Kartoffeln - Siegeszug einer Anspruchslosen

Das Mitbringsel der spanischen Konquistadoren war nicht aus Gold. Dennoch ist die Speisekartoffel nicht zu unterschätzen.

 

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Was für eine Karriere! Als Zierpflanze mit eher bescheidenem Blütenschmuck kam sie vor gut 400 Jahren mit den spanischen Eroberern aus Südamerika nach Europa. "Tartufoli", Trüffel, tauften die Italiener die ovale Sprossknolle und begannen als Erste mit ihrem nennenswerten Anbau als Speisepflanze.

Ob es am giftigen Solanin lag, das vor allem die grünen Pflanzenteile des Nachtschattengewächses reichlich enthalten, weiß niemand - sicher ist, dass sich insbesondere Preußens Bauern noch lange gegen den erdigen Eindringling wehrten. Doch der Siegeszug der Kartoffel war unaufhaltsam. Kein Wunder, denn die robuste Knolle, die selbst auf den ärmsten Sandböden üppig gedeiht, erfreut uns auf mehr als eine Art.

Schon Kartoffeln pur, in der Schale gekocht, mit Salz und Butter oder Kräuterquark, ergeben ein schmackhaftes Gericht; geeignete Sorten und gekonnter (vor allem auch biologischer) Anbau vorausgesetzt. Oder erst die sündigen Zubereitungen wie Pommes frites, Kroketten, Chips oder Reibekuchen!

Der Handel unterscheidet festkochende und mehlige, frühe und späte Sorten in vielerlei Formen und Farben.

 

 

Tipps zur Lagerung und Zubereitung
• Kartoffeln möglichst kühl, trocken und dunkel lagern und nicht in der Folienverpackung aufbewahren.
• Bei Lagerung im Kühlschrank (unter 4 °C) entwickeln Kartoffeln einen unangenehm süßlichen Geschmack, da die enthaltene Stärke zu Zucker abgebaut wird.
• Bei Temperaturen über 8 °C wiederum keimen die Kartoffeln rasch.
• Abgedeckt mit Papier oder in Säcken gelagert, verlieren Kartoffeln weniger Feuchtigkeit – und werden nicht so schnell schrumpelig.
• Grüne Stellen und Keimansätze großzügig wegschneiden. Wegen ihres Solaningehaltes sind sie für den Verzehr nicht geeignet.