Spatzen-Retter gesucht!

Mit dem Spatzen-Reihenhaus der Deutschen Wildtier Stiftung kann dem frechen Vogel geholfen werden.

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Er ist klein, frech und leider auch bedroht: Der Spatz. Doch die Deutsche Wildtier Stiftung sucht für den kleinen Vogel große Freunde. Er braucht dringend die Unterstützung vieler Bürger, die überall Nistkästen anbringen, damit die Familienplanung fürs nächste Frühjahr rechtzeitig gesichert ist. Der Spatz ist ein geselliger Vogel, das Single-Leben ist nichts für ihn. Am liebsten brütet er zusammen mit anderen Spatzen. Deshalb hat die Deutsche Wildtier Stiftung für den kleinen Kolonienbrüter das Spatzen-Reihenhaus entwickelt. Zwei Spatzenfamilien finden hier Platz.

Der Spatz selbst ist ein Menschen-Freund! Er lebt gern mit uns unter einem Dach, denn kein anderer Vogel hat sich so sehr an die Lebensweise der Menschen angepasst wie er. Wollen Sie mehr über unseren kleinen hüpfenden Nachbarn erfahren? Die Deutsche Wildtier Stiftung hat interessante Fakten zu dem sympathischen Vogel zusammengetragen:

Gestatten, Herr und Frau Spatz Misst man ihn von der Schnabel- bis zur Schwanzspitze, ist der Spatz 15 Zentimeter klein. Er wiegt etwa 32 Gramm. Wenige Spatzen werden älter als 5 Jahre, in menschlicher Obhut ist der kleine Vogel aber schon 14 Jahre alt geworden. Die männlichen und weiblichen Vögel sind gut zu unterscheiden: Die Färbung der Männchen ist kontrastreicher. Der schwarze Kehlfleck, der Brustlatz sowie der aschgraue Scheitel sind gut zu erkennen. Die Weibchen und Jungvögel dagegen sind bräunlich gefärbt und damit etwas unscheinbarer. Junge Vögel sind an den gelben Schnabelecken zu erkennen.

Eigentlich heißt der kleine quirlige Vogel Haussperling (Passer domesticus), Spatz ist “nur“ sein volkstümlicher Name. Weltweit hat er 36 verwandte Arten. In Deutschland lebt neben dem Spatzen vor allem sein Vetter, der Feldsperling. Der ist äußerlich leicht vom Haussperling zu unterscheiden. Feldsperlinge sehen dem Spatzenmännchen ähnlich, sind insgesamt aber kräftiger gezeichnet. Außerdem haben sie einen schwarzen Fleck auf ihrer weißen Wange und einen rotbraunen Scheitel. Bei den Feldsperlingen unterscheiden sich Weibchen und Männchen optisch nicht. Beide Sperlingsarten leben in der Nähe des Menschen. Dabei bevorzugt der Feldsperling aber ländliche Gebiete, also Stadtränder oder Dörfer.

Treu wie ein Spatz Spatzen bleiben meist ihr Leben lang mit einem Partner zusammen, “bis der Tod sie scheidet“. Auch sonst “handeln“ Spatzen langfristig: Mit dem Nestbau beginnen sie teilweise schon im Herbst. Wenn nicht, baut das Männchen im Frühjahr ein Nest. Das Weibchen kümmert sich um die Feinarbeiten. Ein kunstvoller Architekt ist der Spatz nicht, sein Nest wirkt etwas zusammengeschustert. Als Baumaterialien nimmt er, was er kriegen kann, wie Stroh, Heu, Haare, Federn, aber auch Kunststoffreste. Nur eins ist ihm wichtig: Die Nistmulde für den Nachwuchs muss schön weich ausgepolstert sein. So treu wie seinem Partner ist der Spatz übrigens auch seinem Nistplatz.

Sind alle Nestbauarbeiten erledigt, legt das Weibchen je nach Witterung ab April drei bis sieben Eier. Die zwei Wochen später frisch geschlüpften Küken wiegen jeweils nur zwei Gramm, nicht einmal soviel wie ein Stück Würfelzucker. Während der Aufzucht fliegen die Eltern täglich bis zu 400-mal ins Nest, um die gefräßigen Jungvögel zu füttern. Pro Tag verfüttern sie etwa 250 Insekten oder andere kleine Tiere. Drei Wochen nach dem Schlüpfen sind die Nestlinge flügge. Spatzen ziehen in einem Jahr bis zu vier Bruten auf. Spatzenwaisen müssen übrigens nicht verhungern, sie werden häufig von den Eltern der “Nestnachbarn“ mitgefüttert, die durch die Bettelrufe der Jungen aufmerksam werden. Trotzdem überleben nur 20 Prozent der Jungspatzen ein volles Jahr.

Der Körnerfresser braucht Insekten Während der Brutzeit muss es genügend Insekten in der Nähe des Nestes geben, denn Spatzenkinder brauchen eiweißreiche Käfer, Larven oder Blattläuse, um groß zu werden. Brot- und Kuchenkrümel sind für den Nachwuchs nicht geeignet. Deshalb werden die Nestlinge zu über 95 Prozent mit Insekten gefüttert. Erwachsene Spatzen sind “Allesfresser“, die sich vorwiegend vegetarisch von Samen, Körnern, Kräutern und Knospen ernähren. Im Winter braucht der Spatz wegen des Kalorienverlustes durch die Kälte übrigens ein Drittel mehr Futter.

Obdachlos und bedroht: Der Allerweltsvogel Spatz Wer heute einen Spatzen sieht, kann sich glücklich schätzen. In den meisten Regionen Deutschlands ist der Spatzenbestand in den letzten 25 Jahren um bis zu 50 Prozent zurückgegangen. Deshalb steht der sympathische Vogel bereits auf der Vorwarnstufe der Roten Liste. Ein Grund dafür ist der Verlust an Brutplätzen, zum Beispiel durch Gebäudesanierungen. Der kleine Höhlenbrüter findet keine Nischen mehr, in denen er sich niederlassen kann. Andere Gründe sind der Nahrungsmangel durch die verstärkte und veränderte Landwirtschaft, der Rückgang offener Nutztierhaltung und teilweise auch die Zunahme des Straßenverkehrs.

Helfen Sie mit, die bedrohten Vögelchen zu retten, und verschenken Sie ein Reihenhaus! Das Spatzenhaus der Deutschen Wildtier Stiftung bietet Platz für zwei Spatzen-Brutpaare und wurde von Menschen mit Behinderung aus PEFC-zertifiziertem Holz hergestellt.

Gastbeitrag Eva Goris, Deutsche Wildtier Stiftung

Unterstützen Sie die Alnatura Spatzen-Aktion!

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Wenn Sie vom 1. bis 31. Oktober 2014 ein Spatzenhaus oder einen Spatzenbeutel erwerben, können Sie etwas Gutes tun! Das Spatzen-Reihenhaus für zwei Brutpaare kostet 34,90 €, ein bedruckter Beutel kostet 3,95 €.

Alnatura spendet pro verkauftem Reihenhaus 1 € und pro Tasche 0,30 € für das Spatzenprojekt der Deutschen Wildtier Stiftung. Die Spende ermöglicht es Kindertagesstätten und Grundschulen, eine von 130 speziell entwickelten Janosch Spatzenkisten bei der Wildtier Stiftung kostenlos auszuleihen. Mithilfe von Handbuch, Poster, eines echten Vogelnestes und Vogel-Futterpflanzen zur Aussaat lernen die Kinder spielerisch die Welt der Spatzen kennen.

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