15.02.2007

Ökolandbau besonders stark im Naturschutz

Mit dem "Förderpreis Naturschutzhöfe" würdigen das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) erstmals vorbildliche Leistungen von Landwirten, die beispielhaft und zugleich umfassend Naturschutz in die Praxis ihres Betriebes einbinden. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel übergab drei Betrieben am 13. Februar 2007 im Bundesamt für Naturschutz (BfN) den "Förderpreis Naturschutzhöfe 2006". Neun weitere Betriebe erhielten eine Auszeichnung.

 


Visual Die engagierte und erfolgreiche Arbeit auf den Höfen zeigt, wie praktischer Naturschutz umgesetzt werden kann.
Bei der offiziellen Preisverleihung lobte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die besonderen Verdienste der Preisträger für den Naturschutz: "Wir wissen alle, dass wir zur Erhaltung unserer biologischen Vielfalt die naturverträglich wirtschaftenden Landnutzer brauchen. Ohne sie lässt sich das Ziel der Bundesregierung, den Verlust der biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2010 zu stoppen, nicht erreichen."

Das Kuratoriumsmitglied der Stiftung Ökologie & Landbau, Prof. Dr. Hubert Weiger, zeigte sich sehr zufrieden mit der großen Beteiligung am Wettbewerb: 233 Betriebe hatten sich im Frühjahr 2006 für den Preis beworben und stellten sich dem Votum einer unabhängigen Jury. In seiner Laudatio betonte Hubert Weiger, dass "das große Engagement und das breite Spektrum an Naturschutzansätzen auf den Höfen sichtbar wurde."

Ziel des Wettbewerbs sei der Aufbau eines deutschlandweiten Netzes von Naturschutzhöfen, die auf ganz unterschiedliche Weise Naturschutz in die landwirtschaftliche Praxis integrierten, beschrieb der Präsident des BfN, Prof. Dr. Hartmut Vogtmann die Zielsetzung des Wettbewerbs. "Davon erhoffen wir uns eine noch engere Verzahnung von Ökologie und Landwirtschaft. Die heute prämierten Modellhöfe werden, so hoffe ich, als Multiplikatoren fungieren und zur Nachahmung anregen", sagte Vogtmann. In einem zweiten Schritt ist die Schaffung einer Internet-Plattform zum Informationsaustausch und zur Darstellung der Beispiele geplant - auch um damit Anregungen zur Weiterentwicklung der Agrarumweltförderung zu erhalten.

Den Jurymitgliedern Stephan Börnecke (Frankfurter Rundschau), Adalbert Kienle (Deutscher Bauernverband), Eva Meyerhoff (Bioland) und Dr. Thomas van Elsen (Forschungsinstitut für Biologischen Landbau) wurde die Entscheidung nicht leicht gemacht. Grundlage ihrer Bewertung waren Leistungen in den Schwerpunkten naturschonende Bewirtschaftung, aktive Maßnahmen zur Landschaftsgestaltung sowie biologische Vielfalt auf der Betriebsfläche. Auch neue Ansätze in der Kommunikation zwischen Naturschutz und Landwirtschaft sowie beispielgebende Kooperationen wurden in die Beurteilung einbezogen.

Weitere Projektpartner des "Förderpreises Naturschutzhöfe" sind der Naturschutzbund (NABU) / Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) / Bund Naturschutz Bayern (BN) sowie die Stiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur).

Weitere Informationen zum Förderpreis Naturschutzhöfe sowie auch die detaillierte Beschreibung der Preiträger und der ausgezeichneten Betriebe erhalten Sie auf der Internetseite www.naturschutzhoefe.de.