Munster Géromé

Sein durchsetzungsfreudiger Duft und die rötlich-orangefarbene Rinde stehen in direkter Verbindung zueinander.

Visual Je länger gereift, desto durchdringender das Aroma und umso kräftiger der Geschmack. So war das schon im 9. Jahrhundert, als Mönche diese elsass-lothringsche Spezialität zuerst im Munstertal herstellten. Im Elsass nannte man den Käse Munster, in Lothringen hieß er Géromé. Erst seit Ende der 1970er Jahre gibt es die gemeinsame Herkunftsbezeichnung »Appellation d’origine controlée«. Daraus leitet sich der Name »Munster Géromé A.O.C.« her. Entscheidend für den Geschmack des Munsters ist die »Affinage«, also die Veredelung des Käses, die während der mindestens acht Wochen andauernden Reifezeit erfolgt: Die Käselaibe lagern in Kellern bei elf bis 15 Grad Celsius und gleichbleibend hoher Luftfeuchtigkeit von 95 bis 96 Prozent. Alle zwei bis drei Tage werden sie mit einem Tuch oder von Hand mit einer milden Salzlake und Rotschmierkulturen abgerieben, wodurch sich die Rinde bildet.

Im jungen Stadium ist der Munster quarkig, locker. Durch die Reifung wird der Käseteig langsam von außen nach innen weicher, bis der Käse durch und durch cremig ist. In dem von Kennern geschätzten reiferen Stadium tritt der Käse herzhaftkräftig auf.

 

 

Munster Géromé kurz gefasst
Käsesorte Weichkäse / Region Frankreich (Meurthe-et-Moselle) / Fett i.Tr. 45 %, absolut 23 % / Salzgehalt Meersalz ca. 1,5 % / Milchart Kuhmilch

 

 

Rezept-Tipp:

Traditionell wird der Munster mit Kümmel bestreut und zu Pellkartoffeln genossen.

 


Visual
»Der Dachs« Riesling QbA feinherb 2008 Hamm
Region
Rheingau, Deutschland
Rebsorten Riesling

Er duftet nach kandierten Zitronen und spielt raffiniert mit Frucht, Säure und Süsse, weist aber auch nussig-mineralische Noten auf. Die frech daherkommende Süße des Dachs Riesling vom Weingut Hamm und das würzig-kräftige Aroma des Munsters balgen sich zuerst ungestüm auf der Zunge, bilden aber sogleich ein lebenslustiges Paar, das sich gut versteht.

Das Weingut Hamm ist seit drei Generationen in Familienbesitz, der ökologische Anbau geht auf das Jahr 1993 zurück. Die Hamms besitzen Weinberge in einigen der besten Lagen im Rheingau, die für die Namensgebung des Weins mitverantwortlich sind, zum Beispiel die Lage »Dachsberg «. Im Keller wird mit viel Bedacht und Tradition gearbeitet. Die Weine reifen langsam im Holzfass, ehe sie im Stadium schöner Genussreife abgefüllt werden. Lupenreine und rassige Rieslinge sind das Ergebnis. Empfohlene Trinktemperatur: zehn bis zwölf Grad Celsius.

 

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