Vom Rhein bis zum Kraichgaurand: Gemeinsam für Wiesen in Karlsruhe

Der Bestand an artenreichen Mähwiesen am Oberrhein ist stark zurückgegangen. Der BUND Regionalverband Mittlerer Oberrhein engagiert sich in Zusammenarbeit mit der Stadt Karlsruhe für den Erhalt artenreicher Wiesen als Lebensraum von bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Hierzu werden Flächen gemäht und das Mähgut abgeräumt, überhand nehmende fremdländische Arten wie beispielsweise Goldruten gezielt entfernt und vordringende Gehölze zurückgeschnitten. Die Umsetzung erfolgt jeweils als „Samstagsprojekt“ mit naturschutzfachlicher Einführung und Vesper zum Abschluss um Kennenlernen und Austausch zu fördern. Es werden mehrere, einzeln wahrnehmbare Termine auf den verschiedenen Pflegeflächen vom Frühsommer bis zum Herbst/Winter angeboten.

Ziel ist Erhalt und Wiederherstellung von Flächen mit artenreichem Grünland in Karlsruhe. Teilweise extrem seltene Arten besiedeln die Pflegeflächen des BUND. So wurden auf der ehemaligen Streuwiese in der Rheinniederung zwei Käferarten und je eine Wanzen- und Zikadenart erstmals in Baden-Württemberg nachgewiesen. Im Bereich der Pflegefläche in Grötzingen ist insbesondere eine hohe Artenzahl an gefährdeten Tagfaltern auf das Offenhalten der Wiese angewiesen.

Aufgrund von Verschleiß ist eine Ersatzbeschaffung von Landschaftspflegegeräten und persönlicher Schutzausrüstung notwendig: Rechen, Astscheren, Handschuhe.
Arbeitszeit Mitarbeiter der BUND-Regionalgeschäftsstelle

Bilder: BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V.), jeweiliger Ortsverband