1960 packte ihn die Abenteuerlust und brachte ihn nach Deutsch land. Was er hier an vermeintlicher Pasta kennen lernte, muss ihn geradezu schockiert haben. Mit den handgefertigten Teigwaren aus seiner Heimat hatte es zumindest wenig zu tun. Daher kamen bei dem gebürtigen Italiener ausschließlich selbst gemachte Nudeln auf den Tisch. 30 Jahre sammelte Leandro Mossa auf diese Weise Erfahrung in der Zubereitung von Teigwaren, bis er sich 1990 entschied, seine Passion zum Beruf zu machen: Der Grundstein des Familienunternehmens Pasta Nuova, das anfangs den Namen LIHO Teigwaren & Fein kost GmbH trug, war gelegt. Das nebenberufliche Experiment seines Vaters faszinierte auch Claudio Mossa, der schließlich – nachdem er Erfahrungen als Einzelhandelskaufmann und Polizist gesammelt hatte – 1992 mit einstieg. Die größte Herausforderung damals wie heute: Die Zubereitung von Pasta per Hand und die maschinelle Herstellung erfordern ganz unterschiedliche Bedingungen. »Der Teig muss zum Beispiel viel elastischer sein, wenn er durch Maschinen läuft«, erklärt Claudio Mossa. Da wird es nicht einfacher, wenn man sich entschließt, so viel wie möglich ohne Ei zu produzieren, »damit auch Veganer oder Ei-Allergiker unsere Produkte genießen können.« Ei dient als Bindemittel – fehlt es, müssen die Maschinen umso exakter auf die jeweiligen Teige eingestellt sein. Eine große Hilfe ist dabei immer wieder das technische Können des gelernten Schlossers Leandro Mossa. Und wenn eines der Geräte einmal nicht voll und ganz den Ansprüchen genügt, fertigt der Tüftler eben selbst das erforderliche Maschinenteil.