Kohlrabi
Ob als Kochgemüse, in Suppen oder im Auflauf – Kohlrabi lässt sich gut warm genießen. Roh aber ist er unter seinesgleichen ohne Konkurrenz.
Das ist doch einmal nett! Laut Kohlrabi-Etymologie ist ausnahmsweise einmal das deutsche Wort zur Bezeichnung dieses ungewöhnlichen Kohlvertreters in andere Sprachen "übersetzt": frz. chou-rave, sp. Colrá bano und ital. Cavolo rapa. Allerdings sind es auch vornehmlich wir Deutschen, die Freude an der kugeligen Knolle haben.
Im Unterschied zu den meisten anderen Kohlfamilienmitgliedern ist es im Falle des Kohlrabi der Stängel, dessen Verdickung die Masse macht. Dafür schmeckt die Knolle dann auch nicht annähernd so streng "kohlig" wie ihre Blatt- oder Blütenkollegen: Wohlausgewogen angebaut und auf den Punkt geerntet, ist Kohlrabi feuchtzart, dezent süß und nussartig mild. Wer aber Pech hat, beißt auf Holz! Die verschiedenen Farben von Weiß über Grün und Rot bis Blau haben keinen Einfluss auf den Geschmack, wohl aber die Anbaumethode: Freilandkohlrabi schmeckt kräftiger und würziger. Was das Frischkochen betrifft: wasserarm garen, denn die Inhaltsstoffe gehen ins Kochwasser über!
Frühkohlrabi (April bis Juni) lässt sich im Kühlschrank ohne Qualitätsverluste bis zu acht Tage lagern. Junge, zarte Knollen müssen nicht geschält werden, vor allem sie eignen sich hervorragend als Salatzutat oder Rohkostsnack.