Bereits bei den Sumerern wurde der Honig vor 6.000 Jahren als Opfergabe eingesetzt. Bei Pharao Ramses II. erhielten besonders verdiente Beamte Honig als Belohnung. In Europa begann man vor 2.000 Jahren, aus Lehm und Zweigen Bienenkörbe zu flechten. Besonders hier war Honig lange sehr wertvoll, da er das einzig bekannte Süßungsmittel war.
Wie entsteht Honig?
Die Honig-Biene besucht Blüten und sammelt dort Nektar und Pollen, oder sie findet auf Blättern oder den Knospenspitzen von Nadelbäumen den Honigtau, eine zuckerhaltige Absonderung, die von Blattläusen stammt. Bereits im Honigmagen der Biene wird der Rohstoff durch Enzyme veredelt, bevor er in der Wabenzelle im Bienenstock weiter eingedickt und diese mit einem Wachsdeckel verschlossen wird. Der Imker entfernt nach der Reifung des Honigs diesen Wachsdeckel und gewinnt den Honig dann durch Schleudern. Dabei ist wichtig, dass die Temperatur nicht über 40 °C steigt, was viele Inhaltsstoffe zerstören würde. Kristallisiert Honig übrigens aus, ist dies ein Hinweis dafür, dass der Honig nicht wärmegeschädigt wurde.
Bio-Imker arbeiten gemäß den Vorschriften der EU-Öko-Verordnung. Das bedeutet unter anderem: Bio-Imker dürfen ihre Bienenstöcke nur an naturbelassenen Standorten aufstellen. Im Umkreis von drei Kilometern dürfen den Bienen nur wilde oder ökologisch angebaute Pflanzen zur Verfügung stehen. Als Baumaterial für die Bienenstöcke kommt nur natürliches Material zum Einsatz. Widerstandsfähigkeit und Gesundheit stehen bei der Auswahl und Haltung der Tiere im Vordergrund. Schädlinge wie die Varroa-Milbe werden mit natürlichen Mitteln bekämpft. Die Flügel der Bienenkönigin zu beschneiden, ist verboten, als Winterfutter der Bienen dienen Bio-Honig und etwas Bio-Zucker. Bio-Honige sind kaltgeschleudert und werden lediglich durch Filtern von Wachsresten befreit und dann abgefüllt.
An Inhaltsstoffen sind im Honig außer ca. 80 Prozent Zucker – (hauptsächlich Frucht- und Traubenzucker) auch eine Vielzahl an farbgebenden und aromatischen Substanzen enthalten. Trägt der Honig eine Sortenbezeichnung, zum Beispiel Klee, muss mehr als die Hälfte aus Nektar der bezeichneten Pflanze stammen. Da im Honig viele natürliche Stoffe enthalten sind, die ihn konservieren, ist seine Haltbarkeit praktisch unbegrenzt. Gelagert wird er am besten kühl, dunkel und luftdicht.