Weg da!
So verschönern Sie Ihren Garten mit eigenen Wegplatten, die es nirgendwo zu kaufen gibt.
Es rangt, blüht und spriesst in den Beeten. Paradiesische Zustände – wären da nicht diese hässlichen, grauen Pflasterflächen im Vorgarten und auf der Terasse.
Aber es gibt Alternativen, die sich mit wenig Aufwand erzeugen lassen: individuelle Ornamente mit Kieselsteinen. Sie verwandeln einen Garten in ein kleines Schmuckstück und machen die Nachbarn durchaus neugierig auf den Hersteller.
Die Technik ist uralt. Schon den 2.500 Jahre alten Persepolis- Palast im heutigen Iran schmückten solche Kieselstein- Mosaike. Auch die alten Griechen verschönerten Plätze und Paläste mit edlen Kieselteppichen. Über Jahrtausende schlif fen Flüsse und Bäche die feinen Steine dafür. Sie sind flach oder lang, rot, braun, ockerfarben oder strahlend weiß.
Um ein Mosaik aus Kieselsteinen anzulegen, müssen Sie nur ein paar Grundregeln beherzigen und sich etwas Zeit für die Vorbereitung nehmen. Alles, was Sie brauchen, gibt es im Baumarkt zu kaufen – Kieselsteine gleich säckeweise in den unterschiedlichsten Farben und Größen, dazu Betonestrich und Zementmörtel. Die Steine sollten Sie unbedingt im Fachhandel besorgen, denn Selbstbedienung in der Natur ist an den meisten Ufern strikt verboten.
Bevor Sie loslegen, spülen Sie die Kiesel in einem Sieb ab. Das wäscht den Sand weg und bringt die Farben besser zur Geltung. Die noch nassen Steine nach Farben sortieren, denn trockene Exemplare lassen sich nicht gut voneinander unterscheiden. Danach die Steine in Ruhe zu den gewünschten Mustern auslegen – so sehen Sie, wie sie am besten zueinander passen. Und nun: Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf.
Stein-Kunst statt Beton-Langeweile
1. Verwenden Sie eine Kunststoffwanne aus der Haushaltswarenabteilung oder dem Baumarkt als Form für Ihr Mosaik. Füllen Sie den Behälter mit Betonestrich, der zuvor nach Gebrauchsanleitung mit Wasser angerührt wird. Schützen Sie Ihre Hände mit wasserabweisenden Arbeitshandschuhen. Streichen Sie die Masse mit der Schaufel glatt. Ist der Estrich gebunden, kommt eine dünne Schicht Mörtel darauf und wird glattgezogen. Verzichten Sie nicht auf den Betonestrich. Mörtel allein ist zu weich, das Kunstwerk würde schnell zerbrechen.
2. Jetzt die Kiesel zum Beispiel kreisförmig in den Mörtel stecken. Fangen Sie bei runden Formen immer in der Mitte an. Für den Anfang bieten sich geometrische Formen und einfache Motive an (Bild 1). Die Kieselsteine sollten einen Durchmesser von etwa fünf Zentimetern haben, kleinere Exemplare verrutschen leichter.
3. Wenn Sie die Kieselsteine im Mosaik eingebaut haben, kontrollieren Sie mit einer Holzleiste, ob alle Steine auf gleicher Höhe sind (Bild 2). Gleichen Sie eventuelle Höhenunterschiede aus, Sie wollen ja schließlich keine Stolperfallen bauen.
4. Mischen Sie nochmals eine Portion Mörtel mit viel Wasser und gießen Sie das Mosaik mit der dünnflüssigen Masse aus (Bild 3). Mit einem feuchten Schwamm befreien Sie die Steinoberflächen vorsichtig, aber rasch vom groben Mörtel – sind die Brocken angetrocknet, lassen sie sich nur schwer entfernen.
5. Das Kunstwerk muss nun mehrere Tage vor Regen geschützt und ohne direkte Sonneneinstrahlung trocknen. Dann können Sie die Platte aus der Form stürzen.
6. Verpassen Sie dem Mosaik den Feinschliff, indem Sie die Mörtelreste mit einem feuchten Tuch oder einem Schwamm entfernen. Soll das Mosaik immer so bunt aussehen wie am Anfang, tragen Sie einen wetterbeständigen Klarlack auf die Platte auf. Wer sich nicht gleich an ein großes Bodenmosaik herantraut, fängt klein an und gestaltet einzelne Platten mit unterschiedlichen Motiven.
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