Diabetes mellitus (lat. honigsüßer Durchfluss) ist eine chronische Stoffwechselkrankheit, die durch einen Mangel des Hormons Insulin (Typ 1) oder durch eine Unempfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin (Typ 2) verursacht wird. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Es hat verschiedene Aufgaben im Stoffwechsel, vor allem sorgt es für die Aufnahme überschüssigen Blutzuckers in die Körperzellen und reguliert darüber den Blutzuckerspiegel.
Symptome für einen Diabetes können sein:
• Starker Durst und verstärkter Harndrang
• Gewichtsabnahme und Schwäche
• Neigung zu teilweise juckenden Hauterkrankungen auch an Schleimhäuten und Zahnfleisch.
Es gibt zwei Arten von Diabetes mellitus
Beim Diabetes mellitus Typ 1 (auch Jugenddiabetes genannt) handelt es sich um einen Insulinmangel aufgrund der Zerstörung der Bauchspeicheldrüsenzellen, in denen die Insulinbildung erfolgt. Die Ursachen dafür sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Neben einer erblichen Anlage kommen auch andere Faktoren in Frage, z. B. eine Virusinfektion. Die Krankheit tritt meist im Kindes- oder Jugendalter auf und muss ein Leben lang mit Insulininjektionen behandelt werden.
Diabetes mellitus Typ 2 trat ursprünglich vor allem bei älteren Menschen auf. Dieser Diabetestyp wird durch eine Unempfindlichkeit insbesondere der Fettzellen gegenüber Insulin ausgelöst. Als Hauptursache werden Übergewicht, Ernährungsgewohnheiten und geringe körperliche Betätigung angesehen. Hinzu kommt eine erbliche Veranlagung. Die Krankheit kann, durch Fehlernährung und Bewegungsmangel hervorgerufen, bereits im Kindesalter auftreten. Man schätzt, dass in Deutschland etwa 8 Mio. Diabetiker leben, wovon rund 90 % einen Typ 2-Diabetes haben. Die Tendenz ist steigend.
Bei Verdacht auf Diabetes sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Ernährung bei Diabetes
In Sachen Ernährung sind spezielle Diabetiker-Produkte nicht notwendig. Eine vollwertige, ballaststoffreiche Ernährung ist für Diabetiker am besten geeignet. In speziellen Diabetes-Schulungen und Ernährungsberatungen erhalten Betroffene hilfreiche Informationen und Unterstützung bei der Ernährungsumstellung und Therapie.
Quellen
aid Infodienst
Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V.
www.was-wir-essen.deDeutsche Gesellschaft für Ernährung
www.dge.de
Deutscher Diabetiker Bund e. V.
www.diabetikerbund.deDeutsches Diabetes-Zentrum DDZ
www.ddz.uni-duesseldorf.deDEBInet Deutsches Ernährungsberatungs- und informationsnetz
www.ernaehrung.deSchweizerische Gesellschaft für Ernährung
www.sge-ssn.ch