01.05.2009

Lupen frei für Gartendetektive

Unser Storch Rudi Rotbein ist endlich aus seinem Winterquartier im Süden weidergekehrt. Unsere Reporterin Lena aus Kassel besuchte ihn in seinem Horst und befragte ihn zur NABU-Aktion »Die Stunde der Gartenvögel«.

 

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Lena: Schön, dass du wieder da bist. Da du deine gefiederten Kollegen ja gut kennst, kannst du mir bestimmt ein paar Fragen zur »Stunde der Gartenvögel« beantworten. Was genau passiert bei der »Stunde der Gartenvögel«?

Rudi Rotbein: Der Name verrät ja schon ein bisschen, worum es geht. Der NABU lädt vom 8. bis 10. Mai 2009 Vogelfreunde und Interessierte dazu ein, eine Stunde lang Vögel in ihrem Garten zu zählen und dem NABU zu melden.

Lena: Und was macht der NABU mit den Ergebnissen?

Rudi Rotbein: Die Zahlen werden vom NABU ausgewertet und helfen so, ein möglichst genaues Bild von der Vogelwelt in unseren Städten und Dörfern zu erhalten.

Lena: Ist es nicht langweilig, eine Stunde lang nur herumzusitzen und Vögel zu zählen?

Rudi Rotbein: Manchen Kindern macht es großen Spaß, Vögel zu beobachten, andere langweilt es. Aber für die hat sich die NAJU etwas ganz Besonderes ausgedacht.

Lena: Echt, was denn?

Rudi Rotbein: Einen Gartenkrimi. Wir suchen Gartendetektive mit Köpfchen, die uns helfen, einen ganz verzwickten Fall zu lösen. Wie echte Detektive müssen auch die Gartendetektive verschiedene Aufträge rund um den Garten lösen und Spuren suchen, um das Rätsel zu knacken.

Lena: Hört sich spannend an. Wie kann ich denn mitmachen?

Rudi Rotbein: Ganz einfach. Die Beschreibung des Falls und die Aufträge findest du in einem Detektivheftchen. Dieses kannst du seit Mitte April bei der NAJU bestellen. Und dann heißt es Lupen los und ab in den Garten.

Lena: Klasse. Da bin ich dabei!

Du kannst das Detektivheftchen zur Stunde der Gartenvögel seit Mitte April bestellen unter meike.lechler@naju.de oder von der Seite Gartenkrimi als PDF auf deinen Computer laden.

Die Naturschutzjugend im NABU (NAJU) ist die Jugendorganisation des Naturschutzbundes (NABU). Mit rund 75.000 Mitgliedern sind wir der größte Jugendumweltverband in Deutschland. Bei uns engagieren sich Kinder und Jugendliche von sechs bis 27 Jahren in zahlreichen Gruppen vor Ort für den Schutz von Natur und Umwelt. Mehr Infos findest du unter www.najuversum.de

 


Steckbrief: Der Eisvogel

Manfred Delpho / NABU Deutschland
Er wird häufig »fliegender Edelstein« genannt – kein Wunder, er sieht mit seinem blau-türkisen Rücken- und Kopfgefieder und seinem rostroten Bauchgefieder auch wirklich wie einer aus.

Hier findest du ihn:
Mit etwas Glück kannst du ihn an stehenden oder ruhig fließenden, klaren Gewässern finden. Hier lebt, jagt und brütet er.

Das frisst er:
Auf dem Speiseplan des Eisvogels stehen vor allem Kleinfische. Im Sommer frisst er auch Insekten, selten kleine Frösche oder Kaulquappen.

Das ist das Besondere an ihm:
Der Eisvogel brütet in einer Bruthöhle. Diese oft meterlange Röhre gräbt er in der Regel selber in steile Lehm- oder Sandwände an Uferböschungen. Im Kessel am Ende der Röhre brütet er ab Ende März oder Anfang April. Das Eisvogelweibchen legt meist sechs bis sieben Eier. Der Eisvogel ist in diesem Jahr Vogel des Jahres, da er für gesunde Gewässer steht. Leider sind diese selten geworden, und der Eisvogel ist dadurch bedroht.

 


Frank Hecker / Naturfoto Frank Hecker
Macht mit bei der NABU-Aktion »Stunde der Gartenvögel« und zähle eine Stunde lang die Vögel in deinem Garten – Ein Grünfink könnte dir beispielsweise begegnen.

 


Pixelio
Amselweibchen legen meist vier Eier und brüten zwischen elf und 16 Tage. Die Jungvögel verlassen im Alter von 13 Tagen das Nest.

 


Der Kleiber hat Hunger. Hilfst du ihm, die sechs Falter auf dem Baum zu finden?

Illustration: NAJU / Ulla Baldus