Getreide

Ob Bratling, Suppe, Salat oder Auflauf - Getreide bietet mit Grünkern, Hirse und Co. eine Vielzahl an Zubereitungsmöglichkeiten in der Küche. Die wichtigsten Sorten stellen wir Ihnen hier vor.

 

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Ob volles Korn, als Grieß, Schrot, Kleie oder Mehl oder als kernige Flocken – Getreide ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Ernährung. Beim Anbau von Getreide in ökologischer Landwirtschaft werden keine organo-synthetischen Agrochemikalien verwendet.

Buchweizen

Der Buchweizen ist streng genommen kein Getreide, sondern ein Knöterichgewächs, welches in der Küche wie Getreide verwendet wird. Der heute in Russland und China noch weit verbreitete Buchweizen stammt ursprünglich aus Zentralasien. Buchweizenmehl wird gerne zum Backen von Fladen und Eierpfannkuchen benutzt.

Dinkel und Grünkern

Dinkel ist eine Urform des Weizens. Das einst im ganzen nördlichen Europa angebaute Getreide geriet in Vergessenheit, da es wegen seiner festen Spelzen aufwendiger in der Verarbeitung ist als zum Beispiel der ertragssichere Weizen. Dinkel hat einen herzhaft nussigen Geschmack und wird (in Form von ganzen Körnern oder geschrotet) zur Zubereitung von Bratlingen, Klößen, Getreidesalaten, Aufläufen und Suppen verwendet. Dinkel eignet sich auch sehr gut zur Herstellung von Brot, Backwaren und Nudeln.

Grünkern ist unreif geernteter Dinkel. Die noch saftigen Körner werden einige Stunden über Buchenholzfeuer bei 120 bis 140 Grad Celsius gedarrt und erhalten so ihre typische grüne Farbe und einen würzig-rauchigen Geschmack. Beliebt sind mit Grünkernschrot zubereitete Bratlinge und die Grünkernsuppe.

Gerste

Die sehr anpassungsfähige Gerste gedeiht auch in den unwirtlichen Gegenden unserer Erde. Neben dem Weizen ist sie das älteste Getreide der Menschheit. Heute wird ein Großteil der angebauten Gerste als Malz zur Herstellung von Bier und Whisky genutzt. Verwendung findet die Gerste auch in Müslimischungen, als Grütze zur Zubereitung von Brei und als Gerstengraupe (das geschliffene und polierte Korn) für Suppen.

Hafer


Ursprünglich kam der Hafer als Unkraut in Gerste oder Einkorn zu uns. Hafer enthält mehr Fett als andere Getreide. Um Haferflocken herzustellen, wird der Hafer erst gedämpft und dann gewalzt. Das Dämpfen macht die Flocken haltbar. Vor dem Walzen in Stücke geschnittene Haferkerne ergeben feinblättrige Flocken, die sich zum Beispiel gut als Zutat für Gebäck oder Auflauf eignen und auch in der Babykost sehr beliebt sind. Für das traditionelle britische Porridge benötigt man besonders zarte („zartschmelzende“) Flocken. Großblättrige Flocken wiederum sind das Kernstück vieler Müslimischungen.

Hirse


Hirse liebt Wärme, wächst schnell und verträgt auch trockene und magere Böden. Sie wird vor allem in Afrika und Asien angebaut. Bis ins Mittelalter war sie bei uns eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Hirse kann wie Reis als Beilage gekocht werden. Achtung, sie nimmt die Flüssigkeit sehr schnell auf! Hirseflocken werden gerne als Brei zubereitet. Hirseflocken sollte man nach Anbruch gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren, denn sie werden bei Luftzufuhr oder Wärme schnell ranzig.

Roggen

Der winterharte Roggen wächst mit seinen tiefreichenden Wurzeln auch dort, wo Weizen keine guten Erträge mehr bringt. Über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht, kann Roggen wie Reis als Beilage gekocht werden. Roggenflocken eignen sich für Müsli oder Brei. Roggen ist ein wichtiges Brotgetreide. Als Backtriebmittel reicht Hefe hier jedoch nicht aus, deshalb wird Sauerteig verwendet. Roggenbrot trocknet langsamer aus als Weizenbrot, kann also länger aufbewahrt werden.

Weizen

Die Wildarten des Kulturweizens sind in Kleinasien beheimatet. Man unterscheidet Weich- und Hartweizen. Hartweizen wird zu Teigwaren verarbeitet (sogenannter Nudelweizen). Weichweizen ist das wichtigste Brotgetreide. Weizen kann, einige Stunden in kaltem Wasser eingeweicht, als Beilage gekocht oder für Getreidesalat verwendet werden. Bulgur und Couscous sind besondere Zubereitungsformen des Weizens. Die Körner werden geschrotet,
gedämpft und wieder getrocknet. Sie sind innerhalb von 10 bis 15 Minuten gar und eignen sich daher hervorragend für die schnelle Küche.