Die Erzeugung von Bio-Milch erfordert einen hohen Arbeitseinsatz auf Bio-Bauernhöfen. Damit die Bauern ihre Landwirtschaft weiter betreiben können, benötigen sie faire Preise für ihre Produkte - das gilt für Bio-Bauern genauso wie für ihre konventionellen Kollegen.
Im September 2006 hat Alnatura die Initiative „Fairer Milchpreis“ gestartet. Der Molkereipartner von Alnatura, die Upländer Bauernmolkerei in Usseln, erhöhte den Auszahlungspreis zunächst für die zu Alnatura Frischmilch verarbeitete Milch an ihre Bauern, um den langfristigen Erhalt hei-mischer Bio-Höfe zu unterstützen. Eine Initiative, die Alnatura im Juni 2007 mit Hilfe seiner Kunden und Handelspartner auf weitere Milchprodukte wie Buttermilch, Süßrahmbutter und Schmand ausweiten konnte.
Am konventionellen Milchmarkt ist die Lage sehr ernst: In einigen Regionen lag 2009 der Preis, den die Molkereien den Bauern je Liter Milch auszahlen, zeitweise bei unter 20 Cent.
In einer gemeinsamen Erklärung haben sich Vertreter der ökologischen Landwirtschaft, der Bio-Molkereien und des Naturkosthandels Anfang 2009 noch einmal für stabile und faire Milchpreise ausgesprochen. Mit dabei war auch Alnatura. Die Naturkost-Branche will helfen, dass der derzeitige ruinöse Preiskampf im konventionellen Handel nicht auf den Bio-Markt überschwappt. „Die Unterzeichner verfolgen gemeinsam das Ziel, den Markt für Bio-Milch so zu gestalten, dass er Menschen, Tieren und Umwelt nützt“, heißt es in der Berliner Erklärung vom 12. Januar 2009.