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Kleine und große Kinder lieben sie – 100-Prozent-Bio-Fruchtpürees im Quetschbeutel. Und die Kunstwerke, die nach Verzehr bei jufico entstehen, auch!

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.Treffen sich ein Schwabe und ein Schotte … Nein, kein Witz. Albrecht Jud und Gordon Findlay lernten sich bei ihrem MBA-Studium 1996 in London kennen. Beide arbeiteten einige Jahre in Führungspositionen in verschiedenen Firmen in London, bis sie sich wieder trafen und vor sieben Jahren das Unternehmen jufico in Deutschland gründeten. Sie begannen mit dem damals sehr trendigen Produkt Smoothie, das sie ausschließlich an die Gastronomie verkauften. Beide sind hauptberuflich Väter. Diesem lebensentscheidenden Umstand verdanken sie ihre Produktideen der Marke Fruchtbar. "Wir wollten etwas entwickeln, das für Kinder geeignet ist und auch für die Brotzeit im Kindergarten oder in der Schule ohne Bedenken mitgegeben werden kann", erklärt Albrecht Jud in seinen Büroräumen in München-Krailling. "Und so entstand die Idee für die 100 Prozent Bio-Fruchtpürees im Quetschbeutel – ganz ohne Zusätze." Ausprobiert werden die von Gordon Findlay entwickelten Rezepturen an den eigenen Kindern. "Das ist manchmal hart. Kinder sind gänzlich undiplomatisch und hier zählt nur: Schmeckt‘s oder schmeckt‘s nicht. Ohne jedes Rumgerede", erzählt Gordon Findlay lachend. Wenn die Rezeptur bei den Kindern ankommt, durchläuft sie noch einige weitere Testschritte, bis größere Mengen produziert und in die Quetschbeutel abgefüllt werden können. Bislang gibt es acht verschiedene Sorten Frucht- und Gemüsepüree. Zwei davon haben auch Hafer als Zutat. Es gilt aber für alle Pürees, dass sie zu 100 Prozent aus Bio-Zutaten bestehen. Die Kombinationen reichen zum Beispiel von Banane-Pfirsich-Mango bis zu Birne-Traube-Erdbeere-Banane-Hafer. Pro Produktentwicklung dauert es sechs bis sieben Monate bis zum Verkauf. Der Hit bei den Kindern ist nach wie vor Erdbeere-Apfel. Trotzdem kommen die gemischten Sorten mit Gemüse und Frucht auch gut an – sogar bei Kindern, die ansonsten nicht zum Gemüseverzehr zu bewegen sind. Das Geheimnis dabei ist, dass weder die Karotte herausschmeckt noch der Spinat. Die Karotte wird von der Mango übertüncht und gegen den unbeliebten Spinatgeschmack kämpft die Birne erfolgreich an.

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Bei der Zusammenstellung der Rezepturen achten die jufico-Köpfe darauf, dass sie möglichst viele Bio-Früchte aus heimischen und angrenzenden Regionen verwenden. "Aber wir möchten nicht dogmatisch sein. Wenn uns eine weit gereiste Frucht gefällt und wir denken, dass sie hervorragend zu uns passt, dann heißen wir sie an unserer Fruchtbar vorurteilsfrei und ebenfalls ganz herzlich willkommen", betont Gordon Findlay.

Neu im Sortiment

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sind die Bio-Früchtchen im 25-Gramm-Tütchen mit wiederverschließbarem Zipper – für Kleinkinder ab 18 Monaten geeignet. Sie gehen als Gummibärchen bei den Kindern durch, bestehen aber zu 100 Prozent aus leckeren Bio-Früchten. Ohne Zuckerzusatz, ohne Farbstoffzusatz, ohne Konservierungsstoffe und ohne Gelatine. Mit der sehr persönlichen Information auf allen Verpackungen – "Hergestellt aus besten biologischen Früchten für unsere Kinder."

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Albrecht und Gordon (Väter von Iona, Lukas, Shona, Arran und Maxi)" – möchten die beiden Unternehmer eine Verbindlichkeit gegenüber den Konsumenten, also den anderen Eltern, aufbauen und ihnen versichern: Wir würden unseren Kindern kein schlechtes Essen geben, darauf könnt ihr euch verlassen! "Natürlich ersetzen unsere Pürees und die Früchtchen kein selbst gekochtes, ordentliches Mittagessen im Kreis der Familie oder von Freunden", versichert Albrecht Jud, "aber für zwischendurch, für unterwegs und als Pausensnack bieten unsere Produkte eine gute Alternative zu vielen gerade bei Kindern sehr beliebten Süßigkeiten."

Noch ein Plus:

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Die leeren Verpackungen müssen nicht im Müll landen, sondern die Kunden können sie sammeln und ab einer Anzahl von 30 Verpackungen an jufico zurückschicken. Zuerst werden die Quetschbeutel und Tütchen gesäubert und anschließend an eine Behindertenwerkstatt gegeben, wo daraus Taschen und Mäppchen genäht werden. Und wer 30 Verpackungen an jufico gesandt hat, bekommt kostenlos eine solche handgenähte Tasche oder ein Mäppchen zurückgeschickt.

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Die Idee mit den recycelten Produkten war von Anfang an mit dabei, um die CO2-Bilanz der praktischen Plastikquetschbeutel zu verbessern. Möchte man auf die Babygläschen verzichten, ist man auf diese Plastikverpackung mit Aluminiumbeschichtung angewiesen, weil eine Barriereschicht als Oxidationsschutz und für die Hygiene notwendig ist. Nichtsdestotrotz beschäftigen sich die beiden Gründer mit der Umweltverträglichkeit ihrer Verpackungen. Sie verweisen auf eine britische Studie (Geoff A. Giles: "Handbook of Beverage Packaging", Blackwell Pub Professional 1999) zur Umweltverträglichkeit verschiedener Verpackungsmaterialien.

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Untersucht wurden Material- und Energieverbrauch, Müllproduktion, Luft- und Wasserverschmutzung. Im Vergleich zu Dosen, PET-Flaschen, Einwegglas und Tetrapaks wiesen die Cheerpacks (Quetschbeutel) in fast allen Kategorien die bessere Bilanz auf. Wirft man die Plastikbeutelchen nicht weg und schickt sie stattdessen an jufico, produziert man keinen Müll, sondern bekommt ein nachhaltiges Produkt in Form einer Tasche zurück.

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Um diese Idee verwirklichen zu können, beauftragt jufico zwei Teams der Landshuter Werkstätten Lebenshilfe e. V. Rosemarie Schillinger ist die Leiterin der Näherei, in welcher sechs Menschen mit geistiger Behinderung die Taschen aus den Fruchtbar-Verpackungen in Handarbeit herstellen. Sie sind gut gelaunt bei der Arbeit, weil ihnen die farbenfrohen Produkte gefallen, und sie erfahren hier eine liebevolle Betreuung ohne jeglichen Arbeitsdruck. 2.500 bunte Recycling-Täschchen haben sie in den letzten acht Monaten genäht. Das bedeutet: 2.500 glückliche Kundinnen und Kunden erhielten das Ergebnis ihrer nachhaltigen Verpackungs-Sammelaktion kostenlos zurückgeschickt.

Kurz gefasst:

  • Gegründet 2005 von Albrecht Jud und Gordon Findlay
  • Mitarbeiter heute 8
  • Jahresumsatz Zwischen 2010 und 2012 stieg der Umsatz um mehr als 250 %
  • Auszeichnungen "Fruchtbar" wurde von der Fachzeitschrift "Lebensmittel Praxis" als Bio-Marke des Jahres 2013 mit Bronze ausgezeichnet