»… Mittlerweile habe ich Sylvia Hatházy an der Strippe, die nicht nur bei dm und Budnikowsky, sondern auch beim Bio-Unternehmen Alnatura den Kessel der Theaterlokomotive aufheizt. Sie sitzt bei dm im Lenkungsausschuss von »Abenteuer Kultur«, betreut die Auszubildenden bei Budnikowsky und hat gerade bei Alnatura mit 65 Lehrlingen zum 25. Firmenjubiläum das Gilgamesch-Epos zur Aufführung gebracht. Mit einem Team von vier Mitstreitern zog man sich an die polnische Grenze zurück, um anhand des Mythos szenisch über die Hybris unserer Kultur nachzudenken. »Das Ungeheuer entsteht aus den Resten der Wegwerfgesellschaft, aus dem, was unsere Zivilisation nicht haben will«, erläutert Sylvia Hatházy ihren Regieansatz. Das Stück wurde am 3. Oktober dieses Jahres mit großem Erfolg vor 2.500 Zuschauern aufgeführt. Publikumszahlen, die man von Rockkonzerten kennt, mit denen der deutsche Schauspieler aber so gut wie nie konfrontiert wird, es sei denn, er gastiert im antiken Stadion von Epidaurus.
Für Petra Hausmann, die bei Alnatura die Organisation der Workshops und Events managt, fiel beim donnernden Applaus besonders das Statement des Firmengründers Götz Rehn ins Gewicht, der die Aufführung zum schönsten Geburtstagsgeschenk erklärte. Sie wertet das Feedback vor allem in Hinblick auf die Förderung sonst brachliegender persönlicher Potenziale als Ermunterung. Sich mittels des Theaters neu wahrzunehmen und neu zu erfinden, beschreibt sie als das primäre Ziel der Theateraktivität. Das Theater funktioniert als Mikrokosmos des Geschäftslebens, wo der Einzelne unmittelbar lernt, dass sein Engagement in eine Gesamtkomposition einfließt, von der er einen notwendigen Teil bildet. Die Koordination der Aktivitäten, wie sie für jedes Unternehmen notwendig ist, veranschaulicht das Modell Theater. …«
››› aus: Frank Raddatz: Bühne im Betrieb, erschienen in ›Theater der Zeit‹, Dezember 2009
Für Petra Hausmann, die bei Alnatura die Organisation der Workshops und Events managt, fiel beim donnernden Applaus besonders das Statement des Firmengründers Götz Rehn ins Gewicht, der die Aufführung zum schönsten Geburtstagsgeschenk erklärte. Sie wertet das Feedback vor allem in Hinblick auf die Förderung sonst brachliegender persönlicher Potenziale als Ermunterung. Sich mittels des Theaters neu wahrzunehmen und neu zu erfinden, beschreibt sie als das primäre Ziel der Theateraktivität. Das Theater funktioniert als Mikrokosmos des Geschäftslebens, wo der Einzelne unmittelbar lernt, dass sein Engagement in eine Gesamtkomposition einfließt, von der er einen notwendigen Teil bildet. Die Koordination der Aktivitäten, wie sie für jedes Unternehmen notwendig ist, veranschaulicht das Modell Theater. …«
››› aus: Frank Raddatz: Bühne im Betrieb, erschienen in ›Theater der Zeit‹, Dezember 2009







