Grapefruit
Grapefruit ist nicht »Pampelmuse«. Auch wenn beide, was ihre Verwendung betrifft, sozusagen in einen Topf geworfen werden, handelt es sich um botanisch verschiedene Arten.
Während die Pampelmuse aus dem tropischen Thailand und Malaysia stammt, ist die Grapefruit ein Kind Barbados und der Westindischen Inseln. Botaniker vermuten, dass sie das Resultat eine natürlichen Kreuzung von Orange und Pampelmuse ist - die Pampelmuse war im 17. Jahrhundert per Kolonialverkehr nach Barbados "eingereist". Die herb-fruchtige Grapefruit war nicht immer so populär wie heute. Erst der Umweg über die Plantagen Floridas verhalf ihr seit 1885 zu weltweiter, speziell auch europäischer Anerkennung.
"Grape" heißt sie, weil die Früchte einiger Sorten traubenförmig gehäuft an den immergrünen Bäumen sitzen. Mit 10 bis 15 Zentimeter im Durchmesser ist die Grapefruit deutlich kleiner als die bis zu 1,5 Kilogramm schwere Pampelmuse, der Riese unter den Zitrusfrüchten. Das saftige Fruchtfleisch ist hellgelb, rosa oder tiefrot, bei den neueren Züchtungen zumeist kernlos, und besitzt je nach Sorte einen feinen bis ausgeprägten Bitterstoffanteil.
Die Grapefruit ist ein beliebter Genuss zum Frühstück - Frucht halbieren, nach Belieben mit Zucker oder Honig süßen und das Fruchtfleisch herauslöffeln. Daneben macht sie sich auch gut im Obstsalat oder in selbstgemachter Konfitüre.