Wasch- und Putzmittel
Ökologische Putzmittel bestehen überwiegend aus pflanzlichen und mineralischen Rohstoffen. Auf Chemikalien wie Schaumverstärker oder Farbstoffe wird verzichtet. Daher sind auf natürlichen Substanzen basierende Reinigungsmittel besonders schonend für die Haut und die Umwelt.
Wasch-Know-how
Für eine richtige Dosierung des Waschmittels bzw. des Enthärters muss man die Wasserhärte kennen: Je härter das Wasser, desto mehr Kalziumsalze enthält es und desto mehr Enthärtungsmittel muss zugesetzt werden, damit die waschaktiven Substanzen wirksam werden können. Wenn Sie Enthärter separat zusetzen, können Sie das Waschmittel laut Packungsaufschrift nach dem Härtebereich 1 dosieren – das spart Geld und schont die Umwelt, weil Sie nur so viel Waschmittel einsetzen wie wirklich nötig.
Auch der Verschmutzungsgrad der Wäsche bestimmt die richtige Waschmittelmenge – orientieren Sie sich an der Dosierungsaufschrift: Sowohl eine zu niedrige als auch eine zu hohe Dosierung nach dem Motto „viel hilft viel“ ist für das Waschergebnis ebenso schädlich wie für die Umwelt.
Danach folgt die richtige Bestückung der Maschine. Als Faustregel gilt: Über der trockenen Wäsche muss in der Trommel noch eine Faust breit Platz sein, damit die Wäsche beim Waschvorgang frei fallen kann. Wählen Sie eine möglichst niedrige Waschtemperatur. Auf dem Waschetikett der Textilien werden in der Regel Maximaltemperaturen angegeben. Häufig reicht aber eine niedrigere Waschtemperatur aus – möglichst zwischen 30 ºC und 60 °C. 60 °C (Pasteurisationstemperatur) sind völlig ausreichend, um eine hygienisch einwandfreie und saubere Wäsche zu erhalten. Kochwäsche (95 °C) ist fast nur bei Baby- und Krankenwäsche erforderlich.
Tipp: Den Härtegrad Ihres Leitungswassers erfahren Sie bei Ihrem Wasserwerk.
Das Wäschewaschen
Ökologische Waschmittel basieren auf pflanzlichen Ausgangsstoffen und enthalten keine optischen Aufheller, Farbstoffe, Schaumverstärker oder Phosphate.
Mit der großen Auswahl ökologischer Wasch- und Putzmittel lassen sich Reinigung und Sauberkeit gewährleisten. Das Sortiment bietet Ihnen nicht nur umweltschonende Lösungen, sondern auch gut hautverträgliche und duftstofffreie Produkte.
Pulverförmige Waschmittel sind für tierische Fasern, wie beispielsweise Wolle und Seide, nicht gut geeignet. Man setzt sie für mittel und stark verschmutzte Wäsche aus Pflanzenfasern, zum Beispiel Baumwolle oder Leinen ein. Flüssigwaschmittel verwendet man vorzugsweise für leicht verschmutzte Wäsche, dunkle Textilien und Handwäsche. Feinwaschmittel sind für tierische Fasern und synthetische Feinwäsche empfehlenswert. Vollwaschmittel enthalten Bleichmittel und sind daher nur für weiße und farbechte Bunt wäsche zu empfehlen. Waschnussschalen oder flüssige Waschnussmittel eignen sich für jede Wäsche, auch für Feines und Buntes – alles wird angenehm weich. Bleichmittel setzt man separat zur Entfernung von bleichbaren Flecken von Kaffee, Tee, Obst, Gemüse usw. zu, oder um weißer Wäsche den Grauschleier zu nehmen. Ein Fleck-Entferner oder Gallseife helfen bei nicht bleichbarem, hartnäckig haftendem Schmutz (Fettflecke, Eiweißflecke), zum Beispiel an Kragen und Manschetten. Ein Weichspüler glättet die Fasern und lässt so die Wäsche weich wirken.
Das Putzen
Ökologische Putzmittel bestehen überwiegend aus pflanzlichen und mineralischen Rohstoffen. Auf Chemikalien wie Schaumverstärker oder Farbstoffe wird verzichtet. Daher sind auf natürlichen Substanzen basierende Reinigungsmittel besonders schonend für die Haut und die Umwelt.
Glas- und Flächenreiniger, dazu gehören auch Haushaltsreiniger, sind im modernen Haushalt mit Abstand die wichtigsten Putzmittel, da sie für fast alle Flächen und fast jede Art von Schmutz eingesetzt werden können. In Sprühflaschen angeboten, werden sie direkt auf die zu behandelnde Fläche aufgesprüht und mit einem Tuch abgewischt. Reiniger-Konzentrate werden mit Wasser verdünnt und für das Putzen von Böden oder gefliesten Flächen verwendet.
Kalkentferner enthalten natürliche Essig- oder Zitronensäure. Diese lösen Kalkablagerungen auf. Die Reiniger werden vorwiegend in Bad und Küche eingesetzt. Einfach aufsprühen oder mit einem Lappen verreiben und mit klarem Wasser abspülen.
Geschirrspülmittel für den Abwasch per Hand: Hauptwirkstoff bei den Hand-Geschirrspülmitteln sind Tenside, die vorrangig Fett- und Eiweißverschmutzungen beseitigen. Ökologische Geschirrspülmittel kommen mit einem geringeren Anteil an Tensiden aus als konventionelle. Ökologische Geschirrspülmittel enthalten außerdem keine Schaumverstärker, da Schaum nur etwas für das Auge ist – er hat keinerlei Reinigungsfunktion. Das Gleiche gilt für Farbstoffe.
Geschirrspülmittel für den Abwasch in der Maschine: Auch Spülmittel für den Geschirrspüler enthalten Tenside. Aufgrund der deutlich geringeren mechanischen Schmutzbeseitigung werden in konventionellen Mitteln allerdings über 30 Prozent Phosphate eingesetzt. In ökologischen Reinigungsmitteln sind Phosphate tabu.
Geschirrspül-Tabs sind einfacher zu handhaben, Pulver ist genauer zu dosieren. Ein optimales Spülergebnis ist stark von der Wasserhärte-Einstellung der Geschirrspülmaschine abhängig – studieren Sie die Gebrauchsanweisung Ihres Gerätes! Geschirrspülsalz dient der Regeneration des Wasserenthärters – dieser wandelt hartes Wasser in weiches Wasser um und verhindert Kalkablagerungen auf Geschirr und Besteck. Trotzdem benötigen Sie eventuell einen Klarspüler, da im Leitungswasser weitere Mineralsalze vorhanden sind, die Rückstände auf dem Spülgut bilden können.
Scheuermilch verstärkt die mechanische Wirkung von Schwämmen und Putztüchern, ohne die Oberfläche zu zerkratzen. Man verwendet sie pur auf einem feuchten Lappen und wischt mit klarem Wasser nach. Scheuermilch hat auch eine hervorragende geruchsbindende Wirkung, die vorteilhaft für Bratpfannen und Töpfe genutzt werden kann.
Tipp: Setzen Sie Putzmittel so sparsam wie möglich ein – so schonen Sie die Umwelt. Reinigungsmittel mit antibakterieller Wirkung sind im Haushalt überflüssig. Herkömmliche Mittel reichen aus, um Hygiene sicherzustellen.