Paradiesisch

Granatäpfel gelten seit der Antike als Symbol der Liebe und werden noch heute in der Küche sowie in der Naturkosmetik hoch geschätzt.

 

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Kaum eine andere Frucht kann mit einer derartigen Symbolkraft aufwarten wie der Granatapfel. Schon bei den alten Griechen und Persern galt er wegen seiner vielen Samen als Symbol der Fruchtbarkeit, der Liebe und Sinnlichkeit. Jahrtausende lang wurde er in westlichen und östlichen Religionen besungen und verehrt. War es ein Grantapfel, mit dem Eva Adam im Paradies verführte? Manche Historiker sehen jedenfalls im Granatapfelbaum den »Baum des Lebens«, der im Garten Eden Unsterblichkeit verlieh. Und im Alten Testament findet er vielfach Erwähnung als Sinnbild für die Lebensfülle der Natur; auch im Orient nennt man ihn schlicht »Frucht des Paradieses«. Selbst in Shakespeares Romeo und Julia spielt er eine kleine Rolle, wenn Julia versucht, ihren Liebsten zum Bleiben zu überreden: »Es war die Nach tigall und nicht die Lerche, die eben jetzt dein banges Ohr durchdrang. Sie singt des Nachts auf dem Granatbaum dort.«

Botanisch gehört der Granatapfelbaum zur Familie der Granatapfelgewächse (Punicaceae), einer Pflanzenart, die im weitesten Sinne der Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae) zugerechnet wird. Ursprünglich im vorderen und mittleren Asien beheimatet, gelangte der Granatapfel unter dem Einfluss der Mauren nach Südspanien. Dort verlieh er der Stadt Granada ihren Namen und schmückt seither deren Wappen und Flagge. Sowohl in Spanien als auch im Süden Italiens werden Grantapfelbäume heute kultiviert. Mittlerweile wird der kleine Baum oft als Strauch gezogen. Seine fingerlangen Blätter fallen im Winter ab. Im Sommer blüht er leuchtend rot. Das Markante an den Früchten ist nicht nur ihre harte, lederartige gelblich-braune oder rot gefärbte Schale, vielmehr sind es die zahlreichen »Körner«, die sich im Inneren befinden. In der Antike hießen sie »grana«, daher der Name Granatapfel. Die Kerne liegen in Reihen dicht an dicht im gallertartigen roten und knackigen Fruchtfleisch, von hellhäutigen Scheidewänden getrennt.

Der Saft der Granatäpfel wird als sogenannter Muttersaft angeboten. Darunter versteht man den ursprünglichen Saft aus der ersten Pressung, der unverfälscht und nicht verdünnt abgefüllt wird. Man kann die roten Kerne aber auch ohne sie auszupressen verzehren. Ratsam ist es allerdings, die Trennwände zwischen den einzelnen Kammern zu entfernen, denn diese schmecken bitter und beeinträchtigen das süßsaure Aroma der Kerne und des Saftes.

Als wahres Multitalent kommt der Granatapfel äußerlich zum Einsatz. Wegen seiner antioxidativen Eigenschaft setzt ihn die Naturkosmetik vor allem zur Pflege der anspruchsvolleren Haut ein. Mit zunehmendem Alter nimmt ihre Fähigkeit ab, Feuchtigkeit zu binden. Erste Mimikfältchen signalisieren, dass Regenerationsfähigkeit und Elastizität nachlassen. Die Haut wird durchlässiger und anfälliger für schädliche Einflüsse von außen. Pflegeprodukte auf Granatapfel- Basis mindern die Spuren der Hautalterung. Sie verbessern die Spannkraft und die Durchblutung, machen die Haut frischer und elastischer. Granatapfel-Produkte gibt es in unterschiedlichen Texturen, als Creme, Lotion und Serum. Alle naturkosmetischen Granat apfel-Produkte sind frei von synthetischen Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen und verströmen ein fruchtig-frisches Aroma.

 

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