In den ersten Lebensmonaten ist Muttermilch das beste Nahrungsmittel für einen Säugling. Der Bund Deutscher Hebammen (BDH) empfiehlt entsprechend dem Kodex der WHO (Weltgesundheitsorganisation) sechs Monate voll zu stillen. Das heißt, in dieser Zeit wird ausschließlich Muttermilch gegeben, wobei jedoch die Bedürfnisse des Säuglings zu berücksichtigen sind.
Vom Stillen profitieren dabei sowohl Ihr Baby als auch Sie selbst: Muttermilch ist in ihrer Zusammensetzung optimal auf die Bedürfnisse des Kindes in dessen jeweiliger Entwicklungsphase abgestimmt. Zudem enthält sie Abwehrzellen und Antikörper des mütterlichen Immunsystems, welche das Baby gegenüber verschiedenen Krankheiten immunisiert (Nestschutz) und den Aufbau des kindeigenen Immunsystems unterstützen. Ein voll gestilltes Baby leidet deshalb weniger häufig an Magen-Darm-Infekten, Blasen- und Mittelohrentzündungen oder Atemwegsinfektionen. Auch Allergien treten seltener auf. Des Weiteren wird die Entwicklung des Kiefers, die Zahnstellung sowie die Ausbildung der Zungen- und Gesichtsmuskulatur positiv beeinflusst. Nicht zuletzt fördert das Stillen die emotionale Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Baby.
Mehr zum Thema StillzeitMöglicherweise kann oder möchte die Mutter nicht (mehr) stillen. In diesem Fall muss das Baby eine geeignete Milchersatznahrung erhalten. Diese Nahrung wird Säuglingsanfangsnahrung genannt und kann für die Ernährung des Babys in den ersten vier Monaten eingesetzt werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt, wenn Sie eine Anfangsnahrung verwenden möchten. Für Säuglinge nach dem vierten Lebensmonat gibt es Folgenahrungen.
Nützliche Adressen und weitere Informationen über MilchnahrungM. Kersting und G. Schöch: Ernährungsberatung für Kinder und Familien, Gustav Fischer Verlag Jena, 1996
Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund
www.fke-do.deDeutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
www.dge.deSchweizerische Gesellschaft für Ernährung
www.sge-ssn.chaid Infodienst
www.aid.de