Nachhaltigkeit ist keine Mode

Ihre Umsetzung zeigt sich bei uns in vielen Facetten. Sie wird bei Alnatura konsequent gelebt.

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Nachhaltigkeit hat in der gesellschaft­lichen Diskussion in den letzten Jahren wie­der einen größeren Raum eingenommen. Experten sprechen vom Megatrend Neo-Ökologie. Der Sinn nachhaltigen Handelns ist offensichtlich und die Bereitschaft zur Verantwortung wächst. Manchem mag der Begriff Nachhaltigkeit als überstrapaziert erscheinen. Und tatsächlich überrascht es, wenn Ikonen der Wegwerfgesellschaft ihn plötzlich werbetrommelnd einsetzen.

Aber: Nachhaltigkeit ist keine Mode. Vielmehr steht ihr der Rang eines Klassikers zu. So kann Nachhaltigkeit angesichts ihrer existenziellen Notwendigkeit nicht oft genug thematisiert werden. Und vor allem konsequent gelebt werden.

Sinnvoll für Mensch und Erde zu handeln, diese Vision ist unsere Handlungsmaxime seit Unternehmensgründung vor über 30 Jahren. Es ist eine Vision, in der sich Nachhaltigkeit naturgemäß wiederfindet. Ihre Umsetzung zeigt sich bei uns in vielen Facetten: Ein Produktsortiment, das ausschließlich aus biologischer Landwirtschaft stammt, gesellschaftliches Engagement, das sich in zahlreichen Initiativen äußert, und nachhaltiges Handeln bis ins Detail, das unter anderem in den Alnatura Super Natur Märkten zu finden ist. In diesem Sinne: Genug der Worte, hier sind die Taten.

Umweltfreundliche Energie und Energieeinsparung

Im Bezug von Ökostrom sehen wir einen wesentlichen Beitrag, die Umwelt zu schonen und zu schützen. Wann immer wir den Stromanbieter wählen können, beziehen wir zu 100 Prozent Ökostrom von den unabhängigen, regional ausgerichteten Elektrizitätswerken Schönau (EWS). Die EWS bieten ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien und hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung an. Aber nicht nur die Wahl der Energiequelle, sondern auch der verantwortungsvolle Umgang mit ihr schont die Umwelt.

Ein vielseitiges Maßnahmenpaket trägt zur Energieeinsparung bei:

Kühlmöbel und Tiefkühlmöbel

  • Kühlmöbel mit Verbundanlage und -steuerung: Nutzung der Abwärme zum Heizen
  • Glastüren vor den Kühlregalen: 60 Prozent Energieeinsparung
  • schonenderes, weniger klimaschädliches Kältemittel (R134a und R410a statt R404a) in Kühlregalen 
  • statt synthetischer natürliche, weniger klimaschädliche Kältemittel Propan und Isobutan in Tiefkühltruhen


Klimatisierung

  • Genaue Steuerung erfasst Kundenanzahl im Markt: bedarfsgenaue Luftzufuhr


Beleuchtung

  • Reduktion der Watt-Zahl der Akzentleuchten von 70 auf 50 Watt
  • Präsenzmelder in Mitarbeiter- und Lagerräumen, Schaltung von Arbeitsbeleuchtung vor Marktöffnung: 70 Prozent Energieeinsparung


Nein zu Lebensmittelverschwendung

  • Alnatura Warenwirtschaftssystem: punktgenaue Bestellung
  • Erfahrungswerte, Verkaufsprognosen und andere Faktoren wie Ferienzeiten sichern Balance zwischen Bestell- und Verkaufsmenge 
  • übrig gebliebene Lebensmittel: Abgabe an gemeinnützige Einrichtungen wie die Tafel, Food-Sharing-Initiativen oder Obdachlosenheime


Umweltschonende Ladeneinrichtung

  • natürliches und recyceltes Material
  • Bodenfliesen aus Terracotta
  • Regale aus bayerischem Fichtenholz 
  • Möbellackierung mit lösemittel- und mineralölfreien Farben
  • geschwungene Aluminiumdecke aus überwiegend recyceltem Aluminium


Müllvermeidung

  • Papier als wesentlicher Posten bei den Arbeits- und Verbrauchsmaterialien: 90 Prozent Recyclingpapier (Einsparung von Wasser und Energie) GS

Interview mit Bernhard Schmidt, Teamverantwortlicher Einrichtung bei Alnatura

Bernhard Schmidt

Herr Schmidt, wie verbessert Alnatura die Nachhaltigkeit in den Filialen?
Wir haben einen Prozess etabliert, den die Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Nachhaltigkeit steuern. Dabei werden jährlich Ziele formuliert, mit deren Umsetzung die Nachhaltigkeit in Einrichtung, Bau, Instandhaltung und Dienstleistungen verbessert wird.

Welche Ziele sollen aktuell konkret umgesetzt werden?
Zum Beispiel wird die Beleuchtung mittels LED-Lampen op­timiert und so der Energieverbrauch reduziert. Wir verbessern außerdem unser Controlling in Nachhaltigkeitsmaßnahmen, das bedeutet beispielsweise, dass Abfallmengen kontrolliert werden. Wo immer möglich, werden Maßnahmen zur Reduzierung eingeleitet.

Gibt es außerhalb von Alnatura Inspiration und Aus­tausch, um neue Möglichkeiten für eine umweltfreundliche Einrichtung zu finden?
Ein gutes Netzwerk bietet sich über das EHI Retail Institute (ehemals EuroHandelsinstitut). Wir sind dort Mitglied und in diversen Arbeitskreisen vertreten. Unter anderem haben wir aktiv an der Erstellung des Leitfadens »Nachhaltigkeit im Ladenbau« mitgearbeitet.

Sehen Sie noch weitere Optimierungsmöglichkeiten, um die Nachhaltigkeit zu steigern?
Ganz klar: Nicht das Erreichte zählt, sondern wie man es noch besser machen kann. Damit sollen auch Fortschritte von Unternehmen gewürdigt werden, die im Thema Nachhaltigkeit erst am Anfang stehen, denn der Erde tut dies genauso gut wie unsere Bemühungen.