Pfirsich und Nektarine

Wer in den Sommer beißen will, liegt bei Pfirsich und Nektarine gold- und gelbrichtig. Hier erfahren Sie mehr über die beiden saftig-süßen Früchte.

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Der Pfirsich

Wörtlich aus dem Botanischen übersetzt heißt er Persische Pflaume, kommt aber aus China: der Pfirsich. Dennoch umweht die zarthäutige Frucht ein orientalischer Hauch und natürlich auch die Nähe zum Mare Mediterraneum. Hierhin, ins frostfreie, aber trocken-warme Klima, gehört die pelzige Kugel aus der Rosenfamilie. Bei uns findet sie bestenfalls in Weinbaugebieten ein dauerhaftes Zuhause.

Pfirsiche sind Steinobstgewächse und werden nach der Farbe des Fruchtfleischs, nach der Reifezeit und der Lösbarkeit des Steins unterschieden. Sie sind in erster Linie Tafel- und Dessertfrüchte, bei gleichzeitiger intensiver Verwendung als Saft-, Marmeladen- und Eisgrundlage. Außerdem belegt der Pfirsich nach der Ananas seit Jahrzehnten Platz zwei unter den Dosenfrüchten. Pfirsichkerne werden zudem in gleicher Weise zur Herstellung von Likören genutzt wie die Kerne der nah verwandten Aprikose.

Die Nektarine

Und was sind Nektarinen? Keinesfalls, wie oft angenommen, Kreuzungen von Pfirsich und Aprikose. Nektarinen sind nackte Pfirsiche und seit der Antike als gelegentlich vorkommende Sprossmutationen bekannt. Kalifornische Plantagenbesitzer haben sich der zunächst unscheinbaren Früchte systematisch angenommen und sie zu kommerzieller Reife geführt. Heute ist die Emilia-Romagna in Italien das europäische Eldorado des Nektarinenanbaus. Die Nektarine schmeckt süßer als der Pfirsich und ist auch sonst nicht einfach nur ihr glatthäutiger Zwilling.