Naturkosmetik-FAQ
Gibt es wasserfeste Naturkosmetik-Mascara?
Leider ist es den Naturkosmetik-Herstellern bisher nicht möglich, Wimperntusche wasserfest herzustellen. In konventionellen Produkten sorgen Silikone oder Polymere dafür, dass die Farbe nicht mit Wasser, sondern nur mit ölhaltigen Augen-Make-up-Entfernern zu lösen ist. Diese Zutaten sind von den Zertifizierungsstellen der echten Naturkosmetik jedoch nicht zugelassen.
Haben naturkosmetische Tagescremes einen natürlichen Lichtschutzfaktor?
Es gibt zahlreiche Öle und mehrere Sorten Pflanzenbutter, die die Haut vor den Folgen übermäßiger UV-Strahlung schützen können: Das sind beispielsweise Argan-, Babassu-, Jojoba-, Kokos-, Marula-, Reiskeim- und Sesamöl sowie Cupuacu-, Mango- und Sheabutter. Diese Zutaten haben gemeinsam, dass sie auch unter intensiven Licht- und Wärmebedingungen besonders stabil sind. Darüber hinaus ist Squalan, wie es zum Beispiel in Olivenöl und Amaranthöl enthalten ist, ein Stoff, der auch natürlicherweise in der Haut vorkommt und dort die Abwehr gegenüber UV-Licht-bedingter Schädigung verstärkt. All diese Substanzen können daher die körpereigenen Schutz- und Reparaturmechanismen optimal unterstützen, was einem Lichtschutzfaktor von zwei bis vier bei den hier genannten Inhaltsstoffen entspricht. Da ein Lichtschutzfilter erst ab Faktor sechs ausgelobt werden darf, können die Naturkosmetik-Hersteller jedoch keine Aussage bezüglich des Lichtschutzes dieser Produkte machen. Natürlich ist ein solcher Schutz allenfalls für einen sehr kurzen Aufenthalt in der Sommersonne ausreichend. In den weniger sonnenintensiven Monaten aber können Sie mit einer Tagescreme, die im Idealfall eine Kombination der genannten Zutaten enthält, dazu beitragen, dass Ihre Haut weniger durch UV-Licht gestresst wird.
Ist dekorative Naturkosmetik besonders verträglich?
Die farbenfrohen Naturkosmetikartikel zum Schminken des Gesichts sind insbesondere aus zwei Gründen besonders gut verträglich1: Zum einen achten Hersteller zertifizierter Naturkosmetik auf den Einsatz von natürlich gewonnenen Farbstoffen mit einem möglichst geringen Risiko für allergische Reaktionen und Irritationen. Zum anderen enthalten naturkosmetische Formulierungen von Kajalstift, Puder und Co. natürliche Wachse und Pflanzenauszüge, die die Haut zusätzlich pflegen.
Kann ich Sonnenschutzprodukte der letzten Saison weiterverwenden?
Zwölf Monate lang sind die meisten Sonnenschutzmittel ab dem ersten Öffnen haltbar – vorausgesetzt, die Flaschen oder Tuben waren nicht länger der prallen Sonne ausgesetzt. Sie sollten Sonnenschutzcreme aus dem Vorjahr in jedem Fall einer gründlichen Inspektion unterziehen. Haben sich die Phasen des Produkts getrennt, ist die Wirkung der Filtersubstanzen eingeschränkt: Der Schutz vor Sonnenbrand und vorzeitiger Hautalterung ist nicht mehr gewährleistet – die Sonnenmilch sollte nicht weiter benutzt werden. Auch ein ranziger Geruch deutet auf ein verdorbenes Produkt hin, das ersetzt werden sollte. Treffen beide Punkte nicht zu, spricht nichts dagegen, ein Sonnenschutzpräparat bis zu 24 Monate lang zu verwenden.
Kann man Naturhaarfärbemittel wie etwa Henna auch bei grauem Haar einsetzen?
Grundsätzlich sind Pflanzenfarben auch für graues Haar geeignet, wobei das Gesamtergebnis stark von Ihrer Haarstruktur, Ihrem Grauanteil beziehungsweise von dem Ton abhängt, den Sie erzielen wollen. Nichts ist so individuell wie das Färben mit Henna und Co. Als Faustregel gilt: Je häufiger Sie in kurzen Abständen färben, desto besser können sich die Pigmente an die ergrauten Haare anlagern und desto besser werden diese abgedeckt. Je weniger Rotanteil die gewählte Farbe hat, desto weniger orangestichig wirkt sie auf den weißen Strähnen. Vorsichtig sollte man allerdings mit schwarzen Färbungen sein – diese könnten blau oder grün erscheinen! Mischen Sie schwarzes Pulver daher immer nur in geringer Menge zum Abdunkeln anderer Nuancen bei. Viele brünette Kundinnen erzielen natürliche und haltbare Ergebnisse, wenn sie die Haare mit einem maronenbraunen Ton vorpigmentieren und beispielsweise einen Tag später mit einem Braun ohne starken Henna-Anteil ein zweites Mal färben. Für blonde Haare eignet sich erfahrungsgemäß eine goldblonde Nuance, da sie ebenfalls wenig orange Farbstoffe enthält. Rotschöpfe oder die, die es werden wollen, können aus dem breiten Angebot diverser Henna-Varianten wählen. Ihnen verleihen die hellroten Pigmente natürlich anmutende Reflexe. Wenn Sie Lust haben, ein wenig zu experimentieren, dann rühren Sie für noch intensivere Braunnuancen den Farbbrei statt mit Wasser doch einmal mit schwarzem Tee oder Kaffee an. Für alle Rotabstufungen kann das Mischen mit abgekochtem Rotwein farbverstärkend wirken. Die Beigabe eines Teelöffels Salz soll die Haltbarkeit von Pflanzenhaarfarben nicht nur auf grauen Haaren steigern.
Sind Naturkosmetikprodukte vegan?
Der Verzicht auf tierische Rohstoffe wie Bienenwachs, Wollwachs oder Honig wird aktuell in der Naturkosmetikbranche immer häufiger. Einige Hersteller kennzeichnen die entsprechenden Artikel ihres Sortiments mit diversen Symbolen, beispielsweise alviana und lavera mit der Veganblume der Vegan Society oder Logona bei der neuen Gesichtspflege mit dem Schriftzug »Vegan« auf der Packungsseite.
Auch andere Firmen warten mit zahlreichen veganen Produkten auf. In den Serviceabteilungen der Hersteller wie zum Beispiel Dr. Hauschka, Primavera Life, Sante, lavera, Speick Naturkosmetik und Weleda liegen detaillierte Listen bereit, die Sie sich per Post oder E-Mail zusenden lassen können.
Stammt das in Naturkosmetik eingesetzte Palmfett aus nachhaltigem Anbau?
Zahlreiche Naturkosmetik-Firmen wie Dr. Hauschka, Logona, Sante und Weleda – um nur einige zu nennen – garantieren, dass das von ihnen verwendete Palmöl aus kontrolliert biologischem Anbau stammt und darüber hinaus von Plantagen, die den Regenwald und die Artenvielfalt schonen und schützen. Außerdem legen die nach strengen ökologischen Kriterien herstellenden Lieferanten großen Wert auf eine angemessene Entlohnung der kooperierenden Bauern. Seit einigen Jahren sorgt der konventionelle Anbau von Ölpalmen hinsichtlich seiner umwelt- und sozialverträglichen Eigenschaften in den Medien für Aufsehen: Denn für nicht nachhaltig produziertes Palmöl werden Monokulturen angelegt, wofür Regenwald in großem Umfang gerodet und unzählige Tier- und Pflanzenarten in ihrer Vielfalt bedroht werden. Als kosmetische Zutat wird Palmöl nicht nur als Fettgrundlage in Cremes und Lotionen eingesetzt, sondern in verarbeiteter Form beispielsweise als Seife, Konsistenzgeber oder Emulgator. Die Bemühungen der meisten Naturkosmetik-Hersteller gehen nicht nur dahin, dafür ausschließlich Öl in kontrolliert biologischer Qualität einzusetzen, sondern diese Inhaltsstoffe in Zukunft durch Alternativen zu ersetzen. Allerdings sind damit Schwierigkeiten verknüpft: Der Austausch des Palmöls oder seiner Abkömmlinge zieht eine komplette Veränderung der kosmetischen Eigenschaften bestehender Produkte nach sich. Bewährte Rezepturen müssen komplett überarbeitet werden.
Warum bietet Dr.Hauschka eine fettfreie Nachtpflege an und wie wende ich diese an?
Die Idee hinter den Dr.Hauschka-Präparaten ist die Aktivierung der hauteigenen Funktionen. Zu diesen zählt die nächtliche Regenerationsphase, in der der Stoffwechsel der Haut auf Hochtouren läuft. Diese Prozesse will das Dr.Hauschka-Pflegekonzept unterstützen und verzichtet daher auf eine fetthaltige Nachtpflege. Stattdessen soll die Haut zur Nacht durch Pflanzenessenzen in den Gesichtstonika und Hautkuren angeregt werden. Am Anfang der Umstellung auf die Dr.Hauschka-Pflegeprodukte steht eine 28-tägige Phase mit einer der Hautkuren als Nachtpflege. Die »Hautkur Sensitiv« soll die empfindliche oder zu erweiterten Äderchen neigende Haut stärken, alle Menschen mit anderen Hautbildern wählen die »Hautkur«. 22 Abende lang wird nach der Reinigung der Inhalt von zwei Ampullen auf Gesicht, Hals und Dekolleté verteilt und sanft in die Haut eingedrückt. Die letzten sechs Tage wird hierfür nur noch eine Ampulle pro Behandlung verwendet.
Solch eine Kur soll mehrmals im Jahr wiederholt werden: pro Lebensjahrzehnt eine Kur pro Jahr (zum Beispiel im Alter von 45 Jahren viermal jährlich). Wer gezielt auf die Bedürfnisse der reifen Haut eingehen möchte, kann alternativ zur Hautkur auch die Intensivkur 04 oder speziell für die Haut in den Wechseljahren die Intensivkur 05 anwenden. Ist eine Hautkur abgeschlossen, geht es abends mit einem der Gesichtstonika als fettfreie Basispflege weiter: Das »Gesichtstonikum« ist für alle Hautbilder außer für die unreine, fettige oder Mischhaut geeignet – wer zu diesem Hautbild neigt, wählt das »Gesichtstonikum Spezial«. Das Tonikum wird nach der Reinigung aufgesprüht und wie die Hautkur mit der flachen Hand sanft in die Haut eingedrückt. Für reife Haut empfiehlt Dr.Hauschka das Regenerations-Serum als fettfreie Basispflege.
Was ist der Unterschied zwischen mineralischen und synthetischen Lichtschutzfiltern?
Beide Filterarten reduzieren UV-Strahlung auf unterschiedliche Weise: Synthetische Lichtschutzfilter durchlaufen mit UV-Licht eine chemische Reaktion auf der Haut, bei der die Strahlung in Wärme umgewandelt wird. Diese Reaktionsfähigkeit entwickelt sich erst etwa 30 Minuten nach dem Eincremen, weswegen man diese Produkte entsprechend frühzeitig vor dem Sonnenbad anwenden muss. Mineralische Filter reflektieren das Licht wie ein Spiegel, und zwar ab dem Moment, in dem sie aufgetragen werden. Da es sich bei den Mineralien Titandioxid und Zinkoxid um sehr fein vermahlene Pigmente handelt, können vor allem die höheren Lichtschutzfaktoren einen weißen Film auf der Haut erzeugen. Menschen mit empfindlicher Haut sowie auch Babys und Kleinkinder profitieren besonders von dem natürlichen Schutz durch Sonnencremes mit ausschließlich mineralischen Lichtschutzfiltern.
Was ist zertifizierte Naturkosmetik?
Bei zertifizierter Naturkosmetik wird nicht nur auf den Einsatz diverser synthetischer Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe verzichtet, sondern auch auf die Verwendung von Silikonen und anderen Erdölabkömmlingen. Stattdessen werden naturkosmetische Erzeugnisse mit der Vielfalt dessen angefertigt, was die Natur zu bieten hat: pflanzliche Fette und Wachse, Mineralien, mithilfe von Wasser oder Alkohol gewonnene Pflanzenextrakte, ätherische Öle und Vitamine, um nur einige zu nennen. Diese natürlichen Substanzen zeichnen sich durch eine gute Hautverträglichkeit aus. Sogar Tenside (das sind waschaktive Substanzen) und Emulgatoren, die es in der Natur so nicht gibt, werden aus Naturstoffen hergestellt und gelten damit als naturnah. Produkte mit diesen naturnahen Zutaten sind nicht nur besonders mild zur Haut, sondern auch biologisch abbaubar.
Damit die Stabilität auch empfindlicher kosmetischer Artikel gewährleistet ist, sind zur Konservierung lediglich wenige naturidentische Stoffe erlaubt. Naturidentisch heißt, dass diese chemischen Verbindungen in der Natur vorkommen, unter bestimmten Umständen jedoch auch im Labor hergestellt oder verändert werden dürfen. Die entsprechenden Produkte sind mit dem Zusatz »Konserviert mit …« gekennzeichnet.
Die einzelnen Zertifizierungsstellen legen darüber hinaus fest, welche pflanzlichen Ausgangsmaterialien, beziehungsweise wie viele der natürlichen sowie naturnahen Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau oder kontrollierter Wildsammlung stammen müssen.
Eine weitere Sicherheit für den Verbraucher bietet echte Naturkosmetik hinsichtlich des Tierschutzes: Es werden weder Stoffe von toten Wirbeltieren eingesetzt, noch Tierversuche mit den Produkten durchgeführt. Auch die Bestrahlung der Rohstoffe und der Endprodukte ist nicht zugelassen.
Was sollte ich beachten, wenn ich das erste Mal Natur-Haarpflegeprodukte verwende?
Schon bei der ersten Haarwäsche wird Ihnen wahrscheinlich auffallen, dass diese Shampoos weniger stark schäumen. Grund dafür sind die milderen Tenside, die in der Naturkosmetik eingesetzt werden. Keine Sorge – Ihre Haare werden trotzdem sauber! Auf die Dauer werden Sie sogar vielleicht einen positiven Nebeneffekt feststellen: Die Haare fetten weniger schnell nach.
Speziell wenn Sie längeres, krauses oder strapaziertes Haar haben, ist es möglich, dass Sie nach den ersten »Waschgängen« trotz der Verwendung der passenden Spülung das Gefühl haben, dass Ihre Haare weniger geschmeidig sind. Möglicherweise haben Sie vorher Produkte mit Silikonölen verwendet. Diese haben das Haar sozusagen imprägniert und für Glanz gesorgt, dabei aber verhindert, dass pflegende Substanzen die Schuppenschicht des Haares glätten und optisch reparieren können. Nun wäscht sich das Silikon nach und nach heraus und es kommt das eigentlich trockene und spröde Haar zum Vorschein, welches eine Extraportion Zuwendung benötigt.
Nehmen Sie sich in dieser Übergangsphase so häufig wie möglich die Zeit für eine Haarkur mit Weizenprotein – die kann den Wiederaufbau der Haarstruktur unterstützen. Oder probieren Sie doch einmal über Nacht eine Packung mit Jojobaöl aus. Eine ergiebige Soforthilfe und ein erstklassiges Haarspitzenserum ist Kokosöl: Ein winziger Klecks in die Längen geknetet gibt sofort gesunden Glanz, ohne zu beschweren. Diese zusätzliche Pflege können Sie sich auch vor dem Trocknen gönnen. Die nassen Strähnen nehmen das Öl noch besser auf und können so außerdem mit Feuchtigkeit versorgt werden.
Was unterscheidet Naturkosmetik-Deos von herkömmlichen?
Die überwiegende Mehrheit der Deodorants auf dem konventionellen Markt sind Antitranspirantien, die meist mittels Aluminiumsalzen eine Verringerung der Schweißproduktion durch eine Verengung der Schweißdrüsen bewirken. Manche Menschen reagieren auf die Unterdrückung dieses natürlichen Ausscheidungsvorgangs mit Juckreiz oder Hautirritationen.
In der Naturkosmetikabteilung findet man Deos im ursprünglichen Sinne: Mit Hilfe von Alkohol, ätherischen Ölen und anderen bewährten Pflanzenauszügen sorgen sie dafür, dass die Bakterien, die den zunächst duftneutralen Schweiß zersetzen, sich langsamer vermehren – es kommt zu einer geringeren Geruchsbildung. Als besonders wirkungsvoll in der Geruchshemmung ist Alaun als Hauptinhaltsstoff der Kristalldeos zu nennen. Es handelt sich hierbei um schwefelsaure Tonerde in kristalliner Form, welche auf verträgliche Weise lang anhaltend desodoriert, ohne die Funktion der Schweißdrüsen zu beeinträchtigen.
Welche Kosmetik ist für die empfindliche Haut geeignet?
Die verwendeten Produkte sollten die Haut nicht zusätzlich aus dem Gleichgewicht bringen, sondern beruhigend wirken und den natürlichen Schutzmantel stabilisieren. Zu viele verschiedene Präparate und Inhaltsstoffe überfordern die Haut häufig – gerade hier gilt: Weniger ist mehr! Vor allem auf Duftstoffe, dazu zählen auch ätherische Öle, verzichtet man bei der sensiblen Haut besser.
Die Reinigung sollte keine schäumenden, waschaktiven Substanzen enthalten, denn diese könnten zu weiteren Irritationen führen. Das Produkt der Wahl für den sensiblen Hauttyp ist daher eine Reinigungsmilch, die mit kühlem oder maximal lauwarmem Wasser abgenommen wird. Eine empfindliche Haut ist meistens feinporig und ohne Unreinheiten – möchten Sie zur Vorbereitung auf die nachfolgende Pflege ein Gesichtswasser verwenden, achten Sie darauf, dass es wenig oder gar keinen Alkohol enthält. Der Fett- und Feuchtigkeitsbedarf einer weniger robusten Haut kann unterschiedlich sein, daher bieten die meisten Kosmetiklinien verschiedene Texturen an: Entscheiden Sie sich für die Creme, die Ihnen angenehm ist und keine Spannungsgefühle entstehen lässt.
Gute Erfahrungen machen Kunden beispielsweise mit den Serien »Sensitiv« von alviana, »ZZ Sensitiv« von Annemarie Börlind sowie mit den Aloe-vera-Produkten ohne Duft von Santaverde und der »Mandel«-Pflege von Weleda. Einige der genannten Linien sowie lavera »Neutral« bieten zusätzlich besonders milde und verträgliche Körperpflegeprodukte an.
Wie kann ich Cellulite behandeln?
Für die kosmetische Behandlung von Cellulite eignen sich Pflegeprodukte, die der Haut mehr Straffheit verleihen sollen. Zum Beispiel mit einem Zusatz von Zypressen- und Wacholderöl (zum Beispiel Körperöl Wacholder Zypresse von Primavera) oder Birkenblattextrakt (zum Beispiel Birken-Cellulite-Öl von Weleda). Idealerweise wird die Anwendung dieser Körperöle nach einem vorbereitenden Peeling durchgeführt, das das Einziehvermögen des Öls verbessert. Mit kreisförmigen Handbewegungen oder mit einer Noppenbürste massieren Sie anschließend das Öl ein. Anfänglich sollten Sie sich zweimal täglich dem Massieren widmen. Stellen sich erste Erfolge ein, können Sie die Anwendung auf einmal täglich reduzieren.
Wie kann ich Körperöle anwenden?
Körperöle bieten eine Vielfalt an Verwendungsmöglichkeiten. Die bekannteste Anwendung ist das Einmassieren nach dem Duschen oder Baden. Damit das Öl besonders gut und schnell einziehen kann, tragen Sie es am besten auf die nur leicht abgetrocknete (mit dem Handtuch abgetupfte), noch feuchte Haut auf. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass die Haut nicht nur mit pflegenden Ölen, sondern auch mit Feuchtigkeit versorgt wird. Oder ist Ihnen Ihre Körperlotion zu leicht? Dann geben Sie doch ein paar Tropfen Ihres Körperöls in der Handfläche hinzu, und cremen Sie sich mit dieser Mischung ein. Auf die gleiche Art können Sie auch Handcremes anreichern.
Viele Körperöle eignen sich außerdem für eine Massage. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass ein schweres Öl wie Sesam-, Sonnenblumen- oder Olivenöl enthalten ist. Das sichert Ihnen ein angenehmes Gleiten der Hände auf den behandelten Körperpartien.
Sogar zum Baden können Sie Körperöle verwenden. Entweder Sie reichern einen Badezusatz mit einem Esslöffel Öl an, oder Sie mischen sich aus 100 Millilitern Sahne und etwa zwei Esslöffeln Körperöl ein rückfettendes Öl-Sahne-Bad, das Sie in das einlaufende Badewasser geben.
Wie pflege ich die jugendlich unreine, ölige Haut?
Die typgerechte Pflege der jugendlichen Haut mit vermehrtem Glanz und gehäuftem Auftreten von Pickelchen und Mitessern beginnt bei der Reinigung, die keinesfalls zu scharf und austrocknend sein sollte. Spannt das Gesicht nach dem Waschen unangenehm, ist das ein Zeichen, dass die Haut zu stark entfettet wurde – sie könnte dadurch angeregt werden, noch öliger zu werden. Ein milder Reinigungsschaum oder ein Reinigungsgel ist daher genau richtig für die tägliche Reinigung am Morgen und am Abend, die speziell bei diesem Hauttyp mit einem Gesichtswasser abgerundet werden kann. Ein solches Tonikum hat die Aufgabe, klärend zu wirken und die Poren zu verfeinern.
Die anschließend verwendete Creme sollte der Haut vor allem Feuchtigkeit spenden und Kräuterauszüge enthalten, die hautberuhigend wirken und der Neigung zu Unreinheiten entgegenwirken. Dieses tägliche Programm kann durch ein wöchentliches Peeling ergänzt werden. Lose Hautschüppchen werden auf diese Weise gründlich entfernt, die Poren verstopfen weniger, und der Pickelbildung wird vorgebeugt. Auch eine Reinigungsmaske, die ein- bis zweimal pro Woche aufgetragen wird, kann überschüssigen Talg reduzieren und die Reinheit der Haut fördern. Um Pickelchen schneller verschwinden zu lassen, stehen austrocknende Gels zur Verfügung, die lokal aufgetragen werden. Gute Erfahrungen machen unsere Kunden mit den umfassenden Systempflegelinien »Purifying Care« von Annemarie Börlind, »Bio-Minze« von lavera sowie »Clear Skin« von Logona.
Wie werden zertifizierte Naturkosmetik-Produkte haltbar gemacht?
Viele Kosmetika kommen mit einer ausgeklügelten Mischung aus ätherischen Ölen, Vitaminen und einem gewissen Alkoholanteil zur Konservierung aus – rein natürliche Inhaltsstoffe, die die Erzeugnisse eine gewisse Zeit vor Verkeimung und Oxidation schützen.
Für alles, was darüber hinausgeht, haben die Zertifizierungsstellen wie BDIH und NATRUE strenge Kriterien: Ausschließlich naturidentische Stoffe und deren Salze sind von NATRUE für die Konservierung zugelassen und müssen auch als solche auf den Produkten deklariert sein. Das sind: Ameisensäure, Benzoesäure, Dehydracetsäure, Propionsäure, Salicylsäure, Sorbinsäure sowie Benzylalkohol. Der BDIH lässt sogar nur vier dieser Substanzen zu. Naturidentisch heißt, dass diese chemischen Verbindungen in der Natur vorkommen, unter bestimmten Umständen jedoch auch im Labor hergestellt oder verändert werden dürfen.