsprojekt, das Bienen als Anzeiger für Pestizide nutzt, finden Sie hier: Fliegende Umweltdetektive.
Säen Sie Alnatura Bienenschmaus22. März.: Weltwassertag
Der Weltwassertag wurde 1992 von den Vereinten Nationen (UN) ins Leben gerufen. Er wird jedes Jahr am 22. März begangen und steht dabei immer unter einem anderen Thema, wie z. B.  Nahrungssicherheit und Wasser oder Wasser und Energie.  Alle Mitgliedsstaaten der UN sind an diesem Tag aufgerufen, konkrete Aktionen in ihren Ländern zu diesen Themen zu fördern. Daneben nutzen nichtstaatliche Organisationen (NGOs) den Weltwassertag, um Aufmerksamkeit auf wesentliche Herausforderungen im Zusammenhang mit Wasser zu lenken, wie zum Beispiel den fehlenden Zugang zu sicherem und sauberem Trinkwasser für viele Menschen und Regionen.
Werden Sie aktiv!
Informationen zur Wasserversorgung in Deutschland und Tipps für einen nachhaltigen Wasserverbrauch finden Sie in unserem Kalender im Monat September.

April: Mehrweg ist besser als Einweg

Plastikmüll verdreckt die Weltmeere immer mehr und hat sich unter anderem im Nordpazifik in einem riesigen Müllstrudel angesammelt, welcher bereits mehr als doppelt so groß wie Deutschland ist. Jedes Jahr gelangen knapp 30 Millionen Tonnen weitere Kunststoffe ins Meer.

Dort werden die Kunststoffe Fischen und Vögeln zum Verhängnis. Diese verfangen sich darin oder nehmen die Kunststoffteile als Ganzes oder als Mikroplastik fälschlicherweise als Nahrung auf und verhungern als Folge. Ein Verursacher dieser riesigen Mengen Plastikmüll ist die Plastiktüte. Im Zuge einer EU-Verordnung, die dem zunehmendem Kunststoffmüll entgegen wirken und den Pro-Kopf Verbrauch von Plastiktüten in der EU reduzieren will, haben sich seit 1. Juni 2016 240 Handelsunternehmen in Deutschland die freiwillige Selbstverpflichtung auferlegt, Plastiktüten nicht mehr kostenlos an die Kunden abzugeben. Momentan verbraucht jeder Deutsche ca. 70 Plastiktüten pro Jahr, das sind 6.1 Milliarden Plastiktüten im Jahr für ganz Deutschland.
Alnatura bietet seinen Kunden als Alternativen diverse Mehrweg-Tragetaschen aus Bio-Baumwolle oder Permanent-Tragetaschen aus recycelten Kunststofffasern.
25. April: Tag des Baumes
Der Tag des Baumes wurde 1951 von den Vereinten Nationen beschlossen. In Deutschland fand er erstmals am 25. April 1952 statt.
Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) nimmt den Tag des Baumes zum Anlass, vor allem Jugendlichen durch symbolische Pflanzungen und Veranstaltungen in Schulen und Gemeinden die hohe Bedeutung des Baumes näher zu bringen. Sie führt daher an diesem Tag zahlreiche Pflanzaktionen durch, bei denen in den letzten Jahrzehnten  viele Millionen Bäume gepflanzt wurden. Inzwischen hat sich der Tag des Baumes zu einem der größten und erfolgreichsten Mitmachaktionen im Naturschutz in Deutschland entwickelt.Eine Übersicht über die Pflanzaktionen der vergangenen Jahre finden Sie hier.

Werden Sie aktiv!
Auch Sie können sich am Tag des Baumes beteiligen – wie wäre es zum Beispiel mit einer Patenschaft für deutsche Wälder? Mit der Aktion "Wald-Pate" des Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) können sie zum Schutz der Urwälder bzw. urwaldnahen Relikte in Deutschland beitragen. Hier finden Sie weitere Infos zu der Aktion.

Mai: Natürlicher Pflanzenschutz

Regionale Selbstversorgung, Stadtgärtnern und Solidarische Landwirtschaft sind grüne Schlagworte der letzten Jahre: Selbst (mit)gärtnern ist definitiv wieder in! Immer mehr Menschen in Deutschland kaufen im Bio-Supermarkt ein, unterstützen lokale Landwirte oder bauen gleich ihr eigenes Obst und Gemüse an. Leider mangelt es vielen Menschen an Gartenfläche, an Werkzeug und vielleicht auch am Know-how. Hier setzen die Gartenpaten an: Das Teilen von Ernte und Anbauflächen, aber auch der Austausch von Saatgut, Werkzeugen und Wissen wird hier organisiert. Die Plattform soll Menschen, die Zier- oder Nutzpflanzen anbauen möchten oder einen Ort zum Entspannen suchen, mit denen verbinden, die ihr Land dafür zur Verfügung stellen möchten. Die Gründe für die Nutzung der Plattform sind so vielfältig wie die eingestellten Angebote und Gesuche: Viele Gärten liegen brach, weil ihre Besitzer nicht die Zeit oder die Kraft finden, im Garten anzupacken. Auf der anderen Seite suchen immer mehr Menschen nach Anbauflächen. Viele möchten ihre Gartenparadiese auch einfach anderen Personen zugänglich machen, ihr Wissen weitergeben oder Abnehmer für reich tragende Obstbäume oder Hecken finden. Andere wiederum sind an Nachhaltigkeit und Effizienz interessiert und teilen ihre nicht ausgelasteten Geräte mit Menschen in der Umgebung.

Werden Sie aktiv!
Wenn Sie keinen eigenen Garten, aber Lust haben auf Gärtnern, können Sie sich über Gartenpaten oder Ackerhelden ein Stück Garten auf Zeit suchen und selber pflanzen, ernten und Wissen austauschen.

Juni: Die Alnatura Bruderküken-Initiative

Mit der Tierwohl-Initiative für Bio-Legehennen hat Alnatura bereits viel erreicht. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter: Wir wollen auch männliche Küken aufziehen.  

Durchschnittlich 233 Eier konsumiert jeder Bundesbürger im Jahr – als Frühstücksei, in Gebäck, Nudeln und anderen Lebensmitteln. Das macht allein für Deutschland über 18 Milliarden Eier im Jahr. Solche Mengen sind nur noch von Hennen zu schaffen, die ausschließlich zum Eierlegen gezüchtet sind, auch im Bio-Bereich. Als Fleischlieferanten sind sie nicht mehr geeignet. Weil die männlichen Nachkommen der Legehennen keine Eier liefern und darüber hinaus zu langsam Fleisch ansetzen, sind sie unwirtschaftlich. Sie werden als Eintagsküken getötet. Immer mehr Verbraucher und Bauern lehnen diese Praxis ab und wollen etwas ändern – so auch Alnatura.

Pilotprojekte
Bereits seit 2013 engagieren wir uns systematisch für mehr Tierwohl im Hühnerstall. Unser aufwändiges, eigens entwickeltes Konzept für das Wohl von Bio-Legehennen setzen wir seit 2014 in allen Bio-Höfen um, die Eier der Marke Alnatura liefern. In einem weiteren Schritt haben wir zwei Pilotprojekte mit alternativen Haltungsformen aufgenommen. Die Bio-Hennen im Ökodorf Brodowin leben in kleinen Mobilställen; auf Gut Wardow kommen ebenfalls Ställe auf Rädern zum Einsatz und – eine Besonderheit – so genannte Zweinutzungshühner. Bei diesen erst wenig verbreiteten Hühnerrassen legen die Hennen genügend Eier und die Hähnchen setzen genügend Fleisch an, so dass die Aufzucht der männlichen Küken auch wirtschaftlich vertretbar ist. Die Demeter- bzw. Bioland-Eier dieser Pilotprojekte bieten wir im Raum Hamburg und Berlin unter der Marke Alnatura Origin an. Die Nachfrage unserer Kunden nach diesen Eiern ist für uns ein deutlicher Auftrag, unsere Bemühungen auszuweiten.
Aufzucht männlicher Küken
Deshalb haben wir gemeinsam mit unseren Partnern die Bruderküken-Initiative ins Leben gerufen. Unser Ziel: Die Eier der Marke Alnatura sollen künftig unter gleichzeitiger Aufzucht der männlichen Geschwisterküken der Legehennen angeboten werden. So erhalten die Küken ein artgerechtes Leben. Gleichzeitig bedeutet diese Entscheidung mehr Aufwand für die Aufzuchtbetriebe. Die Bruderküken brauchen Platz, Futter und Betreuung. Für diese zusätzlichen Leistungen erhalten die Bio-Bauern von uns über den Eierpreis einen Ausgleich. Weil wir zügig eine Veränderung der derzeitigen Situation herbeiführen wollen, ermöglichen wir bereits jetzt die Aufzucht männlicher Küken aus den aktuellen Rassen unserer Tierbestände. Dieses Konzept unserer Brüderküken-Initiative setzen wir schrittweise von Bio-Eier-Hof zu Bio-Eier-Hof um.
Was unsere Kunden tun können
Was bedeutet das für unsere Kunden? Nach und nach werden Alnatura Kunden die neuen Bruderküken-Eier, sie kosten nur wenige Cent pro Stück mehr als bisher, in entsprechend gekennzeichneten Verpackungen in den Alnatura Filialen finden. Auch wollen wir so bald wie möglich ein Produkt mit dem Fleisch der Bruderhähne anbieten. Die ersten Eier der Alnatura Bruderküken-Initiative werden bereits ausgeliefert. Unsere Kunden können durch ihre Kaufentscheidung einen wichtigen Beitrag für einen respektvollen Umgang mit Bruderküken leisten. Nach den bisherigen guten Erfahrungen sind wir überzeugt, dass auch dieser Schulterschluss zwischen Bauern, Handel und Verbrauchern erfolgreich wird.

Ergänzende Informationen zur Alnatura Bruderküken-Initiative finden Sie hier.

Juli: Produkte mit Mehrwert

Alle Alnatura Produkte sind qualitativ hochwertige Lebensmittel aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft. Damit erfüllen sie bereits wesentliche Nachhaltigkeitskriterien: Der biologische Landbau steht für eine Landwirtschaft, die Umwelt und Ressourcen schont und sowohl zukünftigen als auch gegenwärtigen Generationen sauberes Wasser, gesunde Böden und Nahrung bereit stellen kann. Grundlage der biologischen Landwirtschaft ist der Kreislauf- und Organismusgedanke: Natürliche Wechselbeziehungen werden genutzt und es wird im Einklang mit der Natur gewirtschaftet.
Über Bio hinaus bieten viele Produkte einen weiteren Mehrwert, zum Beispiel die Alnatura Projekte. Sie verbinden hochwertige Produkte mit gezielten Spenden (→ mehr Informationen hier). Durch den Kauf der Produkte unterstützen unsere Kunden Hilfsprojekte von terre des hommes, wie das Bildungsprojekt Ceprosi in Peru (→ mehr Informationen hier) und das Bildungsprojekt Pathshala in Indien (→ mehr Informationen hier).  
Die Initiative Faire Preise für unsere Milchbauern  startete im September 2006. Sie umfasst aktuell rund 30 Alnatura Molkereiprodukte wie Frischmilch, Buttermilch oder Saure Sahne. Alnatura gewährleistet den Partner-Molkereien für die hergestellten Alnatura Produkte einen fairen Preis, der es wiederum erlaubt, den Bauern faire Milchpreise auszuzahlen. Gemeinsam mit unseren Partner-Molkereien tragen wir so dazu bei, die heimische Bio-Milchwirtschaft zu erhalten und zu fördern. Weitere Informationen zur Initiative und ein Interview mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Upländer Bauernmolkerei Joseph Jacobi zu fairen Milchpreisen finden sie hier.

August: Gemüsegrün verwerten, Küchenabfälle reduzieren

Rund 82 kg Lebensmittel wirft jeder deutsche Haushalt pro Jahr in den Müll – das ergibt zusammen genommen unglaubliche 6,7 Millionen Tonnen! Vieles davon sind Lebensmittel, die scheinbar "nicht mehr gut" oder nicht verwertbar sind. Im Klartext: Vieles werfen wir weg, weil wir gar nicht wissen, dass es essbar und sogar lecker sein könnte. Das trifft vor allem auf Küchenabfälle zu, wie zum Beispiel Schalen und Grünzeug von Bio-Gemüse und -Obst.

Gemüsebrühe aus Schalen, Blättern und Schnittresten:
Karotten-, Gurken-, Kohlrabi- und Zwiebelschalen, die äußeren Blätter und Schnittreste von Lauch, Blumenkohl, Sellerie und Kräutern sowie die Stängel von Brokkoli einfach mit etwas Salz und Pfeffer in heißem Wasser kochen – je länger, desto intensiver wird der Geschmack. Das Kochwasser durch ein feines Sieb gießen und in saubere Schraubgläser abfüllen. Dunkel gelagert hält sich die Brühe einige Wochen.     
 
Knuspriger Snack aus Kernen:
Die Kerne von Melonen und Kürbissen im Backofen rösten, Salz oder Zucker rundet den Geschmack ab. Auch die kleinen Kerne aus dem Inneren von großen Pfirsich- und Aprikosenkerne können so zubereitet werden. Dabei gilt: Kerne nie roh verzehren, und nur süße Aprikosenkerne aus Zuchtaprikosen verwenden.
 
Buchtipp Von der Schale bis zum Kern
Unser Buchtipp für alle, die auf den Geschmack gekommen sind: "Von der Schale bis zum Kern - Vegetarische Rezepte, die aufs Ganze gehen" von Bernadette Wörndl.

September: Wasser sparen

Grundsätzlich herrscht in Deutschland kein Wassermangel. Nur aus vier Prozent der  Grundwasserspeicher wird mehr Wasser entnommen als hinzufließt. Der Wasserverbrauch deutscher Haushalte sinkt seit vielen Jahren, aktuell beträgt er täglich 121 Liter pro Kopf. 40 Prozent davon wird für die Körperpflege verwendet, 30 Prozent für die Toilettenspülung und 20 Prozent für die Reinigung unserer Wäsche und unseres Geschirrs, nur 4 Prozent verbrauchen wir zum Essen und Trinken.

Ein bewusster Umgang mit Wasser ist vor allem wichtig, weil seine Nutzung mit einigem Aufwand verbunden ist: Das Wasser muss gefördert, als Trinkwasser aufbereitet, zu uns transportiert und anschließend wieder gereinigt werden. Für Warmwasser zum Duschen oder Baden muss zusätzlich Energie für das Erwärmen aufgewandt werden. Da die Körperpflege am meisten Wasser verbraucht, lohnt sich hier das Wassersparen am meisten: Wer Warmwasser spart, spart nicht nur Energie und senkt seine Betriebskosten, sondern verringert auch den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid. Folgende Tipps können beim bewussten Umgang mit Wasser helfen:

  • Duschen statt Baden:

10 Minuten Duschen benötigt weniger als die Hälfte des Warmwassers eines Vollbads, das spart etwa 50 Cent an Energiekosten.

  • Wassersparende Geräte:
    • Bei wassersparenden Duschköpfen mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ fließen weniger als 9 Liter statt der üblichen 15 Liter pro Minute aus der Leitung. Die Beimengung von Luft sorgt dafür, dass trotzdem ein voller Wasserstrahl entsteht.
    • Moderne 6-Liter-WC-Spülbecken mit Spartaste sorgen für einen sparsamen Verbrauch.
    • Wasch- und Spülmaschine sollten, wenn möglich, nur voll beladen laufen.
    • Trinkwasserqualität erhalten:

Grundsätzlich gilt, dass es weniger wichtig ist, wie viel Wasser aus der Leitung kommt, als darauf zu achten, was wir über Abfluss oder Toilette in den Wasserkreislauf einbringen. Daher besser nach jedem Toilettengang ausgiebig spülen und die Toilette nur selten mit Putzmitteln reinigen, anstatt Wasser zu sparen und die Toilette häufiger mit Chemie zu putzen.

  • Alte Medikamente, Farben und Lacke nicht über den Abfluss entsorgen, sondern über den Restmüll.
  • Bei Wasch- und Reinigungsmitteln, bei denen das nicht möglich ist, am besten auf biologisch abbaubare Produkte zurückgreifen.
  • Für alle Hobbygärtner, die einen Garten ihr Eigen nennen: Auf den Einsatz von Pestiziden verzichten. Auch der Bio-Landbau verzichtet auf den Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide sowie mineralischer Düngemittel. Durch den Kauf von Produkten aus ökologischem Anbau helfen Sie mit, dass weniger Pestizide und Dünger in das Grundwasser und in Flüsse, Seen und Meere ausgewaschen werden.

Wie bereits erwähnt, ist der Wasserverbrauch in Deutschland in den letzten Jahren gesunken. Aufgrund sinkender Bevölkerungszahlen und geschlossener Betriebe, vor allem in ländlichen Gebieten, nahm auch der Bedarf an Wasser in vielen Regionen Deutschlands ab. Die Wasserinfrastruktur, Leitungen und Kanäle, wurde dagegen für eine viel größere Bevölkerung gebaut und ist heute zu groß dimensioniert. Die Folge: Die großen Rohre müssen von den Wasserwerken  zusätzlich mit Hochdruck durchgespült werden. Das verhindert, dass das Trinkwasser lange in den Rohren steht und so an Qualität verliert, oder dass sich Fäulnis und Korrosion bilden. Mehr Wasser müssen Privathaushalte deswegen aber nicht verbrauchen. Die  Trinkwasserrohre müssen generell auch zur Pflege gespült werden, zum Beispiel um Verkrustungen zu entfernen. Wasserwerke können das gezielt und so möglichst energie- und wassersparend umsetzen.

Mehr Informationen zum indirekten, sogenannten "virtuellen" Wasserverbrauch und Links zu weiteren Tipps gibt es hier.
Nachhaltigkeitstipp

Oktober: ABBI - Alnatura Bio-Bauern-Initiative

Aktuell wächst die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln in Deutschland stärker als die Bio-Anbaufläche. Immer mehr Rohwaren müssen daher importiert werden. Mit der Alnatura Bio-Bauern-Initiative (ABBI) wollen wir Bauern in Deutschland zur langfristigen Umstellung auf den Bio-Landbau motivieren. Im Rahmen von ABBI spenden wir jährlich 400.000 € an das Förderprojekt "Gemeinsam Boden gut machen" des Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), das Bauern gezielt bei der Umstellung auf den Bio-Landbau unterstützt. Hier finden Sie weitere Informationen zum Verlauf des Projekts seit dessen Start im Oktober 2014. Auf dieser Seite haben wir weitere Informationen zu ABBI zusammengestellt.
Unsere Kunden können die Initiative durch den Kauf der ABBI-Produkte unterstützen: Ein Cent pro verkauftem Produkt fließt in das Förderprojekt. Hier können Sie zudem Bauern für eine Umstellung vorschlagen.

November: Energiesparendes Lüften und Heizen

Statistisch gesehen verbringen wir mehr als 80 % des Tages in geschlossenen Räumen – vor allem im Winter, wenn es draußen kalt und dunkel ist. Wie wohl wir uns dabei fühlen, hängt neben den Voraussetzungen, die das Gebäude mit sich bringt, maßgeblich vom Heiz- und Lüftungsverhalten ab. Diese Tipps tragen zu einem angenehmen und gleichzeitig ressourcenschonenden Raumklima bei:

Die wichtigste Faustregel ist das Stoßlüften: Mehrmals pro Tag, aber dafür nur kurz die Fenster komplett zu öffnen, führt zu einem schnellen Luftaustausch und verhindert, dass die Wände stark abkühlen.
•    Schalten Sie die Heizung aus, wenn Sie die Fenster öffnen: Moderne Heizkörper sind mit Thermostatventilen mit verschiedenen Stufen ausgestattet (Stufe 2 entspricht ca. 19 Grad, Stufe 3 20 Grad). Sie heizen immer dann nach, wenn die eingestellte Temperatur unterschritten wird. Gerät beim Stoßlüften plötzlich viel kalte Luft an den Heizkörper, fängt dieser massiv an zu arbeiten. So verbraucht er unnötig viel Energie, obwohl der Gesamtraum keinesfalls so kalt ist wie der Luftschwall von draußen, der kurz die Heizung trifft.
•    Auch bei nicht genutzten Räumen die Heizung nicht ganz ausstellen, sondern auf 1,5 bis 2 herunter drehen. Kühlt die Bausubstanz durch Ausschalten der Heizung stark ab, braucht das Aufheizen deutlich mehr Energie, als wenn die Räume bei Nichtnutzung konstant über 16 Grad warm sind.
•    Heizkörper und Thermostate nicht mit Handtüchern oder Wäsche behängen. Dies kann zu Funktionsstörungen führen.
•    Eine um ein Grad niedrigere Raumtemperatur spart etwa 6 % Energie. Nachts die Heizung herunterzudrehen, lohnt sich also – es spart Energie, ohne dass man tagsüber frieren muss.

Dezember: Lagerungstipps für Obst und Gemüse

Die Gründe für Lebensmittelabfalle sind vielfältig: Wir kaufen mehr, als wir brauchen. Wir werfen Lebensmittel weg, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder bald abläuft. Wir kochen zu viel und verwerten die Reste nicht. Und wir lagern Lebensmittel zu Hause nicht richtig, so dass sie schneller verderben. Das betrifft vor allem Obst und Gemüse, das mit 44 Prozent den größten Anteil an weggeworfenen Lebensmitteln in deutschen Haushalten ausmacht.
 
Grundsätzlich gilt: Für eine optimale Qualität sollte Obst und Gemüse, wenn möglich, mehrmals die Woche frisch gekauft werden, um die Lagerungsdauer zu Hause möglichst kurz zu halten. Wer über einen dunklen und trockenen Keller verfügt, kann die meisten Obst- und Gemüsesorten dort am besten lagern. Die Lagerung im Keller ist außerdem besonders energiesparend.  
Tipp: Holzkisten oder stabile Pappkartons mit Folie auskleiden, mit angefeuchtetem Sand zu 2/3 befüllen, Obst und Gemüse hineinlegen und mit Sand bedecken, bis die Kiste voll ist.
Für alle, die keinen Keller haben: Hier finden Sie unsere Lagertipps für Obst und Gemüse, damit alles möglichst lange frisch bleibt.

Im interaktiven Alnatura Saisonkalender erfahren Sie wann welches Obst und Gemüse Saison hat, dazu Lagerungstipps und passende Rezepte.


Der Nachhaltigkeitskalender 2017 zum Herunterladen