Gluten ist in Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste, Grünkern, Emmer, Einkorn, Kamut® und in Hafer und damit in vielen unserer Grundnahrungsmittel enthalten. Ebenso versteckt es sich in zahlreichen verarbeiteten Lebensmitteln wie Frikadellen, Eis oder Suppen.
Bei Menschen mit Glutenunverträglichkeit verursacht das Eiweiß eine Entzündung und Schädigung der Dünndarmschleimhaut. Die Funktion des Darmes wird eingeschränkt und Nährstoffe können nicht mehr in ausreichendem Umfang resorbiert werden. Dies kann im Verlauf der Erkrankung zu Mangelerscheinungen führen. Tritt die Glutenunverträglichkeit bereits im Säuglings- oder Kleinkindalter auf, spricht man von Zöliakie. Erkrankt ein Erwachsener, wird die Krankheit Sprue genannt. Zöliakie beziehungsweise Sprue ist chronisch und besteht ein Leben lang. Bei der Entstehung spielen vor allem erbliche Faktoren eine Rolle, aber auch Infektionen und Umweltfaktoren. Betroffene müssen glutenhaltige Getreidesorten radikal von ihrem Speiseplan verbannen.
Noch vor einigen Jahren war es gar nicht so einfach, Alternativen für geliebte Lebensmittel – Müsli, Brot, Nudeln, Kekse – zu finden. Mittlerweile gibt es eine große Zahl glutenfreier Produkte und ein Angebot für jeden Geschmack. Die Hersteller glutenfreier Lebensmittel vollbringen echte Meisterwerke. Denn: Es ist gar nicht so leicht, leckere Speisen ohne Gluten zuzubereiten. Auf andere, glutenfreie Getreidesorten oder getreideähnliche Zutaten auszuweichen, geht nicht eben mal so. Man benötigt viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl, um beispielsweise aus Buchweizen oder Hirse ein leckeres Brot zu backen oder aus Maismehl eine geschmackvolle Pasta herzustellen.
Außerdem verlangt es dem Produktionsprozess ein aufwendiges Sicherungssystem ab: Bereits geringe Mengen Gluten schädigen bei Zöliakie- und Sprue-Patienten den Dünndarm und können zu Beschwerden führen. Deswegen dürfen Lebensmittel, die als »glutenfrei« ausgezeichnet sind, maximal 20 Milligramm des Eiweißes pro Kilogramm enthalten. Um Verunreinigungen zu vermeiden, nehmen die Hersteller glutenfreier Produkte einen erheblichen organisatorischen Aufwand auf sich. Das beginnt bei zusätzlichen Reinigungsschritten und zieht sich über eine streng von glutenhaltigen Lebensmitteln getrennte Lagerung der Zutaten bis hin zu einer Verarbeitung auf gesonderten Anlagen.
Garantiert glutenfreie Produkte erkennt man an dem Symbol der Deutschen Zöliakie Gesellschaft e. V. (DZG): eine durchgestrichene Ähre. Ein umfangreiches Sortiment bilden beispielsweise die Alnavit »Frei von Gluten«-Produkte. Sie enthalten entsprechend den gesetzlichen Vorschriften sowie den Richtlinien der DZG höchstens 20 ppm (engl.: parts per million, entspricht 20 Milligramm pro Kilogramm) Gluten. Die Rezepturen basieren überwiegend auf den glutenfreien Rohstoffen Mais, Reis, Buchweizen, Lupine und Hirse und stammen aus kontrolliert biologischem Anbau.
Das Alnavit Schoko-Müsli zum Beispiel enthält eine knusprige Mischung aus Cornflakes (Maisflakes), Puffreis und Reisflocken. Tropfen von Vollmilch-, Zartbitter- und weißer Schokolade sorgen für den vollmundig-süßen Geschmack, den man von einem Schoko-Müsli erwartet. Sonnenblumenkerne, Sesam und Leinsaat verleihen dem Rustikalen Knäckebrot von Alnavit einen aromatischen, leicht nussigen Geschmack. Auch die Alnavit Knusperbrote kommen ganz ohne glutenhaltige Getreide aus: Mais-, Reis- und Buchweizenmehl findet man stattdessen auf der Zutatenliste. Süßmäuler müssen ebensowenig auf ihr Vergnügen verzichten: Von Fruchtriegeln über Kekse bis zu Feingebäck gibt es einige glutenfreie Spezialitäten. Etwa die Alnavit Mandelhörnchen mit Marzipan, Mandelblättchen und Zartbitterschokolade können es locker mit ihren glutenhaltigen Pendants aufnehmen.
Informationen zu den Alnavit Produkten unter
http://www.alnavit.de/Informationen zur Deutschen Zöliakie Gesellschaft e. V. unter
http://www.dzg-online.de