Eigenes Verteilzentrum im südhessischen Lorsch
Greenfield Development baut für Alnatura eines der größten Bio-Verteilzentren Europas - Spatenstich im südhessischen Lorsch unter Mitwirkung von Ministerin Lautenschläger.
Bickenbach, 17. März 2009. Alnatura lässt in seinem 25. Jubiläumsjahr durch den Projektentwickler Greenfield Development aus Düsseldorf ein eigenes Verteilzentrum im südhessischen Lorsch errichten, um damit die Warenverteilung für das Alnatura Sortiment zu optimieren und viele Transportkilometer einzusparen. Mit der neuen Logistik kann die stetig wachsende Anzahl von Alnatura Filialen und Märkten der Handelspartner noch effizienter und umweltgerechter beliefert werden. Rund 60 Arbeitsplätze entstehen durch das Verteilzentrum.
Unter Mitwirkung der hessischen Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Silke Lautenschläger fand am heutigen Dienstag der erste Spatenstich für eines der größten Bio-Verteilzentren Europas statt. Investitionspartner und Entwickler des Logistikprojekts mit einem Volumen von 22 Millionen Euro ist die Greenfield Development GmbH aus Düsseldorf.
„Die hessischen Verbraucher wissen die Produkte von Alnatura zu schätzen, weil sie ökologisch produziert werden. Ob bei Geschmack, Sicherheit oder Transparenz, energieeffizient erzeugte und streng kontrollierte Biowaren werden vielen Anforderungen der Gesellschaft von heute besonders gerecht und verdienen unsere Unterstützung“, sagte Ministerin Lautenschläger in ihrem Grußwort.
Götz Rehn, Gründer und Geschäftsführer von Alnatura erklärte: „Sinnvoll für Mensch und Erde – dieser Unternehmensgrundsatz gilt für Alnatura bereits seit 25 Jahren. Nachhaltigkeit, ökologische Kriterien für den Bau und möglichst umweltverträgliche Transporte sind auch unser Anspruch an das neue Alnatura Verteilzentrum“.
Auf einer Grundstücksfläche von 73.000 Quadratmetern entsteht im Gewerbegebiet „Im Daubhart“ der Stadt Lorsch ein Lager mit einer Gesamtfläche von 20.800 Quadratmetern, daneben ein Bürogebäude mit einer Fläche von rund 1.400 Quadratmetern. Erweiterungsmöglichkeiten für die Zukunft sind bereits eingeplant. Alnatura hat sich bewusst für die Ansiedlung in der Stadt Lorsch entschieden, da von hier aus die effiziente Verteilung der Waren optimal gewährleistet ist. Das Verteilzentrum befindet sich in unmittelbarer Nähe der A67 und unweit der A5, wodurch eine direkte Anbindung an das bundesweite Autobahnnetz gewährleistet ist. Fertiggestellt wird das Verteilzentrum im November 2009, die Inbetriebnahme ist dann für Februar 2010 geplant.
"Die Stadt Lorsch freut sich sehr, dass die Firma Alnatura im Gewerbegebiet Daubhart einen Logistikbetrieb mit Verwaltung einrichtet. Es ist sehr positiv, dass nun bald weitere Arbeitsplätze im Daubhart geschaffen werden. Ich wünsche dem Projekt einen guten Verlauf“, so Klaus Jäger, Bürgermeister der Stadt Lorsch.
Das Gebäude wird nach ökologischen Kriterien errichtet: So besteht die besonders ästhetisch gestaltete Fassade des Gebäudes aus heimischem Lärchenholz, das den strengen Nachhaltigkeitsstandards des FSC (Forest Stewardship Council) entspricht. Ein Teich und Grünflächen mit vielen Bäumen schaffen für die Mitarbeiter ein angenehmes Arbeitsklima und gewährleisten eine natürliche Einbindung des Geländes in die Umgebung. Das komplette Dach des Verteilzentrums soll mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet werden. Geheizt bzw. gekühlt wird die Halle mit regenerativen Energien und unter Einsatz einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Eine klimafreundliche Geothermie-Anlage beheizt das angeschlossene Bürogebäude. Die weitere Energieversorgung wird ausschließlich mit Strom aus Wasserkraft geleistet. Langfristiges Ziel ist ein klimaneutraler Betrieb des Verteilzentrums.
„Wir freuen uns, dass wir mit Alnatura den idealen Partner für den von uns eingeschlagenen Weg einer Entwicklung von hochwertigen Logistikimmobilien unter ökologischen Gesichtspunkten gefunden haben. Die Eingliederung der großvolumigen Bauten in die umgebende Landschaft bzw. in das urbane Umfeld gehört für uns ebenfalls zu einer gelungenen Projektentwicklung. In Zusammenarbeit mit Alnatura und der Stadt Lorsch haben wir mit der Holzfassade für das Verteilzentrum ein Gestaltungsmittel gewählt, das dem Standort Lorsch mit seinem Weltkulturerbe Rechnung trägt“, erläuterte Jan-Gerd Bach, Geschäftsführer der Greenfield Development GmbH.
„Das Bauvorhaben von Alnatura zeigt, dass die Standortfaktoren des Kreises Bergstraße im Zentrum der beiden Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar das Unternehmen überzeugt haben. Wir freuen uns sehr über das Engagement in Lorsch und die weitere Stärkung unseres Wirtschaftsstandortes Kreis Bergstraße“, kommentierte Landrat Matthias Wilkes in seiner Ansprache. „Was wir heute feiern können, ist das Resultat der engen Zusammenarbeit und auch der gegenseitigen Sympathie, die zwischen Alnatura und der Wirtschaftsförderung Bergstraße entstanden sind“, ergänzte Dr. Carl-Christian Beckmann, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH.
Alnatura in Zahlen
Gegründet wurde Alnatura 1984 von Götz Rehn, der auch heute noch Geschäftsführer und Alleingesellschafter des Unternehmens ist. Aktuell gibt es 45 Super Natur Märkte in 32 Städten in neun Bundesländern. Alnatura hat damit die meisten Ladengeschäfte unter den Bio-Supermarkt-Filialisten in Deutschland. Unter der Marke Alnatura werden außerdem rund 870 verschiedene Bio-Lebensmittel produziert, die in den eigenen Super Natur Märkten sowie in rund 2.600 Filialen verschiedener Handelspartner in Deutschland, Österreich, Luxemburg und mehreren osteuropäischen Ländern vertrieben werden. Alnatura beschäftigt aktuell 1.200 Mitarbeiter und 106 Lehrlinge. Im Geschäftsjahr 2007/2008 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 304 Millionen Euro und damit ein Plus von 24 Prozent zum Vorjahr.
Ökologisches und gesellschaftliches Engagement
Das Motto „Sinnvoll für Mensch und Erde“ zeigt sich bei Alnatura im alltäglichen und nachhaltigen Engagement für ökologische und gesellschaftliche Projekte. Ein besonderes Anliegen ist dem Unternehmen, mehr Bauern in Deutschland für den Bio-Landbau zu gewinnen. Deshalb hat Alnatura zu seinem diesjährigen 25. Geburtstag einen Umstellungsfonds für Landwirte ins Leben gerufen: Aus diesem Fonds werden in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) Informationsveranstaltungen und betriebsindividuelle Fachberatungen für heute noch konventionell wirtschaftende Landwirte finanziert. Der Umstellungsfonds für mehr Bio-Bauern wird auch von den Alnatura Handelspartnern dm-Drogeriemarkt, tegut, Budni und Globus gefördert. Weitere Mittel stellt der gemeinnützige Verein „Alnatura hilft! e.V.“ bereit.
Des Weiteren engagiert sich Alnatura für ein ganzheitlich orientiertes Wirtschaftsstudium an der Alanus-Hochschule in Alfter bei Bonn. In diesem weltweit einzigartigen Studiengang studieren inzwischen 100 junge Menschen. Das Studium verbindet wirtschaftswissenschaftliche Inhalte mit Kunst- und Kulturwissenschaften, künstlerischen Übungen sowie Praxisphasen in ausgewählten Partnerunternehmen. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist Alnatura die Weiterentwicklung der Forschung und Wis¬senschaft im Bereich Ökologie. Deshalb fördert das Unternehmen eine Stiftungsprofessur an der Universität Kassel: den weltweit ersten Lehrstuhl für biologisch-dynamische Landwirtschaft.
Fakten zu Greenfield
Bauherr des Verteilzentrums ist die Greenfield Development GmbH, ein mittelständischer und bundesweit tätiger Projektentwickler im Bereich der Logistikimmobilien. Mit leistungsstarken Finanzpartnern werden Logistik- und Gewerbeparks in einer Größenordnung von 20.000 bis 60.000 Quadratmeter Lagerfläche realisiert. So sind in jüngster Vergangenheit beispielsweise ein Logistikpark in Vaihingen an der Enz mit 46.000 Quadratmeter Lagerfläche sowie ein Logistikpark mit 31.000 Quadratmetern im Güterverkehrszentrum Nürnberg-Hafen fertiggestellt worden.