Sichtbar gut erholt

Für eine gesunde Bräune braucht die Haut auch nach dem Sonnenbad die richtige Pflege.

Visual Meer, Sand, Sonne – was uns als perfekte Erholung erscheint, kann für unsere Haut anstrengend werden. Denn ihr setzt nicht nur die UV-Strahlung zu, auch Salzwasser und Wind entziehen ihr Feuchtigkeit und machen sie spröde und anfällig für Irritationen. Deshalb sollten wir es auf jeden Fall langsam angehen lassen, also nicht gleich am ersten Urlaubstag Stunden in der Sonne brutzeln, sondern uns behutsam an die UV-Strahlung gewöhnen. Sonnenhungrige nutzen mit ausreichendem Schutz am besten die früheren Vormittags- oder späten Nachmittagsstunden. Während der intensiven Mittagssonne empfiehlt es sich generell, ein schattiges Plätzchen zu suchen. Auch hier erreicht uns eine verminderte UV-Strahlung.

Damit die Bräune möglichst lange hält, kommt es neben ausreichendem Schutz auch auf die richtige Pflege nach dem Sonnenbaden an. Der Urlaub bietet in der Regel ausreichend Zeit, um sich dieses Wellness-Programm zu gönnen. Zurück im Hotel heißt es als erstes: ausruhen und den erhitzten Körper abkühlen lassen. Eine ausgiebige Dusche, am besten mit lauwarmem Wasser, spült Schweiß, Sand und Salzwasser ab. Dabei besonders auf die Füße achten, denn oft bleiben Sandreste zwischen den Zehen hängen. Ideal ist naturkosmetisches Duschgel mit rückfettenden Substanzen, das die Haut nicht zusätzlich austrocknet. Anschließend nicht abrubbeln, sondern behutsam mit dem Handtuch trocken tupfen. Die After-Sun-Pflege aus der Naturkosmetik gibt der Haut das, was sie jetzt braucht: ausreichend Feuchtigkeit. Auszüge verschiedener Pflanzen wie Mittagsblume, Karotte, Hagebutte und Quitte, Ringelblume, Sanddorn und Wundklee stärken die Oberhaut und fördern den Haut- und Zellschutz, sodass sich die Haut regenerieren kann. Als Basis dienen unserer Haut pflanzliche Öle. Ob Creme oder Gel, besonders an genehm ist, dass die meisten dieser feuchtigkeitsspendenden Produkte zusätzlich kühlen. Dabei hat sich die aus der Wüste stammende Lilie Aloe vera in der Sommerhautpflege als Multitalent erwiesen. Aloe-vera-Produkte versorgen die Haut mit Feuchtigkeit.

Sollte der Sonnenschutz einmal nicht ausgereicht haben und die Haut am Abend spannen oder sich schmerzhaft röten, also typische Anzeichen für einen Sonnenbrand zeigen, ist Aloe vera eine ideale erste Hilfe. Das kühlende, feuchtigkeitshaltige Gel der Pflanze lindert sanft Reizungen. Mutter Natur hält noch einige weitere Helfer für den Notfall bereit: Ein feuchter Umschlag mit Bio-Apfelessig hilft der Haut, den Säureschutzmantel wieder aufzubauen. Wahlweise eignet sich auch grüner Tee, dessen Gerbsäuren die Haut beruhigen sowie Rötungen vermindern. Arnikagel fördert die Durchblutung und beschleunigt so die Heilung der Zellen. Großmutters Quarkwickel (fingerdick auf ein Baumwolltuch aufgetragener Quark) stabilisiert das Hautmilieu mit Milchsäuren, pflegt mit Milchfett und kühlt die gereizten Partien. Auch eine Ringelblumencreme oder -tinktur fördert die Wundheilung. Ebenfalls zellerneuernd wirkt Sanddornöl, das laut wissenschaftlicher Tests Rötungen bis zu 90 Prozent reduzieren kann. Auch Kieselerde (Siliceagel) in einer Verdünnung von eins zu vier kühlt und hemmt Entzündungen.

Zusätzlich können wir unserer Haut von innen Gutes tun. Wichtig ist es – gerade an heißen Tagen – mindestens zwei Liter täglich zu trinken. Am besten eignen sich stille Mineralwasser oder ungesüßte Tees. Manchmal hilft auch ein Peeling vor dem Urlaub, dass sich die Haut nach dem Sonnenbad nicht so schnell schält und länger ihren bronzefarbenen Ton behält.

 

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