Während Spanier die große Frucht mit einem Pinienzapfen verglichen (Pina, englisch Pineapple), hielt sich ein Französicher Pfarrer an den indianischen Namen »Nana Meant« (»köstliche Frucht«) und nannte sie Ananas.
In Cayenne, Hauptstadt der damaligen Strafkolonie Französisch-Guayana, begann die eigentliche Karriere der schon von Kolumbus entdeckten Tropenfrucht. Die Exemplare der später als "Smooth Cayenne" gehandelten Auslese waren nicht nur besonders aromatisch, sondern auch angenehm stachellos - wer wollte sie jetzt noch aufhalten?
Lange Zeit galt das US-amerikanische Hawaii als die zweite Heimat der Ananas, vor allem die Konservenindustrie kaufte hier megatonnenweise ein. Nicht nur für Hawaii oder die heutigen Marktführer in Thailand und auf den Philippinen gilt: Ananas ist eine dankbare Plantagenfrucht. Leicht bearbeitbar, da nur 120 cm hoch, kommt sie mit einem Minimum an Wasser aus und kann, unter Einsatz blüteauslösender Substanzen, das ganze Jahr gepflanzt und geerntet werden. Eine einzige Staude liefert zuverlässig drei Früchte in vier Jahren. Kein Wunder, dass die große Frucht mit über elf Millionen Tonnen Jahresproduktion den Tropenfrucht-Weltrekord hält.