Blumenkohl
Wie viele Mitglieder seiner pompösen Familie, gedeiht auch der Blumenkohl (Karfiol, Brüssler Kohl, Käse-, Blüten- oder Traubenkohl) gut und gerne in nördlichen Breiten.
Auf weltweit über 300.000 Hektar, mit Schwerpunkten im westlichen Europa und in Asien, protzen dem Betrachter seine eigentümlichen Blütengebilde entgegen.
Die "Blume" selber ist ein Blütenstand noch ohne voll entwickelte Knospenanlagen, ein Stadium, in dem die Pflanze nur wenige Tage verharrt, bevor sich einzelne "Buckel" etagenartig aus der kompakten Kugel erheben. Die Blumenkohlernte ist daher mit Spargelstechen vergleichbar, die Felder müssen täglich kontrolliert und ausgelesen beerntet werden.
Reinweiß sonnengeschützt herangewachsen, soll der Blumenkohl insbesondere für den deutschen Verbraucher sein, wozu die Gemüsebauern früher mitunter zwei grüne Hüllblätter über die Blüte knickten, während bei vielen neueren Sorten die Herzblätter von selbst nach innen gedreht sind.
In anderen Ländern mag man es dagegen gerne farbig: Gelbgrüner, grüner und sogar sizilianischer violetter Blumenkohl sind Varianten, die allerdings beim Kochen ausgrünen. Eine besonders schön geformte Sorte ist der immer populärer werdende Türmchen-Blumenkohl "Romanesco".