SOTO - Fast Food, fast wie selbst gemacht

Wer Glückssterne sucht, findet sie in Bad Endorf. Wie auch viele weitere vegetarische Spezialitäten der Marke SOTO – wir durften einen Tag lang dabei sein.

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Wer langsamer essen will, muss schneller kochen – das ist eine reale Bedingung im Alltag vieler Menschen. Die Antwort von SOTO sind Bio-Convenience-Produkte. Das Besondere daran? Es sind vegetarische oder vegane und meist internationale Spezialitäten. Hochwertige Produkte, die bei der Zubereitung Zeit sparen, sodass man das Essen in Ruhe genießen kann.

Begonnen hat alles 1988. "Mein Mann und ich waren Aussteiger, kann man sagen", erzählt Maria Schramm, Geschäftsführerin der organic veggie food GmbH. "Wir haben alles selbst angebaut und auch Schafe und Hühner gehalten. Da ist uns erstmals bewusst geworden, was Tierhaltung bedeutet. Dass es eben auch mit Schlachten verbunden ist, das wollten wir nicht."

SOTO

Also begann das Paar, Tofu herzustellen. Zunächst nur für den Eigenbedarf der Wohngemeinschaft. Als Freunde den Tofu kaufen wollten, wurde daraus eine kleine Garagenproduktion. Die ersten Tofuburger und Frühlingsrollen folgten bald. Die Idee dahinter? "Wir wollten mehr Menschen den Zugang zur fleischlosen Ernährung erleichtern", so Schramm. 1993 begannen sie, ihre Produkte regional stärker zu verkaufen. Die ersten Frühlingsrollen wurden hergestellt und man begann, Tofu dazuzukaufen. Aus dieser Zeit stammt auch der Name: Ursprünglich hieß das Unternehmen Sojatopf, daraus wurde später die Abkürzung SOTO und im nächsten Schritt die organic veggie food GmbH. Der bewährte Name der Marke blieb SOTO. Als im Jahre 2000 Rinder an BSE (bovine spongiforme Enzephalopathie) erkrankten, verging vielen Menschen die Lust auf Fleisch. Die Nachfrage nach vegetarischen Alternativen wuchs. Das spürte SOTO deutlich in den Absatzzahlen. Seitdem entscheiden sich immer mehr Menschen für eine vegetarische oder vegane Ernährung, der Bedarf an fleischlosen Alternativen wächst. Und so ist auch SOTO gewachsen: Heute hat das Unternehmen rund 60 Mitarbeiter und stellt über 30 verschiedene Produkte her – auch neue Maschinen mussten angeschafft werden. "Früher hat man alles per Hand gemischt, wie Mehl und Gewürzmischungen. Und das ganze Gemüse mit der Hand geschnitten – das geht ja heute gar nicht mehr", so Schramm.

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Der Klassiker unter den Soto-Produkten sind die Frühlingsrollen. Der Teig für die Röllchen aus Weizenmehl, Wasser und Salz wird in der Teigmaschine hergestellt und dann auf einer großen, heißen Walze gleichzeitig flach ausgerollt und vorgebacken. In Rechtecken kommt der halbgebackene Teig auf das Förderband, anschließend wird die Füllung aus Gemüse (unter anderem Karotten, Weißkohl und Gewürze) auf den Teig gegeben. Mit fließenden Bewegungen rollen die Mitarbeiterinnen sie gekonnt und sehr achtsam ein. Das Ergebnis: perfekt geformte Frühlingsrollen.

Für jedes Produkt gibt es eine andere Technik: Frühlingsrollen werden gerollt, Samosas geklappt. Und für die inneren Werte, da ist Hubert, der "Meister der Gewürze", verantwortlich. Der langjährige Mitarbeiter ist zuständig für alle Gewürzmischungen. Wer ihn nach der Zusammensetzung fragt, hat keine Chance, die Mischungen sind streng geheim.

Die Rohstoffe für SOTO-Produkte stammen wo möglich aus der Region, das Getreide zum Beispiel von der Meyermühle in Landshut, die Sprossen vom Sprossenparadies bei München und auch die Karotten und das Weißkraut haben kurze Wege hinter sich. "Mit den Lieferanten haben wir langfristige Partnerschaften. Und verbindliche Lieferanten sind bei unseren Rohstoffen auch ganz wichtig. Die Bio-Rohstoffe werden ja auch langsam knapp", erklärt Schramm. SOTO stellte von Anfang an ausschließlich Bio-Produkte her, es gibt und gab nie eine konventionelle Produktlinie.

Entwickelt werden die Produkte der Marke SOTO im Viererteam. Dazu gehören: die Geschäftsführerin, mit ihrer Vorliebe für die asiatische Küche, die Vertriebsleiterin, die viel Einzelhandelserfahrung in der Biobrache einbringt, der Produktionsleiter, der die Fertigungsfähigkeit der Rezeptideen im Blick hat, und der Qualitätsmanager, dessen Spezialgebiet Rohstoffe und die Konsistenz sind. Zu Beginn der Produktentwicklung startet zunächst jeder allein mit seiner "Hausaufgabe", vieles entsteht dann aber in der Runde. Insgesamt dauert die Entwicklung eines Produktes bis zu einem Jahr. Für das Ergebnis ernten sie viel Lob; unvergessen bleibt ein Inder, der über die SOTO-Samosas sagte: "Mmh, fast so gut wie von meiner Mutter!"

››› Gabriele Storm

Kurz gefasst

  • Spezialist für internationale vegane und vegetarische Bio-Convenience-Produkte
  • Gründung 1988
  • Unternehmenssitz Bad Endorf
  • Mitarbeiter 60

Soto-Karottenrösti mit feinem Kräuterdip

1–2 Knoblauchzehen pressen, 1 Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden, ½ Salatgurke raspeln, 2–3 Radieschen reiben, 3–4 EL frische Kräuter (z. B. Schnittlauch, Petersilie, Dill, Basilikum, Oregano) fein hacken.

Alles mit ca. 1 TL Kräutersalz, Pfeffer, 2 EL Cashewmus vermengen. 300 g Seidentofu durch feines Sieb streichen. Alle Zutaten cremig verrühren, mit Zitronensaft abschmecken und mit Schnittlauch garnieren. Soto-Karotten-Rösti in einer beschichteten Pfanne ohne Öl von beiden Seiten leicht knusprig braten und mit dem Kräuterdip servieren, dazu passt bunter Blattsalat.