29.09.2009

Faire Preise für Milchbauern

Die Erzeugung von Bio-Milch erfordert einen hohen Arbeitseinsatz auf Bio-Bauernhöfen. Damit die Bauern ihre Landwirtschaft weiter betreiben können, benötigen sie faire Preise für ihre Produkte - das gilt für Bio-Bauern genauso wie für ihre konventionellen Kollegen.

 

Alnatura Bio-Milch mit nachvollziehbarer Herkunft
Im September 2006 hat Alnatura die Initiative „Fairer Milchpreis“ gestartet. Der Molkereipartner von Alnatura, die Upländer Bauernmolkerei in Usseln, erhöhte den Auszahlungspreis zunächst für die zu Alnatura Frischmilch verarbeitete Milch an ihre Bauern, um den langfristigen Erhalt hei-mischer Bio-Höfe zu unterstützen. Eine Initiative, die Alnatura im Juni 2007 mit Hilfe seiner Kunden und Handelspartner auf weitere Milchprodukte wie Buttermilch, Süßrahmbutter und Schmand ausweiten konnte.

Alnatura möchte mit der Initiative "Fairer Milchpreis" die regionale Öko-Landwirtschaft fördern und die Bauern motivieren, langfristig und nachhaltig ökologische Milchviehhaltung zu betreiben. Dank des gemeinsamen Engagements erhalten die Upländer Milchbauern für ihre Bio-Milch, die für Alnatura Produkte verarbeitet wird, einen fairen Auszahlungspreis. Garantiert sind mindestens 40 Cent, steigt der Milchpreis zum Beispiel saisonbedingt darüber an, bekommen die Landwirte selbstverständlich den entsprechend höheren Preis ausgezahlt. Auch die Bauern, deren Bio-Milch zur Alnatura H-Milch (Alpenmilch) verarbeitet wird, erhalten einen gerechten Auszahlungspreis, mit dem sie ihre Höfe nachhaltig bewirtschaften können.

 

 


Milchpreis-Trend

2009 setzte sich der 2008 begonnene Abwärtstrend bei den Milchauszahlungspreisen weiter fort: Für einen Liter konventionell erzeugte Milch bekam der Bauer zeitweise unter 25 Cent. Auf dem Bio-Milchmarkt sieht es für die Landwirte wesentlich besser aus: Zwar sank auch hier der Auszahlungspreis bedingt durch höhere Milchmengen im Sommer 2009, stabilisierte sich aber bei über 36 Cent. Im November 2011 zahlten die Bio-Molkereien den anliefernden Bauern durchschnittlich 43,9 Cent für einen Liter Bio-Milch. Der konventionelle Milchpreis steigt weiter und und lag im Oktober bei etwa bei 36 Cent. (Quelle: © Bioland, www.biomilchpreise.de)

Die Entwicklung der durchschnittlichen Milch-Auszahlungspreise auf dem konventionellen und dem Bio-Markt. Quelle: www.bioland.de

 


Berliner Erklärung

Am konventionellen Milchmarkt ist die Lage sehr ernst: In einigen Regionen lag 2009 der Preis, den die Molkereien den Bauern je Liter Milch auszahlen, zeitweise bei unter 25 Cent.

In einer gemeinsamen Erklärung haben sich Vertreter der ökologischen Landwirtschaft, der Bio-Molkereien und des Naturkosthandels Anfang 2009 noch einmal für stabile und faire Milchpreise ausgesprochen. Mit dabei war auch Alnatura. Die Naturkost-Branche will helfen, dass der derzeitige ruinöse Preiskampf im konventionellen Handel nicht auf den Bio-Markt überschwappt. „Die Unterzeichner verfolgen gemeinsam das Ziel, den Markt für Bio-Milch so zu gestalten, dass er Menschen, Tieren und Umwelt nützt“, heißt es in der Berliner Erklärung vom 12. Januar 2009.

 

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