Hilfe für gestresste Haut

Empfindliche Haut braucht Stabilität und eine reizarme Pflege, am besten mit natürlichen Ölen.

 

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Im Job türmen sich die unerledigten Akten, in der Beziehung kriselt es, und die Kinder nörgeln in einer Tour – es gibt Phasen, da wächst uns alles über den Kopf. Und ausgerechnet jetzt reagiert auch noch die Haut empfindlich, fängt an zu jucken, bekommt rote Flecken und Unreinheiten. Eigentlich kein Wunder, denn sie signalisiert damit nur, dass der Stoffwechsel ziemlich durcheinandergeraten ist, weshalb wir buchstäblich am liebsten aus der Haut fahren würden. Auch wenn es schwerfällt, das Einzige, was jetzt hilft, ist, einen Gang runterzuschalten und zu versuchen, etwas zur Ruhe zu kommen. Gezielte Atemübungen, Yoga oder eine Tasse Tee helfen dabei.

Die Haut braucht erstmal Ruhe. Denn mit der Selbstversorgung sieht es gerade schlecht aus. Empfindliche Haut produziert zu wenig Talg, kann die Feuchtigkeit nicht speichern und hat nicht die Kraft, sich gegen Angriffe zur Wehr zu setzen. Deshalb raten Experten, im akuten Fall am besten ein paar Tage nur lauwarmes Wasser an den Teint zu lassen. Auch damit sollte man sparsam umgehen, denn häufiges Waschen oder zu heißes Baden öffnet die Poren und laugt so die Haut aus. Das schwächt die hauteigene Schutzfunktion und ermöglicht es Reizstoffen, ungehindert einzudringen.

Die richtige Pflege sollte deshalb so schonend wie möglich sein. Das heißt: am besten einen Bogen um Produkte machen, die Reizkomponenten wie Emulgatoren, Schaumbildner und vor allem Duftstoffe enthalten. Wer eine empfindliche Haut hat, sollte vor dem Kauf einer duftenden Creme oder Lotion – übrigens auch bei Schminkutensilien – unbedingt einen Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe werfen. Konservierungsstoffe gilt es ebenfalls besser zu meiden, da diese nicht nur mit möglichen Keimen, sondern auch mit der Haut ziemlich aggressiv umgehen. Vorsicht außerdem vor ätherischen Ölen, die können nämlich auch in die Haut eindringen und sie reizen.

Stattdessen eignen sich zur Reinigung eine milde Waschcreme oder eine Reinigungsmilch. Insbesondere naturkosmetische Produkte enthalten keinerlei synthetische Saubermacher (Tenside), die auslaugen. Auch Peelings sind Gift für die angegriffene Haut, denn sie machen sie nur noch dünner und greifen den Säureschutzmantel an. Was die Haut jetzt braucht, ist viel Feuchtigkeit, am besten in Form von milden Cremes und Lotionen, die das empfindliche Gleichgewicht nicht stören. Naturkosmetik mit natürlichen Ölen pflegt mit ihren Ingredienzien sanft und effektiv und gibt der Haut das zurück, was sie vermisst. Avocadoöl hilft ihr, wieder ausreichend Feuchtigkeit zu speichern, Öl aus der Calendula beruhigt irritierte Stellen, Olive und Sheabutter pflegen und machen den Teint zart und geschmeidig. Auch Nachtkerzenöl ist für empfindliche Haut geeignet. Es lindert den Juckreiz und unterstützt die Regeneration. Wer sich zusätzlich etwas Gutes tun möchte, verwöhnt sich ein- bis zweimal pro Woche mit einer Pflegemaske, die die Feuchtigkeitsdepots wieder auffüllt.

Einfach und effektiv ist eine Quarkmaske, die man obendrein ganz leicht selbst machen kann. Dazu drei Esslöffel Quark mit einer Handvoll klein gehackter Petersilie vermischen. Auf das Gesicht auftragen und nach 20 Minuten mit lauwarmem Wasser abwaschen. Akuten Juckreiz stillt ein Gesichtsdampfbad aus Kamillenblüten. Blüten in eine große Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen, kurz ziehen lassen. Ein Handtuch über den Kopf legen und das Gesicht einige Minuten über die Schüssel beugen – das beruhigt die Haut und reinigt sie zugleich. Eine Entlastung für die Haut ist es, ein paar Wochen einmal völlig auf Make-up und Cremes zu verzichten, Alkohol und Nikotin zu meiden, stattdessen viel an die frische Luft zu gehen und viel zu schlafen. Das sorgt für neuen Schwung – und macht sich auch im Teint bemerkbar.