01.08.2010

Wellenreiten auf Plastikmüll

Kein schöner Anblick und außerdem gefährlich: Plastik gibt bei seiner Zersetzung giftige Stoffe ins Meer ab, die Mensch und Tier schaden.

 

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Was gibt es schöneres, als an einem heissen Sommertag stundenlang im Meer zu toben oder am Strand Burgen zu bauen. Das Meer ist so klar, dass du deine Füße sogar noch sehen kannst, wenn du bis zum Bauchnabel im Wasser stehst, und der Sand rieselt fein und sauber durch deine Hände. Leider trügt der Schein: Im Meer schwimmen viele winzig kleine Plastikteilchen, die du mit dem bloßen Auge nicht erkennen kannst. Auch im Sand haben sie sich untergemischt.

 


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Sie steckten vor langer Zeit in Plastikmüll, zum Beispiel in einer Tüte. Die Plastiktüte wurde achtlos am Strand zurückgelassen und ins Meer gespült. Über die Jahre wurde die Tüte immer kleiner, denn Wind, Wasser und Sonne sorgten dafür, dass sich kleine Stückchen von ihr ablösten. Der größte Teil dieser Plastikteilchen sank hinab auf den Meeresboden. Doch einige wurden an die Küsten gespült und treiben dort auf der Wasseroberfläche oder mischen sich unter den Sand. Der Müll im Meer ist ein großes, weltweites Problem. Viele Seevögel, wie der Albatros, verwechseln ihn mit Nahrung und füttern damit ihre Küken. Sie werden krank oder verhungern, weil ihre Mägen verstopfen. Wale, Delfine und Schildkröten verfangen sich in alten Fischernetzen und verletzen sich bei ihren Befreiungsversuchen. Manche sterben dabei sogar.

 


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Wie kann man verhindern, dass so viel Müll im Meer landet? Und gibt es eine Alternative zu Plastik? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Umweltschützer und Forscher. Die Forscher haben bereits eine Alternative erfunden: kompostierbares Plastik, das aus sogenannten nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird, wie etwa Maiskörnern. Es kann schneller abgebaut werden als normales Plastik, aber immer noch nicht schnell genug. Ein weiterer Haken an der Erfindung: Das Plastik wird nicht vollständig zersetzt. Die Forscher müssen also noch an ihrer Idee tüfteln. Am besten kannst du helfen, indem du sorgsam mit Müll umgehst und ihn nicht am Strand liegen lässt.

››› Meike Lechler, Leiterin Kinderbereich Rudi Rotbein, NAJU

 


Rätselecke

Es haben sich sieben Sachen im Meer versteckt, die dort nicht hingehören. Hilfst du Max, sie zu finden?
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Tipps, wie du Müll vermeiden kannst
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In der Schule
• Verstau dein Pausenbrot in einer Brotdose, anstatt es in Folie einzuwickeln. • Kauf Schnellhefter aus Pappe, ein Holz- statt ein Plastiklineal, einen Metallanspitzer und einen Füller, dessen Patrone du nachfüllen kannst. • Bring dir von zu Hause dein Getränk in einer Aluflasche mit, statt Plastikflaschen zu kaufen. • Verwende deine Hefte und Blöcke bis zur letzten Seite, bevor du neue kaufst. Einseitig beschriebenes Papier kannst du noch als Notizzettel oder zum Malen benutzen.

Beim Einkaufen
• Bring eine Einkaufstasche oder einen Korb von zu Hause mit, anstatt Plastiktüten zu verwenden. • Kauf möglichst viel lose Ware, die du in deiner mitgebrachten Tasche verstauen kannst.

 

 

 

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