Häufige Fragen: Produkte

Rund 1.000 Produkte umfasst das Alnatura Sortiment mittlerweile. Immer wieder erreichen uns ähnliche Fragen unserer Kunden, auf die Sie hier eine Antwort finden. Es handelt sich um eine Auswahl, die natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat.

 

Acrylamid – was ist das und welche Empfehlungen gibt es?
 

 

Was ist das und wie entsteht es?

Acrylamid entsteht im Zuge der sogenannten „Bräunungsreaktion“, wenn stärkehaltige Lebensmittel gebraten oder gebacken, frittiert oder geröstet werden. Insbesondere in Getreide und Kartoffeln befinden sich natürlicherweise die Bausteine, die für die Entstehung von Acrylamid entscheidend sind: bestimmte Zucker und Eiweißbausteine. Weitere begünstigende Faktoren sind eine lange Erhitzungsdauer und ein niedriger Wassergehalt des Lebensmittels.

Warum wird Acrylamid kritisch geschehen?

Acrylamid ist möglicherweise krebserregend und erbgutschädigend, jedoch beruht diese Erkenntnis auf Tierversuchen. Derzeit wird noch geforscht, wie die gesundheitlichen Auswirkungen auf den Menschen tatsächlich sind.

Welche Empfehlungen gibt es?

Da die mögliche Gesundheitsgefahr noch nicht umfassend geklärt ist, sollte vorsorglich auf eine geringe Acrylamidaufnahme geachtet werden. Das Grundprinzip: Je intensiver ein stärkehaltiges Lebensmittel bei der Zubereitung gebräunt wird, desto mehr Acrylamid entsteht. Daher wird empfohlen, die Lebensmittel zu „vergolden“, statt zu „verkohlen“, also möglichst schonend anzubraten, nicht zu stark zu frittieren usw. So enthalten Bratkartoffeln aus gekochten Kartoffeln beispielsweise in der Regel weniger Acrylamid als solche aus rohen, weil sie viel kürzer gebraten werden müssen.

Im Sinne des vorsorglichen Verbraucherschutzes hat die EU für Lebensmittelhersteller Richtwerte für verschiedene Lebensmittelgruppen festgelegt. An diesen orientieren sich die Hersteller, um den Acrylamidgehalte in Lebensmittel im Rahmen der Möglichkeiten weiter zu senken.

Ernährungswissenschaftler empfehlen zur Reduzierung von Acrylamid in der Nahrung nicht, bestimmte Speisen gänzlich zu meiden. Sie verweisen vielmehr darauf, dass eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung, die vor allem reichlich frisches Obst und Gemüse enthält, weiterhin in jeder Hinsicht empfehlenswert ist.
Agavendicksaft und Ahornsirup - wie hoch ist ihre Süßkraft?
 

 

Agavendicksaft hat aufgrund des hohen Fructosegehaltes eine höhere Süßkraft als raffinierter Zucker (100 g Dicksaft entsprechen etwa 125-150 g Zucker). Zudem kann Fructose vom menschlichen Körper schneller aufgenommen werden als raffinierter Zucker.

Die Süßkraft von Ahornsirup liegt bei etwa 60-65 % von weißem Haushaltszucker.
Ahornsirup - was bedeuten Grad A und Grad C?
 

 

Die Qualität von Ahornsirup wird in verschiedenen Graden angegeben. Den hellen Ahornsirup, der in den ersten zwei Wochen der Ernteperiode gewonnen wird, bezeichnet man als Grad A. Er hat ein mildes Aroma und die typische Bernsteinfarbe. Mit Grad C bezeichnet man den dunklen Ahornsirup, der etwas später geerntet wird. Dieser ist kräftiger und karamellartiger im Geschmack und tendiert in der Farbe eher zu einem Rotbraun.

Es gibt übrigens auch Ahornsirup Grad F; dieser wird allerdings nicht für die menschliche Ernährung, sondern zum Aromatisieren von Pfeifentabak verwendet.

Ahornsirup wird aufwändig aus dem Saft des Zuckerahorns gewonnen und ist ein edles Produkt. Der Zuckerahorn ist ein Baum, der in Nordamerika mit Schwerpunkt Kanada beheimatet ist. Seine handförmig gelappten Blätter sind das Staatssymbol Kanadas.

Die Ernte des Ahornsaftes findet nur im Frühjahr statt. Ahornbäume, die mindestens 40 Jahre alt sind, werden etwa einen Monat lang angezapft. In dieser Zeit können zwischen 20 und 70 Liter Ahornsaft gesammelt werden, die dann später zu Ahornsirup eingekocht werden. Die Jahresausbeute eines Baumes beträgt im Durchschnitt 1-2 Liter des kostbaren Sirups.
Amaranth - was ist das?
 

 

Amaranth ist eine alte Kulturpflanze der Inka und Azteken in Südamerika. Er galt bei ihnen als heilige, das Leben verlängernde, Pflanze. Auch heute noch wird Amaranth in Mexiko und Südamerika angebaut.

Botanisch gesehen gehört Amaranth zu der Familie der Fuchsschwanzgewächse. Die gelblichen Samenkörner des Amaranth haben einen nussigen Geschmack. Amaranth ist reich an Mineralstoffen (Calicum, Magnesium und Eisen), Ballaststoffen, Vitaminen (E, B-Gruppe) und hochwertigem Eiweiß (Lysin und Methionin). Das Öl im Samen besteht zu 70 % aus ungesättigten Fettsäuren. Amaranth enthält kein Gluten und ist daher auch geeignet für Menschen mit Zöliakie. Gemahlener Amaranth eignet sich gemischt mit Weizen oder Dinkel zum Backen, die Körner können auch gekocht als Beilage oder gepufft als Müslizutat verwendet werden.
Apfelessig - warum enthält er manchmal braune Schlieren?
 

 

Zur Herstellung von Essig nutzt man die Fähigkeit bestimmter Bakterien, Alkohol in Verbindung mit viel Sauerstoff in Essigsäure zu verwandeln. Bräunliche "Fäden" oder flächige Zusammenlagerungen, die sich mit der Zeit in der Flasche bilden können, stellen keinen Qualitätsmangel dar. Im Gegenteil, sie sind ein Zeichen für die besondere Qualität und die Naturbelassenheit des Produktes. Es handelt sich hierbei um die so genannte "Essigmutter", die vorwiegend aus Essigsäurebakterien besteht. Trotz ihres etwas ungewohnten Aussehens ist die Essigmutter vollkommen harmlos und kann ohne Bedenken mitverzehrt werden. Der Alnatura Apfelessig trägt übrigens kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Er ist durch einen Säuregehalt von 5 % auf natürliche Weise konserviert und praktisch unbegrenzt haltbar.
Backhefe - wie wird sie verwendet?
 

 

Bei der Alnatura Backhefe handelt es sich um eine Trockenhefe ohne den Zusatz von Emulgatoren. Eine emulgatorfreien Hefe kann wie eine handelsübliche Hefe verwendet werden. Das optimalste Ergebnis erziehlt man jedoch, wenn man den Teig wie beim klassischen Hefewürfel zunächst mit einem Vorteig zum Gehen bringt. Erst in der zweiten Stufe der Teigbearbeitung sollten Fett und Salz hinzugefügt werden.
Backhefe - wie wirkt sie?
 

 

Die Alnatura Backhefe enthält die Hefekultur Saccharomyces cerevisiae. Die Hefestämme haben ein ausgeprägtes Gärvermögen. Sie spalten Kohlenhydrate enzymatisch in Ethanol (Alkohol), der geschmacklich nicht zum Tragen kommt, und Kohlendioxid. Hierdurch wird der Teig gelockert und geht auf.
Basmatireis – was ist das?
 

 

Basmati - aus dem Hindi übersetzt „Königin der Düfte“ - zählt zu den Duftreissorten. Er ist als Vollkorn- oder geschliffener Reis erhältlich. Angebaut wird er in den Bergen, vornehmlich im Himalajagebiet.

Basmatireis zeichnet sich durch seinen oft als intensiv und besonders aromatisch beschriebenen, nussartigen Duft aus, der sich auch beim Kochen noch weiter entwickeln kann und sich dann oft im ganzen Raum ausbreitet.

Direkt nach der Ernte hat der Basmatireis einen frischen, grasigen Geruch. Laut Experten reift er danach noch weiter: Das Aroma verändert sich im Laufe der Zeit bis hin zu intensiv nussig, was gelegentlich als ungewohnt empfunden werden kann - insbesondere direkt nach dem Öffnen einer fest verschlossenen Packung, wenn der Reis noch nicht atmen konnte.

Reis sollte generell nicht neben geruchsintensiven Speisen (wie Kaffee, Gewürzen, Tee, Schokolade) gelagert werden, da er sonst deren Geruch annehmen kann.

Basmatireis passt als Beilage zu vielen, besonders zu würzigen, orientalischen Gerichten.

Bestrahlung - werden die Alnatura Kräuter und Gewürze durch Bestrahlung haltbar gemacht?
 

 

Die Kräuter und Gewürze in Alnatura-Produkte werden nicht bestrahlt, ionisierende Strahlung ist bei der Herstellung von Öko-Produkten verboten. Die Kräuter und Gewürze werden ausschließlich durch Trocknung haltbar gemacht.
Bourbon-Vanilleschoten – Warum haben sie einen zarten weißen Belag?
 

 

Die Vanilleschote, die „Königin der Gewürze“, ist die Frucht der gelbblühenden Orchidee Vanille. Eine der vielen aromagebenden Komponenten der Vanilleschote ist das Vanillin. Es kann beim Trocknen in Form kleiner weißer „Nadeln“ auskristallisieren. So entsteht der typische feine Belag, der ein besonderes Merkmal der Bourbon-Vanilleschoten darstellt.
Buchweizen - warum kommt er aus China?
 

 

Alnatura bietet Bio-Lebensmittel in verlässlicher Bio-Qualität an. Im Vordergrund steht die Zuverlässigkeit der Erzeuger bezüglich des konsequenten ökologischen Landbaues.

Soweit möglich bevorzugen wir bei der Auswahl unserer Produkte heimische bzw. europäische Ware. Allerdings sind nicht immer die von uns benötigten Mengen in der benötigten Qualität verfügbar. In Europa gibt es, abgesehen von Weißrussland, keinen nennenswerten Anbau mehr von Bio-Buchweizen. Leider ist der Boden dieser Länder noch immer von den Folgen von Tschernobyl betroffen, so dass die Agrarprodukte zum Teil noch belastet sind. Buchweizens kommt ursprünglich aus Asien und wird heute auch in den USA und Kanada angebaut.

Unser Herstellerpartner bezieht den Buchweizen von einem Lieferanten, der mehrmals im Jahr vor Ort in China ist und die Bauern beim Anbau berät und betreut. Der Buchweizen kommt aus der Provinz Anhui, aus der Nähe von Felheji und Fujian. Diese Gegend ist landwirtschaftlich geprägt (die Provinz Anhui ist berühmt für ihre schöne Bergwelt), in den Tälern wird dort, neben Reis auf den etwas höher gelegenen, magereren Flächen, traditionell Buchweizen angebaut. Nach der Ernte wird der Buchweizen gereinigt, in Säcken bei den landwirtschaftlichen Sammelstellen direkt in verplombte Container verladen und dann per LKW an einen Hafen gefahren. Dort erfolgt die Verladung auf Seeschiffe, die die Ware direkt nach Hamburg transportieren.

Bio-Ware, die aus einem Drittland in die Europäische Union eingeführt wird, muss den Anforderungen der EG-Öko-Verordnung genügen. Das bedeutet, die Ware muss nach gleichwertigen Regeln erzeugt und nach einem gleichwertigen Kontrollverfahren kontrolliert worden sein.  Die Kontrolle erfolgt vor Ort und wird von international akkreditierten Zertifizierungsorganisationen (wie z.B. Skal, Ecocert, IMO) durchgeführt. Die Bauern, ihre Zulieferanten (für Saatgut etc.) und die Flächen werden kontrolliert. Zusätzlich lassen wir, wie auch unser Hersteller, die Ware z. B. auf Rückstände analysieren.
Bulgur - was ist das?
 

 

Bulgur ist eine Weizengrütze. Für die Herstellung werden die Randschichten des Korns zum Teil entfernt. Danach wird der Vollkornhartweizen gegart, luftgetrocknet und dann grob zerkleinert. Bio-Bulgur wird nicht mit Natronlauge gebleicht, wie es bei den hellen, konventionellen Bulgursorten oft der Fall ist. Beim Bulgur handelt es sich um kein ausgemahlenes Produkt, der Keimling ist weitestgehend erhalten. Da aber ein Teil der Randschichten entfernt wurde, kann nur bedingt von einem Vollkornprodukt gesprochen werden.
Carrageen – Warum verzichtet Alnatura auf die Verwendung des Verdickungsmittels?
 

 

Carrageen ist ein für die Verwendung in Bio-Lebensmitteln zugelassener Zusatzstoff (E 407), der aus Rotalgen gewonnen wird. Einsatz findet der Mehrfachzucker als Gelier- und Verdickungsmittel, zum Beispiel in Milchprodukten und Desserts.

Die physiologische Wirkung von Carrageen ist nach derzeitigem Kenntnisstand umstritten: Zwar handelt es sich um einen Ballaststoff, der vom Körper nicht aufgenommen, sondern nahezu unverändert ausgeschieden wird. In Tierversuchen konnte bei großen Aufnahmemengen jedoch eine Beeinflussung des Immunsystems nachgewiesen werden.

Grundsätzlich möchte Alnatura so wenig Zusatzstoffe wie möglich verwenden. Aus Gründen des Produktschutzes, der Konsistenz oder Produktionstechnik ist dies jedoch nicht immer möglich. Carrageen wird in Alnatura Produkten nicht verwendet.

Es war für unseren Herstellerpartner eine besondere Herausforderung, die Alnatura Soja-Desserts ohne Carrageen zu entwickeln.
Couscous - was ist das?
 

 

Couscous ist eine Spezialität Nordafrikas und dort ein Grundnahrungsmittel. Es handelt sich um vorgegarten und getrockneten, groben Hartweizengrieß. Die traditionelle Zubereitung ist recht aufwändig: Der Grieß muss eingeweicht und dann in einem speziellen Topf, der so genannten Couscousière, mehrfach über heißem Dampf gegart werden.

Es geht aber auch einfacher. Alnatura Couscous ist als Instantprodukt schnell zubereitet: 1 Tasse Couscous mit 1,5 Tassen Salzwasser oder Brühe übergießen und etwa 10 Minuten ausquellen lassen. Mit der Gabel auflockern und etwas Butter oder Olivenöl zufügen. Blitzschnell ist eine köstliche Beilage fertig. Außerdem eignet sich Couscous zum Füllen von Gemüse, als Salatgrundlage, z. B. für Taboulé, als Suppeneinlage und für Süßspeisen.
Delikatess Mayonnaise – Wie wird das Sonnenblumenöl verarbeitet?
 

 

Das Sonnenblumenöl für unsere Delikatess Mayonnaise wird aus ökologisch angebauten Sonnenblumenkernen schonend und nur mit mechanischen Verfahren gepresst und anschließend sowohl desodoriert als auch winterisiert, sodass es einen weitgehend neutralen Geschmack aufweist und sich harmonisch in die Rezeptur der Mayonnaise einfügt.


Desodorierung: Das Öl wird unter Druck mit Wasserdampf versetzt, um unerwünschte Geschmacks- und Geruchsstoffe zu entfernen und das Öl stabiler zu machen.

Winterisation: Das Öl wird auf etwa 8 °C heruntergekühlt und bei dieser Temperatur filtriert. Mit diesem schonenden Prozess wird verhindert, dass das Öl bei tiefen Temperaturen trüb wird.

Diabetikerprodukte - warum gibt es im Alnatura Super Natur Markt keine?
 

 

Spezielle Lebensmittel für Diabetiker mit bestimmten Zusatzstoffen, beispielsweise synthetischen Zuckerersatzstoffen, sind aus rechtlichen Gründen als Bio-Produkt nicht möglich. Bio-Lebensmittel sind aber meist wenig verarbeitet, also vollwertig, und sparsam gesüßt. Dadurch sind sie in der Regel auch für Diabetiker gut verträglich. Viele Bio-Lebensmittel erhalten ihre Süße zudem durch fruchtzuckerreiche Zutaten wie Agavendicksaft, die für Diabetiker geeignet sind. In Rohrzucker und Rübensirup liegt Zucker nicht isoliert, sondern kombiniert mit Mineralstoffen und Vitaminen vor, die den Zuckerstoffwechsel günstig beeinflussen können.
Direktsaft - was unterscheidet ihn von Saft aus Konzentrat?
 

 

Direktsäfte werden im Ursprungsland ohne Verdünnung oder Zuckerzusatz aus den Früchten oder Gemüsen gepresst. Damit keine Gärung des Saftes stattfindet, wird er pasteurisiert, also für einige Sekunden auf eine Temperatur von bis zu 85 °C erhitzt, und anschließend abgefüllt. Da Direktsäfte nicht geklärt, geschönt oder mit Stabilisatoren versetzt werden, sind sie naturtrüb, die wertgebenden Stoffe der Ausgangsfrucht bleiben weitestgehend erhalten. Direktsäfte sind bei Bio-Lebensmitteln üblich, auch wenn dies nicht auf allen Verpackungen deutlich sichtbar ausgelobt wird.

Säfte aus Konzentrat werden bei konventionellen Qualitäten oft angeboten. Diese werden ebenfalls im Ursprungsland gepresst. Anschließend wird der Saft zu Konzentrat eingedampft, ins Abfüllland verschifft und dort mit Wasser wieder aufgefüllt. Nachteil ist, dass durch den zusätzlichen Verarbeitungsschritt das Aroma leidet und wertvolle Inhaltsstoffe teilweise verloren gehen. Auch dieser Saft darf als Obstsaft aus 100 % Frucht deklariert sein, allerdings mit dem Hinweis "aus Fruchtsaftkonzentrat". Es lohnt also ein genauer Blick auf die Verpackung.
Distelöl - was ist das?
 

 

Distelöl wird aus den Samen der Färberdistel gewonnen, die u.a. in Australien gedeiht. Distelöl ist reich an Linolsäure und empfehlenswert bei erhöhtem Cholesterinspiegel. Zum Braten ist das native Alnatura Distelöl mit seinem hohen Anteil an hitzeempfindlichen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren wenig geeignet. Optimale Verwendung findet Distelöl dagegen in Salaten und kalten Speisen.
Eier - Legehennenhaltung
 

 

Fragen und Antworten zum Thema Bio-Eier und Legehennenhaltung mehr
Eier - Tipps und Wissenswertes
 

 

Etwa drei Tage nach dem Legen entfalten Eier ihr volles Aroma und schmecken bis circa 14 Tage nach dem Legedatum am besten. Als Zutat beim Backen oder Kochen sind Eier auch danach noch geeignet.

Wie leicht sich ein gekochtes Ei pellen lässt, ist altersabhängig: Legefrische Eier lassen sich schlechter schälen, unabhängig davon, ob sie abgeschreckt wurden oder nicht.

Nach circa vier bis fünf Minuten ist das Eiklar fest, der gesamte Dotter flüssig, nach sechs bis sieben Minuten ist nur noch der Dotterkern weich. Hart gekocht ist das Ei nach etwa zehn Minuten. Bei kleineren Eiern werden 30 Sekunden von der Kochzeit abgezogen, bei größeren Eiern rechnet man 30 Sekunden hinzu.

Spült man das Ei nach dem Kochen unter fließend kaltem Wasser ab (Abschrecken), gart es nicht weiter und die gewünschte Konsistenz bleibt bis zum Verzehr erhalten.
Eier – Wie lagere ich sie zu Hause am besten, und woran erkenne ich, ob sie noch frisch sind?
 

 

Frische Eier sind sehr empfindlich und leicht verderblich. Nach dem Kauf lagert man sie zu Hause am besten im Kühlschrank - das bremst die Vermehrung von Keimen, insbesondere von Salmonellen. Extreme Temperaturschwankungen verkürzen die Haltbarkeit. Am besten die Eier nicht zusammen mit stark riechenden Lebensmitteln aufbewahren, da sie deren Gerüche leicht annehmen – ein guter Platz ist das möglichst abgeschlossene Eierfach des Kühlschranks.

Für Speisen mit rohen Eiern wie Tiramisu besser nur ganz frische Eier verwenden. Bei abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum sollte man Eier allenfalls noch durchgegart verzehren.

Ob ein Ei noch frisch ist, können Sie mit einem einfachen Test überprüfen: Bei älteren Eiern ist die Luftkammer am stumpfen Ende größer, das Eiklar wässriger. Beim vorsichtigen Schütteln macht sich das durch ein glucksendes Geräusch bemerkbar. Möchten Sie das Ei nicht kochen, sondern aufgeschlagen verarbeiten, können Sie den Frischegrad noch leichter erkennen: Je frischer das Ei, desto gelartiger und fester ist der Eiklarring um den Dotter und umso stärker gewölbt das Gelb.
Etiketten - warum lassen sich die Etiketten von Glasverpackungen so schwer lösen? Wie lassen sie sich am besten ablösen?
 

 

Die Kleber für die Etiketten sind sehr unterschiedlich, ebenso die Techniken und Hilfsmittel um diese abzulösen.

Grundsätzlich ist es nicht von Vorteil, wenn Etiketten sich zu leicht ablösen lassen, sonst würden diese bei Kontakt mit Wasser, Hitze oder einer hohen Luftfeuchtigkeit im Kühlschrank nicht mehr haften. Dies sollte jedoch gewährleistet sein, damit dem Verbraucher die Informationen zu dem Produkt jederzeit zur Verfügung stehen.

Gerne geben wir ein paar Tipps zum Ablösen von Etiketten z. B. auf Glas:
  • Einweichen in Seifenlauge und die Reste mit Spiritus, Öl oder Scheuerschwamm entfernen.
  • Alte Aufkleber oder Etiketten lösen Sie leichter, wenn Sie diese mit einem Föhn erhitzen. Föhn dabei nicht zu nahe oder zu lange auf eine Stelle halten. Reste mit Öl oder Spiritus entfernen.
Feigen - warum können sie Schwarzschimmel enthalten?
 

 

Ein gelegentlich bei Feigen auftretendes Problem ist Schwarzschimmel. Er betrifft das Innere der Frucht. Oberflächenschimmel kann man bei getrockneten Feigen unter UV-Licht erkennen und betroffene Früchte aussortieren, bei Schwarzschimmel funktioniert dieses Verfahren nicht. Schwarzschimmel im Inneren der Frucht kann insbesondere bei Bio-Feigen auftreten, weil im ökologischen Landbau der Einsatz von Fungiziden und Insektiziden verboten ist. Schwarzschimmel kann entstehen, wenn Insekten die reifende Frucht anstechen, um an den Fruchtzucker zu gelangen. Durch die geöffnete Fruchtschale können Schimmelsporen eindringen. Nach dem Trocknen sind die Anstichstellen nur schwer sichtbar, so dass der Befall kaum festgestellt werden kann. Selbst bei großer Sorgfalt ist es daher nicht auszuschließen, dass bei Öko-Feigen einzelne Früchte befallen sein können. Wir empfehlen daher, jede Feige vor dem Genuss zu öffnen.
Frühlingstee - warum enthält er Blätter mit weißfilziger Behaarung?
 

 

Ein Teil der Blätter beim Alnatura Frühlingstee weist eine weißfilzige Behaarung auf, die auf den ersten Blick für Schimmel oder einen anderen Qualitätmangel gehalten werden könnten. Es handelt sich hierbei um Teile von Himbeerblättern, die naturgemäß an der Unterseite eine feine weiße Behaarung aufweisen.
Gefriergetrocknet - was bedeutet das?
 

 

Die Gefriertrocknung ist ein technisches Verfahren zum Trocknen von Kräutern und Früchten. Zuerst wird das Pro dukt tiefgefroren und anschließend in eine Vakuumkammer gegeben, in der das Produkt mindestens sechs Millibar Unterdruck ausgesetzt ist. Durch den erzeugten Unterdruck verdampft das gefrorene Wasser, ohne in den flüssigen Zustand überzugehen. Dieser Prozess wirkt sich sehr schonend auf Geschmack, Farbe sowie Inhaltsstoffe aus. Gefriergetrocknete Früchte sind z.B. im Alnatura Beeren-Müsli enthalten.
Gemüsesäfte - was bedeutet der Hinweis "milchsauer vergoren"?
 

 

Für milchsauer vergorene Gemüsesäfte werden bestimmte Bakterienkulturen (sog. Lactobacillen) eingesetzt, die bis zu 90 Prozent rechtsdrehende L(+)-Milchsäure bilden. Zur Haltbarmachung werden Gemüsesäfte pasteurisiert, die Milchsäure nimmt dadurch jedoch keinen Schaden, denn sie hat sich bereits vorher gebildet.

Milchsauer vergorene Säfte zeichnen sich durch einen milden, säuerlich-frischen Geschmack aus.
Getreide - welche Sorten verwendet Alnatura?
 

 

Für Dinkelgetreide, Dinkelmehl und Dinkelerzeugnisse wie Dinkelsticks und Salzbrezeln werden ausschließlich alte Dinkelsorten ohne Einkreuzung von Weizen verwendet, wie beispielsweise "Bauländer Spelz", "Schwabenkorn", "Oberkulmer Rotkorn", "Ostro", "Ebners Rotkorn". Bei den Kräckern kommen manchmal auch Sorten jüngeren Ursrpungs zum Einsatz.

Für Weizen werden hauptsächlich die Sorten "Ökostar", "Bussard", "Ludwig", "Capo", "Jubiliana", "Frini", "Pollux", und "Wenga" verwendet, beim Hafer die Weißhafersorten "Tomba", Freddy", "Kaplan" und "Leo".

Für Alnatura Roggen und Roggenmehle werden nur so genannte Populations- und keine Hybridsorten verwendet. Populationssorten wurden auf klassischem Wege gezüchtet. Sie sind im Gegensatz zu den Hybridsorten vermehrungsfähig und können vom Landwirt nachgebaut werden.

Für die Hybridsortenzüchtung werden biotechnische Methoden (keine Gentechnik!) eingesetzt. Im ökologischen Landbau spielen Hybridsorten eine untergeordnete Rolle, sind aber zugelassen. Bisher hat sich unter den Anbau-Verbänden nur Demeter entschieden, kein Hybridsaatgut anzubauen.
Getreide - wie lagert man Korn und die Produkte daraus?
 

 

Schadinsekten wie Kornkäfer oder Schimmelpilze lieben feuchte, warme Getreidekörner oder Getreideprodukte. Deshalb ist es grundsätzlich sinnvoll, Getreide luftdicht, kühl und trocken zu lagern und regelmäßig auf Schädlingsbefall zu überprüfen. Optimal ist eine Lagertemperatur von etwa 12° C. Der Kühlschrank ist dafür ungeeignet, weil zu kalt und zu feucht.

Bei kleineren Mengen füllen Sie das Produkt am besten direkt nach dem Einkauf in ein trockenes, sauberes und gut schließendes Gefäß. Auf dem Behälter sollte das Mindesthaltbarkeitsdatum vermerkt werden, wenn die Originalverpackung verworfen wird. Verbraucher, die größere Mengen Getreide auf Vorrat kaufen, um es länger zu lagern, sollten Getreide noch fachgerechter aufbewahren, beispielsweise in einer Vorratskammer oder einem anderen kühlen Raum.

Getreide kann in Jute- und Leinensäcken oder formschönen, kleinen Silos aus Glas und Holz aufbewahrt werden. Bei längerer Aufbewahrung sollte das Getreide von Zeit zu Zeit gewendet werden.
Getreide - woher stammt das Alnatura Getreide?
 

 

Roggen und Roggen-Vollkornmehl, sowie Hafer und Haferflocken stammen zu 100% aus Deutschland.

Weizen und Dinkel, sowie die Rohstoffe für die verschiedenen Weizen- und Dinkelerzeugnisse stammen meistens aus Deutschland, manchmal auch aus Ungarn, wenn die verfügbaren Mengen und Qualitäten nicht ausreichen.

Alle diese Getreide bietet Alnatura aus biologisch-dynamischem Anbau an.
Goldleinsamen - was ist der Unterschied zu braunen Leinsamen?
 

 

Generell handelt es sich bei allen Leinprodukten um dieselbe Art, Linum usitatissimum. Braune oder goldene Körner stammen von Varietäten. Goldleinsamen wurde gezüchtet, da das Verhältnis der einzelnen Fettsäuren zueinander für bestimmte Anwendungen besonders günstig ist. Er enthält mehr Linolsäure (Omega 6-Fettsäure) und weniger alpha-Linolensäure (Omega 3-Fettsäure) als braune Sorten. Diese beiden Fettsäuren liegen in Summe in den Varietäten in gleicher Menge vor. Für den Alnatura Goldleinsamen werden unter anderem die Sorten Golden Omega, Ceibal Inta und Linola eingesetzt.
Grüner Tee - wie wird er hergestellt?
 

 

Für Grünen Tee, auch bekannt als Chinesischer Tee, werden die Blätter sofort nach dem Pflücken erhitzt. So wird eine unerwünschte Fermentation durch die enthaltenen Enzyme verhindert. Anschließend erfolgt das Rollen der feuchtklebrigen Blätter. Dabei geht man vorsichtig vor, da die Blattzellen nicht aufbrechen sollen. Die so behandelten Blätter werden getrocknet. Eine Fermentation erfolgt bei Grünem Tee nicht. Halbfermentierten Tee bezeichnet man als Oolong-Tee.
Grünkern - ist er keimfähig?
 

 

Nein. Bei Grünkern handelt es sich um unreif geernteten, gedarrten (=getrockneten) Dinkel. Somit ist keine Keimfähigkeit gegeben.
Grünkern - was ist das?
 

 

Für die Herstellung von Grünkern wird Dinkel in der sog. Milchreife geerntet, das ist ca. vier Wochen vor der eigentlichen Samenreife. In so genannten Darren werden die Dinkelähren nach der Ernte getrocknet. Dabei bekommt der Grünkern sein unverwechselbares, herzhaft-würziges Aroma. In einem speziellen Mahlgang werden die Körner danach aus den spröden Spelzen herausgelöst. Grünkern eignet sich für die Zubereitung von Suppen, Aufläufen, Bratlingen und herzhaften Getreidegerichten.
Hafer-Drink Natur - warum flockt er manchmal?
 

 

Gelegentlich können im Alnatura Hafer-Drink Flöckchen auftreten. Diese entstehen durch Zusammenlagerungen von Ballaststoffen, Fett und Eiweiß. Durch kräftiges Schütteln des Drinks (wie auf der Verpackung angegeben) lösen sich die Flöckchen wieder auf. Die Flöckchen sind gesundheitlich vollkommen unbedenklich und eine natürliche Begleiterscheinung. Ein Verderb wäre an einem abweichenden Geruch und Geschmack erkennbar.
Haferkörner - warum keimen sie oft nicht?
 

 

Botaniker charakterisieren Hafer als einjähriges Rispengras; die lockere Rispe mit den Körnern ist 15 bis 30 cm lang, verzweigt und leicht abwärts hängend. Die spindelförmigen und tief gefurchten Körner sind bei der Reife mit einer Deckspelze und einer Vorspelze fest verwachsen. Der Hafer, der bei uns auf den Feldern wächst, ist also - wie auch Gerste oder Dinkel - ein Spelzgetreide. Der Mensch nutzt den Mehlkörper des Haferkorns - quetscht ihn zu Haferflocken oder schrotet ihn. Bevor der Mehlkörper genutzt werden kann, muss das Korn durch einen mechanischen Vorgang im Mühlenbetrieb entspelzt werden. Da der Spelz sehr fest am Korn ansitzt, lässt es sich nicht vermeiden, dass bei einem Viertel bis einem Drittel der Haferkörner der Keimling verloren geht. Dennoch darf der entspelzte Hafer als Vollkorngetreide ausgelobt werden. Diejenigen Haferkörner, bei denen der Keimling durch das unvermeidbare technische Verfahren entfernt wurde, können nicht zu neuem Leben erwachen, keine Wurzeln treiben und keinen Spross der Sonne entgegen wachsen lassen.

Besondere Züchtungen sind seit ca. 100 Jahren als so genannter Nackthafer oder Nacktgerste auf dem Markt. Diese Getreidesorten haben keine Spelzen. Der Keimling ist im Korn, wird auch in der Regel beim Reinigen und müllereitechnischen Behandeln des Korns nicht entfernt. Dieses Getreide, das aufgrund seiner Anfälligkeit für Erkrankungen und damit etwas unsicherer Erträge bei uns nur selten angebaut wird, wird im Bio-Laden auch als Sprießkorn bezeichnet. Der Name bringt zum Ausdruck, dass man dieses Korn zum Keimen oder Sprießen bringen kann.
Haltbarkeit - Wie lange halten sich Aufstriche nach dem Öffnen?
 

 

Die Haltbarkeit geöffneter Brotaufstriche (z. B. Fruchtaufstriche, Pasteten etc.) ist abhängig von Produkt, Behandlung und Lagerbedingungen. Sie kann zwischen ein paar Tagen und wenigen Wochen liegen. In den Alnatura Produkten sind keine Konservierungsstoffe enthalten. Deshalb empfehlen wird eine besonders hygienische Behandlung. Die Produkte sollten im Kühlschrank bei ca. 7 °C gelagert und nur für die Dauer der Mahlzeiten entnommen werden. Um den Eintrag von Keimen so gering wie möglich zu halten, sollte das Produkt immer gut verschlossen und der Inhalt mit einem sauberen Besteck entnommen werden.
Hartweizen und Weichweizen - wie unterscheiden sie sich?
 

 

Man unterscheidet bei Weizen etwa 20 verschiedene Arten, u.a. Hart- und Weichweizen.

Hartweizen hat einen hohen Glutengehalt (Kleberprotein) und eine hohe Kochfestigkeit. Durch seine gelben Pigmente erhält er seine gelbliche Färbung. Beim Vermahlen zerbrechen die Stärkekörner des Hartweizens oft. Hartweizen wird verwendet für Teigwaren (Nudeln), Bulgur, Grieß und Couscous. Des Weiteren eignet sich Hartweizen zum Backen von Mürbeteig ohne Ei.

Weichweizen findet vorwiegend als Mehl, Brot- und Backgetreide Verwendung.
Hefeextrakt – was ist das eigentlich?
 

 

Hefeextrakt ist ein seit Langem beliebtes Würzmittel im Reform- und Bio-Bereich. Der in Alnatura Produkten eingesetzte Hefeextrakt wird aus frischer Hefe gewonnen: Diese wird zusammen mit Kochsalz und Wasser erwärmt. Dabei werden die Hefe-Eiweiße in ihre Bestandteile, die Aminosäuren, zerlegt. Der entstandene Zellsaft wird von unverdaulichen Bestandteilen abgetrennt und schonend konzentriert. Dieses Verfahren bezeichnet man als Autolyse.

Hefeextrakt enthält von Natur aus – wie die meisten tierischen und pflanzlichen Lebensmittel auch – den Eiweißbestandteil Glutaminsäure. Glutaminsäure wird im menschlichen Körper auch zum Aufbau des körpereigenen Eiweißes verwendet. Während die in Eiweißen gebundene Glutaminsäure keinen Einfluss auf das Geschmacksempfinden hat, bewirkt die freie Glutaminsäure den Geschmackseindruck „umami“. „Umami“ bedeutet im Japanischen „wohlschmeckend“ und wird von vielen Verbrauchern sehr geschätzt.

Wie Hefeextrakt enthalten auch zum Beispiel Tomaten, Parmesan, Fleisch oder fermentierte Sojaprodukte (z. B. Sojasauce) einen recht hohen Anteil an freier Glutaminsäure. Auch die Muttermilch enthält freie Glutaminsäure.

Bei einzelnen Personen kann Glutaminsäure eine Unverträglichkeitsreaktion auslösen. Wir deklarieren alle Zutaten auf unseren Produkten und geben auch damit unseren Kunden die Möglichkeit, sich selbst für das für sie passende Lebensmittel zu entscheiden.

Die isolierten Salze der Glutaminsäure werden als Geschmacksverstärker bezeichnet. Auf Etiketten wird zum Beispiel Mononatriumglutamat genannt, der am häufigsten eingesetzte Geschmacksverstärker. Der Zusatz von diesen Geschmacksverstärkern ist in Bio-Lebensmitteln verboten.
Herkunft - woran erkenne ich woher ein Produkt kommt?
 

 

Bei den Alnatura Mono-Produkten (z. B. Mehle, Getreide, Trockenfrüchte etc.) geben wir in der Regel die Herkunft auf der Verpackung an. Das Herkunftsland wird - ausgeschrieben oder als Länderkürzel -neben dem Mindesthaltbarkeitsdatum bzw. der Chargennummer aufgedruckt. Bei einigen wenigen Produkten ist ein Aufdruck aus technischen Gründen nicht möglich.
Heumilch – Was ist das eigentlich?
 

 

Heumilch wird von „Heumilchkühen“ ermolken. Diese genießen eine ganz besondere, traditionelle Fütterung: im Sommer Gräser und Kräuter auf der Weide, im Winter Heu. Ergänzend gibt es je nach Bedarf ein wenig Getreide und Lupinenmehl. Auf Silage („Sauerkraut für Tiere“) oder Gärheu wird verzichtet. Bio-Heumilch muss natürlich den Anforderungen der EU-Öko-Verordnung entsprechen. Das bedeutet unter anderem: ökologisch erzeugtes Futter, artgerechte Tierhaltung mit viel Platz im Stall und Auslauf auf der Weide, keine präventive Gabe von Antibiotika, kein Einsatz von Gentechnik.  

Das aromatische Futter gibt der Bio-Heumilch ihren besonderen Geschmack und macht sie so zu einem vollmundigen Getränk und zur idealen Basis für die Käseherstellung.
Hirschhornsalz - was ist das?
 

 

Hirschhornsalz ist ein Backtriebmittel. Es wird zur Lockerung von Flachgebäcken benutzt, wie z. B. Mürbeteig, Spekulatius oder auch für Lebkuchen. Es ist nicht geeignet für so genanntes Hochgebäck (z. B. Kuchen) und unterscheidet sich von Backpulver unter anderem durch das Fehlen saurer Bestandteile.

Hirschhornsalz wurde früher durch trockenes Erhitzen ("trockene Destillation") von Horn, Leder, Klauen und ähnlichem gewonnen. Auch wenn der Name dies vermuten lässt, wurde Hirschhornsalz nicht aus Hirschgeweihen hergestellt. Hirschgeweihe bestehen aus markloser Knochensubstanz und nicht aus Horn. Der Name kommt aber tatsächlich von dem Irrglauben, Hirschhornsalz würde aus Hirschgeweihen hergestellt.

Heute besteht Hirschhornsalz aus einer Mischung der Mineralien Ammoniumhydrogencarbonat, Ammoniumcarbonat und Ammoniumcarbamat und wird nicht mehr vom Tier gewonnen. Die Herstellung von Hirschhornsalz erfolgt aus einer Mischung von Ammoniumchlorid, Calciumcarbonat und Holzkohle.
Hirse - Wir bewahre ich das empfindliche Getreide am besten auf?
 

 

Hirse ist aufgrund seiner Fettsäurezusammensetzung ein sehr empfindliches Getreide. Da sie schnell ranzig werden kann, sollte Hirse möglichst rasch verbraucht werden. Hier ein paar Tipps zur Lagerung zu Hause:

Füllen Sie die Hirse oder Hirseflocken am besten direkt nach dem Einkauf in ein trockenes, sauberes und gut schließendes Gefäß, vermerken das Mindesthaltbarkeitsdatum darauf und bewahren sie trocken, kühl und lichtgeschützt auf.
Honig - der Unterschied zwischen Bio- und konventionellem Honig?
 

 

Der Unterschied zwischen ökologischem und konventionellem Honig liegt in der Haltung der Bienen und der Arbeitsweise der Imker. Seit August 2000 sind die Richtlinien für ökologische Bienenhaltung durch die EU-Bio-Verordnung festgelegt und der Begriff Bio-Honig geschützt. Regelmäßige Qualitätskontrollen sind Pflicht und stellen die Bio-Qualität sicher.

Die wesentlichen Richtlinien für Bio-Honig sind:
  • Haltung der Bienen ausschließlich in Bienenkästen, die aus natürlichen Rohstoffen wie Holz, Lehm und Stroh bestehen. Anstriche nur von außen und mit schadstofffreien Farben und ohne Pestizide.
  • Das Beschneiden der Flügel der Königin ist verboten.
  • Wahl geeigneter Standorte, d.h. im Umkreis von drei Kilometern besteht die Bienenweide im Wesentlichen aus Pflanzen des ökologischen Anbaus und/oder Wildpflanzen. Schadstoff ausstoßende Industrien, Autobahnen oder Müllverbrennungsanlagen im Umkreis sind verboten.
  • Winterfutter möglichst in Form von eigenem Honig und Pollen, nur in Ausnahmefällen darf Bio-Zuckersirup verwendet werden.
  • Honigverarbeitung ohne Überschreitung der Bienenstocktemperatur (max. 40°C), d.h. keine Wärmeschädigung des Honigs.
  • Chemische Mittel und Medikamente zum Fernhalten der Bienen beim Ernten des Honigs bzw. gegen Parasiten und Krankheiten sind verboten.

Weitere Informationen zum Thema gibt es unter: www.biotiere.de, www.oekolandbau.de

Honig - Warum kristallisiert er aus und wie wird er wieder flüssig?
 

 

Die Hauptkomponenten im Honig sind Fruchtzucker und Traubenzucker. Traubenzucker bildet sogenannte Zuckerkristalle im Honig – je mehr Traubenzucker der Honig enthält, desto fester ist er. So sind beispielsweise die meisten Blütenhonige fester als Waldhonige. Bei längerer Lagerung oder kühlen Lagerbedingungen kristallisiert auch der geringe Traubenzuckeranteil in flüssigen Honigen zunehmend aus. Dies ist ein natürlicher Prozess und mindert nicht die Qualität des Honigs. Aber: Der Honig wird fest und lässt sich zum Beispiel aus Spenderflaschen nur unter großem Kraftaufwand herausdrücken.

Geschmeidig wird der Honig wieder, wenn man ihn im Wasserbad schonend bei etwa 40 °C erwärmt. Diese Methode ist sowohl für unsere Honige im Glas als auch in der Spenderflasche geeignet.
Honig - warum wird so viel Bio-Honig aus Übersee angeboten?
 

 

Die Deutschen sind Weltmeister im Honigverzehr. Pro Kopf und Jahr werden 1,1 kg Honig verzehrt. Nur etwa 20 % des Bedarfs können aus heimischer Produktion gedeckt werden. Dies hat verschiedene Gründe: Zum einen ist der Beruf des Imkers hierzulande ein aussterbender Beruf. Zum anderen erlauben die klimatischen Bedingungen in Deutschland nur eine Ernte pro Jahr. Die klimatischen Bedingungen in Übersee sind oft optimaler, da sie mehrere Ernten pro Jahr erlauben.

Die EU- Regeln für Ökolandbau gelten auch für Honigimporte aus Übersee, die Abnahme von Honig aus diesen Ländern bietet nachhaltige Zukunftsperspektiven für die Erzeuger.
Joghurt - was ist der Unterschied zwischen "cremig" und "stichfest"?
 

 

Bei der Herstellung von Joghurt wird die Milch mit sogenannten Joghurtkulturen versetzt. Die Reifung kann entweder in einem Tank oder im Becher bzw. Glas erfolgen. Cremig gerührter Joghurt reift bereits im Tank. Nach der Reifung wird er mit Hilfe eines Rührwerks aufgerührt und dabei wieder fast flüssig. Um erneut eine cremige Konsistenz herzustellen, wird Magermilchpulver hinzugefügt, das die Masse abbindet. Stichfester Joghurt reift erst im Becher oder Glas und stockt dort.

Ein Zusatz von Milchpulver ist nicht deklarierungspflichtig und daher nicht auf allen cremig gerührten Joghurts in der Zutatenliste vermerkt. Alnatura deklariert alle Zutaten auf den Produkten, daher finden Sie einen entsprechenden Hinweis auf dem Alnatura Joghurt Natur.
Joghurt von Alnatura - warum enthält er Magermilchpulver?
 

 

Magermilchpulver wird in cremig gerührten Joghurts zur Konsistenzerhaltung eingesetzt. Hierfür ist es ein unverzichtbarer Bestandteil. Magermilchpulver ist zwar nicht deklarationspflichtig; Alnatura deklariert jedoch alle seine Zutaten präzise, um seine Kunden möglichst genau zu informieren.
Kaffee - enthält er Zusätze?
 

 

Nein, für den Alnatura Café Gourmet Classic werden von der Ernte bis zur Abpackung keine Zusätze eingesetzt. Die Verarbeitung geschieht wie folgt: Die Kaffeekirschen, in denen die als Bohnen bekannten Kerne enthalten sind, werden mit Wasser fermentiert. Im Anschluss erfolgt das Rösten. Der Röstvorgang wird gestoppt, indem Wasser aufgesprüht wird.
Kaffee - wie wird er geröstet?
 

 

Der Café Gourmet Classic wird einem Langzeitröstverfahren unterzogen. Die Kaffeebohnen werden dazu bei 500-600 °C für 8-12 Minuten geröstet. Hierbei findet ein Säureabbau statt, der den Kaffee magenfreundlicher macht. Dies ist bei herkömmlichem Kaffee anders, der oft nur für 1-2 Minuten bei höheren Temperaturen von 800 °C geröstet wird.
Kaffee - wie wird er verarbeitet?
 

 

Erst bei der Röstung entfalten Kaffeebohnen ihr typisches, unverwechselbares Aroma. Dabei verdampft das in den Kaffeebohnen enthaltene Wasser. Durch den Druck des Wasserdampfes und die entstehenden Röstgase verdoppelt sich das Volumen der Kaffeebohne. Die Farbe verändert sich von Grün zu Dunkelbraun. Die Alnatura Kaffees werden in einer schonenden Langzeitröstung veredelt, d. h. die Bohnen werden über längere Zeit niedrigeren Rösttemperaturen ausgesetzt. Hierbei findet ein Säureabbau statt, der den Kaffee bekömmlicher macht.
Kalbfleisch-Leberwurst - warum enthält sie keine Kalbsleber?
 

 

In einer Kalbfleisch-Leberwurst muss zwar Kalbfleisch enthalten sein, aber keineswegs die Leber vom Kalb. Da diese teilweise als bitter empfunden wird, verwenden die Hersteller in den meisten Fällen Schweineleber. Hier verhält es sich ähnlich wie bei dem Produkt "Leberkäse". Dieser enthält überhaupt keine Leber.

Früher wurden Kälber im Alter von einigen Wochen geschlachtet, so dass die verwendete Leber noch sehr zart und fein war. Heute wird ein Kalb mit zwei bis drei Monaten geschlachtet und die Leber ist bereits relativ trocken. Deshalb wird auf diese Zutat verzichtet und zum Beispiel Schweineleber eingesetzt. Der Name des Produkts aber ist erhalten geblieben. 

 

Lupinen - was ist das?
 

 

Lupinen zählen zu den Hülsenfrüchten (Leguminosen). Sie sind "Pionierpflanzen", die auch unwirtliche Standorte, z.B. nach Baumaßnahmen, nutzen und für andere Pflanzen vorbereiten. Die farbenfrohen blauen, weißen, gelben oder rosa Lupinen kann man im Frühsommer an Bahndämmen und Straßenrändern bewundern.

Früher waren Lupinen aufgrund ihres Bitterstoffgehaltes ungenießbar. Die gezüchteten Süßlupinen enthalten keine Bitterstoffe. Sie liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß. Darüber hinaus enthalten Lupinen auch Eisen und Vitamin B12, ein Vitamin, das sonst nicht in Pflanzen zu finden ist. Lupinen leben symbiotisch mit Knöllchenbakterien, die an den Wurzeln der Pflanzen haften. Neben dem Luftstickstoff, den die Knöllchenbakterien an den Wurzeln fixieren, liefern sie der Pflanze auch das im Pflanzenreich so selten anzutreffende Vitamin B12.
Malzkaffee - was unterscheidet ihn von Getreidekaffee?
 

 

Getreidekaffee besteht in der Regel aus einer Mischung verschiedener Getreidearten (z.B. Gerste, Roggen und Zichorie). Malzkaffee besteht nur aus einer Getreideart: Gerste. Für die Herstellung wird die Gerste zum Keimen gebracht. Durch die Zufuhr von Wärme wird die Keimung an einem bestimmten Zeitpunkt gestoppt. Anschließend wird die Gerste geröstet. Bei der Röstung entwickeln sich der typische Geschmack und die Farbe des Malzkaffees.
Mandelmus - Verwendungsmöglichkeiten und Alternativen für weißes Mandelmus
 

 

Mandelmus hat eine cremige Konsistenz und eine milde, dezente Mandelnote. Die Verwendungsmöglichkeiten von Mandelmus sind sehr vielfältig. So eignet es sich hervorragend für die Zubereitung von Mandelmilch, Milchshakes und Desserts, aber auch für pikante Gerichte zur (veganen) Verfeinerung von Saucen, Gemüsegerichten und Salatdressings. Auch im Müsli oder auf dem Brot mit Fruchtaufstrichen oder Honig ist Mandelmus ein Genuss.

Rezepttipps:

Mandelmus selbst herstellen:
Weißes Mandelmus kann ganz einfach aus geschälten Mandeln selbst hergestellt werden: Diese werden in einem leistungsfähigen Mixer sehr fein püriert, bis das Öl beginnt auszutreten. Das fertige Mus in saubere Gläschen abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.
Mandel-„Milch“:
1 EL Mus mit 10 g Rohrohrzucker oder 20 g Ahornsirup vermengen und langsam mit insgesamt etwa 150–180 ml warmem bis heißem Wasser verrühren und abkühlen lassen.  

Weitere Rezepte mit Mandelmus gibt es in unserer Rezeptdatenbank z. B. Salatdressing: http://www.alnatura.de/de/rezept/mandel-apfel-dressing_1163    

Kein Mandelmus im Haus?  

Mandelmus verleiht auch Speisen eine cremige Konsistenz und wird daher gerne als „vegane Sahne“ eingesetzt. So vielfältig der Einsatz in Rezepten ist, so vielfältig sind auch die möglichen Alternativen.  

Bei Shakes, Desserts und aufs Brot können Nussmuse wie Haselnussmus oder Erdnussmus eine interessante Variante darstellen. Zur Verfeinerung von pikanten Gerichten wie Saucen, Gemüsegerichten und Salatdressing eignet sich auch Cashewmus.  

Eine pflanzliche Alternative zu Sahne kann auch eine fertige Cuisine, z. B. aus Soja oder Reis sein. Ein ähnliches Produkt lässt sich einfach selbst herstellen. Man nehme:
½ Tasse Soja- oder Reisdrink
½ Tasse geschmacksneutrales Öl (z.B. Bratöl)
zwei Spritzer Zitronensaft
Alle Zutaten gründlich mit dem Pürierstab durchmixen. Fertig ist eine Creme, die sehr gut zu würzigen Suppen oder Saucen passt.
Mandelmus - warum schmeckt das Alnatura Mandelmus so mild?
 

 

Dies liegt an der besonders guten Qualität der Mandeln. Da viele Mütter mit dem Mandelmus Kindernahrung anreichern, verwenden wir nur kalifornische Mandeln, die sorgfältig geschält wurden. Kalifornische Mandeln sind garantiert frei von Bittermandeln.

Bittermandeln sind intensive Geschmacksgeber (z. B. im Marzipan) und geben einem Mandelmus einen insgesamt "runderen" Geschmackseindruck. Die Blausäure der Bittermandeln ist für Babys schon in viel geringeren Konzentrationen schädlich als für Erwachsene. Deshalb setzen wir in unserem Produkt nur bittermandelfreie Rohware ein.Alnatura Mandelmus ist besonders mild und fein im Geschmack und schmeckt hervorragend als Brotaufstrich. Es verfeinert Desserts und Milchshakes.
Mandeln - warum enthalten sie gelegentlich auch Bittermandeln?
 

 

Süßmandelbäume tragen vereinzelt Bittermandeln, die äußerlich in der Regel nicht von süßen Mandeln zu unterscheiden sind. Dieser natürliche Anteil beträgt bei den meisten Mandelsorten ein bis drei Prozent und ist in dieser Menge gesundheitlich nicht bedenklich.

Da Bittermandeln sehr unangenehm schmecken, möchten wir deren Anteil so gering wie möglich halten. Für Alnatura Mandeln setzen wir eine Mandelsorte ein, die nahezu bittermandelfrei ist. Der Bittermandelanteil liegt hier bei maximal 0,5 Prozent.

Bittermandeln sind von den anderen Mandeln sehr deutlich durch ihren charakteristischen, extrem bitteren und sehr unangenehmen Geschmack zu unterscheiden. Alnatura Mandeln können sortenbedingt ein zum Teil kräftig marzipanartiges Aroma aufweisen. Bei diesen Mandeln handelt es sich jedoch nicht um Bittermandeln.
Milchbreie für Babys - welche Milch enthalten sie?
 

 

Das in den Alnatura Babymilchbreien eingesetzt Milchpulver wird auf Kuhmilchbasis hergestellt, ist aber kein normales Milchpulver, sondern entspricht in der Zusammensetzung weitgehend der Folgemilch 2.
Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) – Kann ich ein Lebensmittel auch nach dem Ablauf noch verzehren?
 

 

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) gibt nicht direkt die Haltbarkeit eines Lebensmittels an, sondern sagt vielmehr aus, bis zu welchem Datum es bei sachgerechter Lagerung ohne nennenswerte Qualitätsverluste bleibt. In vielen Fällen ist ein Lebensmittel, wenn sachgerecht gelagert, auch nach Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums noch genießbar. Wichtig: Das MHD gilt nur für ungeöffnete Verpackungen.

Hier ein paar Tipps zur Haltbarkeit und zum Umgang mit Lebensmitteln.

Grundsätzlich gilt: Vor dem Verzehr von Lebensmitteln, die bereits geöffnet waren, ist deren Qualität immer mit „Augen, Nase, Mund“ zu prüfen, bevor sie verwendet oder gegessen werden.

Milch und Molkereiprodukte: Geöffnete Milchpackungen sind im Kühlschrank in der Regel bis zu drei Tage haltbar. Joghurt, Quark, Käse und Co sind ungeöffnet und ausreichend gekühlt meist einige Tage länger haltbar, als das MHD angibt. Sollten sich Farbe, Konsistenz oder Geschmack verändert haben, ist von einem Verzehr abzuraten.

Eier: Die Lagerung im Kühlschrank bremst die Vermehrung von Keimen, wie insbesondere auch den gefährlichen Salmonellen. Für Speisen mit rohen Eiern wie Tiramisu besser nur ganz frische Eier verwenden. Bei abgelaufenem MHD sollte man Eier allenfalls noch durchgegart verzehren.

Fisch und Fleisch sind sehr empfindlich gegenüber Verderb. Das MHD sollte hier besser nicht ausgereizt werden. Am besten verzehrt man diese tierischen Produkte so frisch wie möglich. Besonders Hackfleisch hält nur unter Schutzatmosphäre verpackt länger als einen Tag und nur bei Temperaturen unter + 2 °C. Häufig ist der Kühlschrank aber auf etwa + 8 °C eingestellt. Mit einem speziellen Kühlschrankthermometer kann man das überprüfen. Die kühlste Zone des Kühlschranks ist meist die Glasplatte über dem Gemüsefach. Für den Transport von frischem Fleisch und Fisch nach dem Einkauf empfiehlt sich eine Kühltasche, gerade in den warmen Sommermonaten. Salami oder Gepökeltes halten sich übrigens etwas länger.

Tiefkühlprodukte sind in der Regel, sofern durchgängig gefroren verwahrt, auch nach Ablauf des MHDs noch verzehrbar. Helle Stellen (Gefrierbrand) kann man wegschneiden. Aufgetautes nicht wieder einfrieren. Insbesondere Fisch und Fleisch möglichst kühl (im Kühlschrank abgedeckt) auftauen und anschließend gründlich durcherhitzen. Gemüse kann direkt in tiefgekühltem Zustand in den Topf gegeben werden. Frische Lebensmittel, zum Beispiel Kräuter, Brot und Butter, können problemlos eingefroren werden. Sinnvoll ist ein frühzeitiges Einfrieren, dann sind diese Produkte auch beim Wiederauftauen noch frisch.

Konserven: Vollkonserven müssen nicht gekühlt werden und sind mindestens 18 Monate haltbar, häufig deutlich länger. Theoretisch können sie unbegrenzt gelagert werden, selbst Fleischkonserven. Konsistenz, Farbe und Geschmack können allerdings leiden. Vorsicht bei gewölbten Dosen und Deckeln von Gläsern sowie nicht mehr dicht sitzendem Vakuumverschluss – für diese Wölbung können gesundheitsgefährdende Keime verantwortlich sein. Angeknickte oder verbeulte Dosen können an den Knickstellen durchrosten, hier die Innenseite der Dose und den Inhalt sehr kritisch prüfen.

Trockenprodukte: Je weniger Feuchtigkeit ein Lebensmittel enthält, desto besser ist es haltbar, denn die Bedingungen sind schlecht für Keime, die den Verderb fördern. Zucker und Salz beispielsweise, aber auch Essig und Honig – wegen ihres hohen Säure- bzw. Zuckergehaltes - sind nahezu unbegrenzt lagerfähig. Mehl, Nudeln und Reis sind bei guter Lagerung in der Regel wesentlich länger haltbar, als das MHD angibt. Eine Ausnahme bilden Vollkornprodukte. Die Keimlinganteile enthalten Fettsäuren, die ranzig werden können.

Obst und Gemüse: Exotische Südfrüchte wie Bananen oder Orangen, aber auch Tomaten vertragen kühle Temperaturen nicht. Himbeeren, Spinat oder Brokkoli hingegen bewahrt man am besten im Gemüsefach des Kühlschranks auf. Licht und Wärme fördern hier Verderb und Vitaminverlust. Ideal für Äpfel und Kartoffeln sind kühle Vorratskammern.

Quelle: Stiftung Warentest, April 2009: „Nicht gleich wegwerfen“
Molkereiprodukte - wie lagert man sie?
 

 

Molkereiprodukte sind "Lebens-Mittel" im wahrsten Sinne des Wortes. Sie enthalten lebende Mikroorganismen wie beispielsweise Milchsäurebakterien. Damit sie nicht rasch verderben, lagert man Milch, Joghurt, Quark und Co. am besten im Kühlschrank bei Temperaturen von 4 bis 5°C.

Hersteller, Spediteur und Händler müssen peinlich genau auf das Einhalten der so genannten Kühlkette achten. Das bedeutet, dass die optimale Temperatur der Milchprodukte von der Produktion über den Transport bis zur Lagerung nicht überschritten wird. Dies sollte auch der Kunde nach dem Einkauf beachten.

Noch empfindlichere Milchprodukte wie frische Schlagsahne sollten im kältesten Bereich, also direkt an der Rückwand des Kühlschranks, gelagert werden. Eine Aufbewahrung in der Kühlschranktür ist nicht zu empfehlen, da dort die warme Zimmertemperatur am schnellsten wirken kann.
Naturreis - warum enthält er manchmal grüne Körner?
 

 

Oft kann man in einer Packung Naturreis einzelne grüne Körner entdecken. Hierbei handelt es sich um unreife Körner. Diese gelangen in das Produkt, da zur Erntezeit meist nicht alle Körner gleichzeitig vollständig ausgereift sind. Eine Entfernung dieser Körner wäre zu mühsam und zu kostspielig. Diese Körner sind gesundheitlich unbedenklich und verlieren beim Kochen ihre grüne Farbe. Übrigens sind auch in weißem Reis unreife Körner enthalten. Sie fallen hier jedoch nicht auf, weil der Reis geschliffen ist.
Naturreis - was ist das?
 

 

Naturreis wird nach der Ernte nur entspelzt und nicht geschält. Er besitzt dadurch noch das Silberhäutchen und den Keimling. Da viele wertvolle Inhaltstoffe in der Schale sitzen, enthält Naturreis mehr Vitamine und wertvolles pflanzliches Fett als weißer Reis. Beim Kochen benötigt Naturreis mehr Wasser und hat eine längere Kochzeit. Im Geschmack ist er kräftiger und hat mehr Biss. Bei der Lagerung ist er empfindlich gegen Licht und Wärme.
Nicht desodorierte Speiseöle – Warum sind sie im Geschmack so intensiv?
 

 

Alnatura Sonnenblumen- und Rapsöl werden besonders schonend durch kalte Pressung aus ökologisch angebauten Rohstoffen gewonnen. Unsere Hersteller verzichten dabei auf die sogenannte Desodorierung, bei der die Öle unter Druck mit Wasserdampf versetzt werden, um unerwünschte Geschmacks- und Geruchsstoffe zu entfernen. Alnatura Sonnenblumen- und Rapsöl schmecken daher besonders kräftig nach ihren Herkunftsfrüchten – das Sonnenblumenöl zeichnet sich durch einen typischen, leicht nussigen Geschmack aus, das Rapsöl weist ein ausgewogen saatiges Aroma auf.
Nüsse - bezieht sich der Hinweis "kann Spuren von Nüssen enthalten" auch auf Erdnüsse?
 

 

Erdnüsse sind Hülsenfrüchtler und zum Beispiel mit der Erbse verwandt. Auf die Zugehörigkeit zu den Hülsenfrüchten weist auch der englische Name "peanut" = "Erbsennuss" hin. Die Frucht der Erdnuss ist botanisch eine Hülse, keine Nuss.

Alnatura deklariert stets präzise alle Zutaten auf der Zutatenliste. Erdnüsse zählen zu den deklarierungspflichtigen Zutaten und müssen generell auf Produkten deklariert werden, sofern sie als Zutat zugegeben werden.

Der Hinweis "Kann Spuren von.... enthalten", bezieht sich auf die unabsichtliche Übertragung von Spuren. Denn bei der Herstellung kann es oft nicht vermieden werden, dass durch Produkte, die ebenfalls auf den Anlagen verarbeitet werden, Spuren übertragen werden.

Die Etiketten werden in regelmäßigen Abständen überarbeitet. Sofern uns eine mögliche Übertragung von z. B. Nussspuren bekannt ist, finden Sie einen entsprechender Hinweis auf dem Etikett vermerkt. Ein Hinweis auf "Nussspuren" schließt Erdnüsse nicht ein. Erdnussspuren sind separat erwähnt. Geringste Spuren von Erdnüssen/Nüssen können jedoch generell nicht immer zu 100 % ausgeschlossen werden, auch wenn kein entsprechender Hinweis auf der Verpackung steht.
Öl - kann sich seine Konsistenz verändern?
 

 

Bei niedrigeren Temperaturen (z.B. im Kühlschrank) kann Öl fest oder flockig werden. Wird es danach wieder wärmeren Temperaturen ausgesetzt, kehrt es in seine ursprüngliche Form zurück.
Olivenöl - was bedeutet "extra nativ"?
 

 

In Europa wird Olivenöl in verschiedene Qualitätsstufen (Güteklassen) eingeteilt. Bei Olivenöl, das die Bezeichnung "extra nativ" trägt, handelt es sich um die höchste Qualitätsstufe. Das Öl wird schonend durch mechanische Pressung (sog. Kaltpressung) hergestellt. Bei der sensorischen Prüfung darf dieses Olivenöl keinen Fehlgeschmack haben. Typische Geschmacksmerkmale von Olivenöl der höchsten Qualitätsstufe sind ein fruchtiger, leicht scharfer und leicht bitterer Geschmack. Zudem muss ein Olivenöl dieser Güteklasse verschiedene chemische Parameter erfüllen. Hierzu zählt beispielsweise, dass der Gehalt an freien Fettsäuren unter 0,8% liegen muss. Freie Fettsäuren sind unerwünschte Inhaltsstoffe und können in höherer Konzentration einen sauren Geschmack verursachen.

Bei den Alnatura Olivenölen handelt es sich um Öle der höchsten Qualitätsstufe (extra nativ).
Palmfett - Wie wird es gewonnen?
 

 

Palmfett (auch Palmöl genannt), wird aus den ölhaltigen Früchten der in Asien, Afrika und Lateinamerika beheimateten Ölpalme gewonnen. Die kleinen orangeroten Früchte werden vor dem Pressen mit Dampf sterilisiert, um pflanzeneigene Enzyme, die das Fett in die Bestandteile Glycerin und freie Fettsäuren spalten, zu inaktivieren. Um das Fett vielseitig einzusetzen, werden nach der Pressung Farb-, Geschmacks- und Geruchsstoffe entzogen. Durch den hohen Anteil (44 %) an Palmitinsäure liegt der Schmelzpunkt zwischen 36 °C und 38 °C.
Palmöl
 

 

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Reis-Drinks von Alnatura - wie werden sie hergestellt?
 

 

Zunächst wird der Reis vermahlen und mit Wasser gemischt. Durch die Zugabe natürlicher Enzyme werden die langkettigen Kohlenhydrate aus der Reisstärke zu kurzkettigen Kohlenhydraten (z. B. Malzzucker und Traubenzucker) umgewandelt. Dadurch entsteht eine natürliche und produkteigene Süße des Reisdrinks ohne Zugabe von Zucker.

Vor der Abfüllung in die Verpackung wird der Drink wenige Sekunden lang erhitzt, um ihn haltbar zu machen. Durch diese schonende Verarbeitung bleiben die im Reis enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe weitgehend erhalten.

Neben anderen Faktoren ist auch die Dauer der Fermentation für den Geschmack wichtig. Der Reisdrink wird umso süßer, je länger die Fermentation dauert, und zwar aufgrund der steigenden Menge an kurzkettigen Kohlenhydraten, die während der Fermentation entsteht. Wir wählen eine Fermentationszeit, mit der unser Reisdrink eine ausgewogene Süße erhält.
Rohrohrzucker und Vollrohrzucker - wird hierfür Regenwald abgeholzt?
 

 

Nein, für unseren Alnatura Rohrzucker wird kein Regenwald abgeholzt.

Die Flächen in Brasilien, auf denen das Zuckerrohr für den Alnatura Zucker angepflanzt ist, wurden etwa in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts urbar gemacht. Vor allem italienisch- und schweiz-stämmige Einwohner hatten sich in dieser Gegend in Brasilien Land gekauft und erschlossen es - auch durch Rodung. Es gab in der Gegend zwar keinen Regenwald, aber durchaus natürlichen Primärwald. Vergleichbar mit unseren hiesigen Gefilden, wo ganz Mittel-Europa vor mehreren Jahrhunderten vor der Urbarmachung natürlicherweise von Buchen-Misch-Wäldern überzogen war.

Unser Herstellerpartner achtet genau darauf, dass in der heutigen Zeit für den Rohrzucker keine Regenwälder bzw. Primärwälder explizit abgeholzt werden. Gleichzeitig sieht unser Herstellerpartner es auch als seine Aufgabe an, den ökologischen Anspruch so weit als möglich an die Partner in den Anbauländern zu vermitteln.
Rohrzucker - worin unterscheiden sich Vollrohrzucker und Rohrohrzucker?
 

 

Beide Zuckerarten werden aus Zuckerrohr hergestellt. Diese tropische Graspflanze wächst in tropischem Klima und wird bis zu 7 m hoch.

Für Vollrohrzucker wird das Zuckerrohr ausgepresst, gefiltert und zu Sirup eingekocht. Diese Masse wird nach dem Abkühlen vermahlen und in keiner Weise weiter behandelt. Vollrohrzucker enthält alle Mineralstoffe des Zuckerrohrsaftes und hat einen recht starken Eigengeschmack, der an Melasse oder Karamell erinnert. Besonders gut schmeckt Vollrohrzucker als Zutat für dunkle Gebäcke, Milchreis, Kaffee und Tee.

Der Alnatura Rohrohrzucker hingegen ist ein heller Zucker. Er wird etwas anders hergestellt. Das Zuckerrohr wird ausgepresst, der entstehende Saft eingedickt und mit Zuckerkristallen geimpft. Es bilden sich Zuckerkristalle, die dann noch braun sind, da Melasse anhaftet. Diese Zuckerkristalle werden einmal mit Wasser gewaschen, abzentrifugiert und getrocknet. Es entsteht der helle Rohrohrzucker.

Der in Deutschland übliche Zucker ist ein Rübenzucker, der aus heimischen Zuckerrüben gewonnen wird. Er wird mehrfach raffiniert, das Endprodukt ist der rein weiße Kristallzucker, den wir kennen.
Rosinen - wie werden sie hergestellt?
 

 

Die Weintrauben für die Alnatura Rosinen werden mit der Hand geerntet und vor Ort in der Sonne getrocknet. Bei schlechter Witterung erfolgt die Trocknung in Wärmekammern bei 40°C. Im Verarbeitungsbetrieb werden die Rosinen mehrfach gewaschen, größensortiert und handverlesen um Fremdkörper zu entfernen. Alnatura Rosinen werden mit einer sehr geringen Menge pflanzlichem Öl versetzt (meist Sonnenblumen- oder Baumwollsaatöl), um ein Zusammenkleben zu verhindern.
Rosinen, Weinbeeren, Sultaninen und Korinthen - unterscheiden sie sich?
 

 

Der Überbegriff für getrocknete Weintrauben ist Rosinen.

Sultaninen oder Sultanas sind sehr aromatische Beeren, die aus der Sultana-Traube gewonnen werden. Sultaninen haben eine helle, goldgelbe Farbe und sind kernlos. Überwiegend werden sie in der Türkei, Australien und Südafrika angebaut.

Korinthen werden aus der Traubensorte "Schwarze Korinthe" gewonnen. Sie sind kleiner als Sultaninen, ebenfalls kernlos und im Geschmack kräftiger. Neben Griechenland, sind die Türkei, Australien, Südafrika und Kalifornien, die Produktionsländer.

Aus der Weintraube "Thompson Seedless" werden Weinbeeren gewonnen. Weinbeeren werden in Kalifornien angebaut. Sie sind kernlos und haben einen sehr feinen Geschmack.
Rübenzucker - was ist das eigentlich?
 

 

Weißer Rübenzucker ist klassischer Raffinadezucker, meist Kristallzucker genannt. Für den Alnatura Bio-Rübenzucker werden in Deutschland ökologisch angebaute Zuckerrüben schonend verarbeitet: Nach dem Ernten werden sie gewaschen und zu „Rübenschnitzeln“ zerkleinert. Daraus wird ein Rohsaft gepresst, der sorgfältig gereinigt und anschließend durch Verdampfen zu einem goldbraunen Dicksaft konzentriert wird. Der darin enthaltene Zucker kristallisiert bei Wärmezufuhr aus. In der Zentrifuge werden die Zuckerkristalle von dem restlichen Saft, der Melasse, getrennt. So erhält man einen feinen weißen Kristallzucker, der sich besonders gut zum Süßen von hellen Backwaren und Desserts eignet.

Zuckerrüben sind in der heimischen Bio-Landwirtschaft sehr wertvoll: Sie gelten als Bodenverbesserer und nutzen als Tiefwurzler auch die Nährstoffe im Unterboden. So sind Zuckerrüben Konkurrenzpflanzen für tiefwurzelnde unerwünschte Beikräuter, zum Beispiel Disteln – eine sanfte Maßnahme der „Unkraut“-Regulierung. Ihre Blätter, die für die Gewinnung des Rübenzuckers ausgepressten Rübenschnitzel und die anfallende Melasse fließen als Futtermittel zurück in den landwirtschaftlichen Kreislauf. Der ebenfalls anfallende Kalk kann als Bodendünger eingesetzt werden.
Sauerrahmbutter - wie wird sie hergestellt?
 

 

Die Alnatura Sauerrahmbutter wird nach einem traditionellen Verfahren hergestellt. Der Rahm wird pasteurisiert und gekühlt. In einer Butterungsmaschine, die aus einem Schläger, einer Trommel und einem Kneter besteht, wird der Rahm nun geschlagen, die Butter abgetrennt und geknetet. Anschließend wird die Butter in einer Ausformmaschine geformt und abgepackt. Als Nebenprodukt der Butterung entsteht Buttermilch (entspricht dem Rahm ohne das Milchfett). Bei der Herstellung von Sauerrahmbutter werden Milchsäurebakterien eingesetzt. Süßrahmbutter wird ohne Zusatz von Milchsäurebakterien hergestellt und schmeckt daher etwas milder.
Schutzgasatmosphäre - was bedeutet "unter Schutzgasatmosphäre verpackt"?
 

 

Lebensmittel, die unter Schutzgasatmosphäre gelagert oder verpackt werden, sind vor Verderb und anderen unerwünschten Veränderungen geschützt. Ihre Haltbarkeit wird verlängert. Bevorzugt werden die Gase Stickstoff und Kohlendioxid eingesetzt. Beide Gase sind Bestandteile der Atemluft; allein eingesetzt unterbinden sie Leben und Stoffwechsel von Organismen.

Der Entzug von Luft verhindert die Vermehrung von bestimmten Bakterien, Schimmelpilzen und Schadinsekten. Beim Verpacken unter Schutzgas wird die Luft in der Verpackung durch ein anderes Gas oder einen Gasmix ersetzt.

Diese Gasatmosphäre verlangsamt den Stoffwechsel im fertigen Produkt auf eine sehr niedrige Stufe. So ermöglicht das Verpacken unter Schutzgas die Lagerung verderblicher Waren für einen längeren Zeitraum. Nährwert und Geschmack des Produktes bleiben erhalten und der Abbau von Vitaminen wird verhindert.
Seitan - was ist das?
 

 

Seitan ist ein fernöstliches Verarbeitungsprodukt aus Weizen, dass wegen seines hohen Eiweißgehalts einen wichtigen Bestandteil in der makrobiotischen Ernährung darstellt. Er besteht aus den Eiweißbestandteilen Gliadin und Glutenin, die über einen physikalischen Prozess aus dem Getreidekorn isoliert werden. Seitan hat eine fleischähnliche Konsistenz, enthält kein Cholesterin und fast kein Fett.
Seitan - wie wird er hergestellt?
 

 

Zur Herstellung von Seitean werden Vollkornweizenmehl und Wasser in warmem Wasser geknetet, wobei die im Getreide enthaltene Stärke und Kleie ins Wasser abgegeben werden. Das milchig-trübe Wasser wird abgeschöpft und der Prozess einige Male wiederholt, bis eine zusammenhängende, gummiähnliche Masse entstanden ist. Zur Geschmacksbildung wird die Masse in einem Fond aus Wasser, Sojasauce, Algen und verschiedenen Gewürzen kurz gegart.
Semolato und semola - was ist das?
 

 

Mit dem aus dem Italienischen übernommenen Attribut "semolato" werden Nudeln aus Hartweizen bezeichnet, dessen Ausmahlprodukt neben dem Mehlkörper auch noch einen mineralischen Anteil aus den Schalen, also dem vollen Korn, enthält. Wird Hartweizen ausgemahlen wie Weißmehl, enthält das Produkt nur noch den Mehlkörper und keine mineralischen Anteile mehr. Daraus gefertigte Nudeln sind mit dem Attribut "semola" versehen. Hartweizen liefert übrigens immer nur Grieß, egal wie fein vermahlen. Die meisten Alnatura Nudelsorten bieten wir als Vollkorn- sowie Semolatovariante an.
Smoothie - was ist das?
 

 

Smoothies sind grob gesagt "flüssige Früchte". Der englische Begriff "smooth" bedeutet "gleichmäßig", "fein", "cremig". Für diese Fruchtgetränke werden ganze Früchte (außer Stängeln und Kernen, ggf. auch ohne Schalen) püriert und anschließend mit Säften aufgegossen, bis das entstandende Getränk cremig-fein (smooth) ist. Smoothies wurden 1960 in den USA entwickelt. "Smoothie"  ist kein geschützter Begriff, so dass verschiedene Varianten auf dem Markt erhältlich sind. Ursprünglich ausschließlich aus Fruchtmark bzw. Fruchtpüree hergestellt, werden Smoothies mittlerweile auch in abgewandelter Form, z. B. durch Milchprodukte ergänzt, angeboten. Smoothies eignen sich nicht nur als Erfrischungsgetränk, sondern auch als fruchtige Zwischenmahlzeit, Dessert, Ergänzung des Frühstücks und vielem mehr.
Soja - wo wird das Soja für die Alnatura Produkte angebaut?
 

 

Für die Alnatura Produkte wird derzeit Soja aus folgenden Herkünften verwendet:

Alnatura haltbare Tofus: Österreich
Alnatura frische Tofus: China
Alnatura Sojaflocken: Österreich
Alnatura Sojaschnetzel fein: Frankreich
Alnatura Soja-Drinks: Italien, Frankreich, Kanada
Alnatura Soja-Desserts: Europa
Alnatura Sojasauce: USA, Kanada, Argentinien

Soweit möglich bevorzugen wir bei der Auswahl unserer Produkte heimische bzw. europäische Ware. Allerdings sind nicht immer die von uns benötigten Mengen in der von uns benötigten Qualität verfügbar.
Soja- und Getreidegetränke - kann man mit den Alnatura Soja- und Getreide-Drinks Joghurt zubereiten?
 

 

Aus unseren Sojadrinks können stichfeste Soja-Joghurts hergestellt werden.

Hierfür benötigen Sie Joghurt-Ferment, d.h. gefriergetrocknete Kulturen von Mikroorganismen, die im Naturkostladen oder im Reformhaus erhältlich sind. Am besten funktioniert die Joghurtherstellung in einem speziellen Joghurtbereiter.

Der Sojadrink sollte Zimmertemperatur haben und wird mit den Joghurtkulturen verrührt und 5-6 Stunden im Joghurtbereiter fermentiert. Beachten Sie bitte auch die Angaben auf der Verpackung der Joghurt-Kulturen.

Der stichfeste Sojajoghurt hat einen aromatischen, leicht säuerlichen Geruch. Er ist etwas weicher als Joghurt aus Kuhmilch und kann nach Belieben gesüßt werden, z.B. mit Ahornsirup oder Agavendicksaft. Mit etwas Konfitüre oder einer Fruchtsoße können Sie köstlichen Fruchtjoghurt herstellen.

Mit Alnatura Reis- und Haferdrinks gelingt es leider nicht, einen stichfesten Joghurt zu machen - er wird flüssig. Hier ist der Eiweißgehalt zu gering, um den nötigen "Körper" zu erhalten.
Sojadrinks - Warum bilden sich darin manchmal Flocken?
 

 

Die Alnatura Sojadrinks sind aus ökologisch erzeugten Sojabohnen hergestellte pflanzliche Getränke. Sie werden schonend verarbeitet, um die wertgebenden Inhaltsstoffe weitestgehend zu erhalten.

Während der Wachstumsphase der Sojabohne können sich natürlicherweise durch die Sorte und Anbaubedingungen (Bodenbeschaffenheit, Klima, Witterungsbedingungen usw.) Schwankungen in der Zusammensetzung der Hülsenfrucht ergeben. Diese Unterschiede wirken sich gelegentlich auch auf den fertigen Sojadrink aus. So kann es beispielsweise bei einer bestimmten Eiweißzusammensetzung zu einer leichten Flockenbildung kommen.

Insbesondere beim Sojadrink Calcium treten diese Flocken durch Zusammenlagerung von Eiweiß-Partikeln, Fett und Calcium gelegentlich auf. Hierbei handelt es sich jedoch um ein rein optisches Phänomen und nicht um einen Verderb des Produktes. Die Flocken lösen sich meist durch kräftiges Schütteln des Drinks wieder auf. Da wir in unseren Sojadrinks auf Emulgatoren oder ähnliche Hilfsmittel verzichten, lässt sich die Bildung dieser Flocken leider nicht immer vollständig verhindern.
Sonnenblumenkerne - warum kommen sie aus China?
 

 

China gehört zu den größten Sonnenblumenkernproduzenten der Erde. Andere Länder, die früher Bio-Sonnenblumen angebaut haben (wie z.B. Länder in Südamerika) konnten bei den chinesischen Preisen nicht mithalten und sind auf andere Ackerfrüchte umgestiegen. So herrscht zurzeit ein Mangel an konkurrenzfähigen Angeboten aus anderen Anbauländern und die benötigten Mengen stehen nicht zur Verfügung. In Mitteleuropa werden Sonnenblumen hauptsächlich zur Ölproduktion angebaut und verarbeitet. Diese Sorten schmecken anders, weniger gut als die großfrüchtige chinesische Ware.  

Soweit möglich bevorzugen wir bei der Auswahl unserer Produkte heimische bzw. europäische Ware. Allerdings sind nicht immer die von uns benötigten Mengen in der von uns benötigten Qualität verfügbar.  

Bio-Ware, die aus einem Drittland in die Europäische Union eingeführt wird, muss den Anforderungen der EG-Öko-Verordnung genügen. Das bedeutet, die Ware muss nach gleichwertigen Regeln erzeugt und nach einem gleichwertigen Kontrollverfahren kontrolliert worden sein. Die Kontrolle erfolgt vor Ort und wird von international akkreditierten Zertifizierungsorganisationen (wie z.B. Skal, Ecocert, IMO) durchgeführt. Die Bauern, ihre Zulieferanten (für Saatgut etc.) und die Flächen werden kontrolliert. Zusätzlich lassen wir, wie auch unser Hersteller, die Ware z. B. auf Rückstände analysieren.
Spuren von - "Kann Spuren von … enthalten“ – Was bedeutet dieser Hinweis?
 

 

Dieser Hinweis auf den Verpackungen der Alnatura Produkte ist wichtig für Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien. Hingewiesen wird auf das mögliche Vorhandensein von geringen Spuren solcher Lebensmittel, von denen man weiß, dass sie für Unverträglichkeiten oder sogar Allergien verantwortlich sein können. Dabei handelt es sich nicht um Zutaten, sondern vielmehr um aus den verschiedensten technischen Gründen nicht sicher auszuschließende Spuren. Sobald ein Lebensmittel als Zutat eingesetzt wird, steht es in der Zutatenliste, die auf jedem verpackten Lebensmittel angegeben ist.

Während des Produktionsprozesses eines Lebensmittels kann es zu einer unbeabsichtigten, aber technisch nicht vermeidbaren Übertragung von Spuren anderer Lebensmittel kommen. Zum Beispiel, wenn andere Lebensmittel in denselben Räumen oder auf denselben Anlagen produziert werden. Auch aus der landwirtschaftlichen Erzeugung können solche Spuren stammen: Bei Getreide beispielsweise kann sogenannter Durchwuchs stattfinden, d. h. einige Pflanzen der im Vorjahr auf der Fläche angebauten Frucht reifen ebenfalls heran und werden bei der Ernte mit erfasst. Oder die Spuren gelangen in Getreidereinigungs- und Trocknungsanlagen in das Erntegut.

Die Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung nennt vierzehn Lebensmittel beziehungsweise Lebensmittelgruppen, die potenziell als Verursacher von Lebensmittelunverträglichkeiten oder Allergien gelten. Dazu gehören unter anderem glutenhaltige Getreide und Erzeugnisse daraus, Milch und Molkereiprodukte oder auch Eier und deren Erzeugnisse. Sofern diese Lebensmittel Zutat eines Produktes sind, kann man das dem Zutatenverzeichnis entnehmen - auch sofern es sich um Bestandteile einer gemischten Zutat handelt, z. B. Senf in einer Gewürzmischung.
Tetra Pak und Elopak - warum wurden die Alnatura-Säfte von Flaschen auf Kartonagen umgestellt?
 

 

Wir haben uns aus verschiedenen Gründen zu der Verpackungsumstellung entschlossen. Zum einen ist die Umweltbilanz für Mehrwegflaschen und die Kartonverpackungen gleich, wenn diese im gelben Sack gesammelt und wieder verwertet werden. Zum anderen möchten viele Kunden keine Mehrwegflaschen kaufen, weil sie den Mehraufwand des Ausspülens und Zurückbringens scheuen.
Mehrwegflaschen sind in kleinen Recycling-Kreisläufen sinnvoll. Der Abfüller unserer Säfte sitzt in Norddeutschland. Die leeren, schweren Glasflaschen mussten quer durch die Bundesrepublik gefahren und dort neu befüllt werden.

Daher haben wir uns für die Alternative Elopack und TetraPak für unsere Säfte entschieden. Ein weiterer Vorteil: Die Säfte sind nun vor Licht geschützt, was eine optimale Erhaltung der Vitamine gewährleistet.

Mit der neuen, leichten Verpackung tragen wir dem Wunsch eines Großteils unserer Kunden Rechnung, die eine leichte, einfach zu handhabende Saftverpackungen dem Leergut aus Glas vorziehen.

Viele Kunden wünschten sich eine kleinere Größe der Gemüsesäfte. Gern haben wir diesem Wunsch entsprochen und bieten die Säfte jetzt im praktischen 0,5-Liter-Pack an. Neu gibt es auch ein kleines Sortiment in 0,33 ler-Packungen mit Strohhalm.
Tofu - was ist das?
 

 

Tofu stammt ursprünglich aus der japanischen und chinesischen Küche. Es ist ein rein pflanzliches Produkt, das aus Sojabohnen hergestellt wird. Tofu ist reich an Mineralstoffen (Eisen, Phosphor), B-Vitaminen und leicht verdaulich, kalorienarm, glutenfrei und cholesterinfrei. Er wirkt basisch und enthält alle essenziellen Aminosäuren. Die moderne Wissenschaft weist auf seinen Gehalt an Genistein hin, dem krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden.

Besonders wertvoll ist Tofu, wenn er mit Getreideprodukten verzehrt wird. Die ideale Ergänzung des Aminosäurespektrums von Tofu und Getreide erhöht die biologische Wertigkeit.
Tofu - wie wird er hergestellt?
 

 

In China wird Tofu seit Jahrtausenden produziert. Von dort gelangte er vermutlich durch buddhistische Mönche nach Japan, wo er in Anpassung an die japanischen Bedürfnisse weiterentwickelt wurde. Die Japaner nennen ihn Tofu (to=Bohne, fu=gerinnen). Über den kulturellen Austausch mit Ostasien und amerikanische Einflüsse kam Tofu nach Europa, wo er sich seit Jahren zunehmender Beliebtheit erfreut.

Tofu entsteht aus geronnener Sojamilch. Für das Ausfällen (Gerinnen) von Eiweiß aus der Sojamilch gibt es traditionell zwei unterschiedliche Methoden:

In China verwendete man für die Gerinnung gereinigten Gips (Calciumsulfat - shi-gao), der in den Bergen Chinas abgebaut wurde. In Japan wurde die Gerinnung mit einem Meerwasserauszug (Magnesiumchlorid - Nigari) erreicht. Später verwendeten die Japaner ebenfalls Calciumsulfat, teilweise in Verbindung mit Magnesiumchlorid. Unsere Tofuproduktion basiert auf der traditionellen chinesischen Herstellungsweise, die für die Gerinnung von Eiweiß das Calciumsulfat verwendet.

Sojabohnen werden gereinigt und über Nacht eingeweicht. Anschließend werden sie gemahlen und in Dampfdrucktöpfen aufgekocht. Nach dem Kochen werden die Schalen- und Faserstoffe ausgesiebt. Die so gewonnene Sojamilch wird mit dem Gerinnungsmittel versetzt und ausgemolkt. Die eiweißreiche Substanz wird so von der wässrigen Molke getrennt. Der verbleibende Eiweißkuchen wird abgepresst. Mit druckregulierbaren Pressstempeln lässt sich Einfluss auf die Konsistenz des Produktes nehmen. Nach dem Pressen wird der Tofu in Blöcke geschnitten und in frischem Wasser gekühlt.

Chinesischer Tofu hat eine eher feste Beschaffenheit. Er wird gerne angebraten und in die klassische Chinapfanne eingearbeitet. Japaner hingegen bevorzugen traditionell einen weicheren Tofu für den Verzehr in Suppen oder manchmal sogar eisgekühlt oder nur leicht angewärmt mit etwas Sojasoße. In Deutschland wird im Allgemeinen fester Tofu bevorzugt, der sich zum Braten, Frittieren oder als Beilage eignet.
Tomaten - wieviele Tomaten werden für die Herstellung von 1 Glas Alnatura Tomatensauce Klassik verwendet?
 

 

Für die Herstellung eines Glases Alnatura Tomatensauce Klassik werden ca. 1,5 kg frische Flaschentomaten verarbeitet.
Tomatensauce "Vegetarische Bolognese" von Alnatura - enthält sie Fleisch?
 

 

Immer wieder erreichen den Alnatura Verbraucherservice Anfragen von Kunden, die in Sorge sind, dass in der Vegetarischen Bolognese Fleisch enthalten ist. Die Verunsicherung dieser Kunden können wir sehr gut nachempfinden, da die Sauce tatsächlich sehr ähnlich wie das Original mit Fleisch schmeckt.

Wir können jedoch alle Vegetarier beruhigen: Der Hersteller unserer Tomatensaucen produziert in seinem Betrieb ausschließlich vegetarische Produkte. Eine Vermischung mit fleischhaltigen Saucen bzw. die Abfüllung von Fleischstücken in der Alnatura Vegetarischen Bolognese kann somit sicher ausgeschlossen werden. Als Fleischersatz verwenden wir für diese Tomatensoße ein Sojaeiweißerzeugnis, da es sowohl in der Struktur als auch im Aussehen Fleisch sehr ähnlich ist. Dies lassen sich auch überzeugte Fleischesser gerne schmecken.
Trockenfrüchte - warum haben sie manchmal einen weißen Belag?
 

 

Bei den getrockneten Feigen, Aprikosen, Datteln und Californischen Pflaumen handelt sich um Trockenfrüchte, die einen hohen Fruchtzuckergehalt haben. Da die Alnatura Trockenfrüchte unbehandelt sind, kann es bei diesen zu einer Auszuckerung kommen, die sich als weißlicher Belag auf den Früchten zeigt. Dieses Merkmal ist eher als Qualitätsausweis zu bewerten und stellt keine Beeinträchtigung des Produkts dar.
Trockenfrüchte - werden sie erhitzt?
 

 

Grundsätzlich werden die Alnatura Trockenfrüchte in der Sonne getrocknet. Danach werden sie gewaschen, von Verunreinigungen befreit und nochmals getrocknet. Bei schlechter Witterung erfolgen diese Trockenschritte in Wärmekammern bei 40°C. Dies betrifft insbesondere Aprikosen, Feigen, Datteln und Rosinen. Alnatura Califonische Pflaumen werden in Backöfen bei höheren Temperaturen getrocknet. Dadurch bildet sich der typische Backpflaumengeschmack. Alnatura Bananenchips werden in Kokosöl frittiert und in einen dünnflüssigen Sirup aus Rohrohzucker und Honig getaucht. Alnatura Mango- und Ananasstückchen sowie die Apfelringe und Apfelchips trocknen ebenfalls im Ofen.
Trockenfrüchte von Alnatura - wie werden sie hergestellt?
 

 

Nach der Ernte werden die Früchte teilweise geschält, geschnitten und entsteint. Alle Trockenfrüchte sind nur durch Trocknung haltbar gemacht, frei von Konservierungsstoffen und ungeschwefelt.

Grundsätzlich werden die Alnatura Trockenfrüchte in der Sonne getrocknet, danach gewaschen, von Verunreinigungen befreit und nochmals getrocknet. Bei schlechter Witterung erfolgen diese abschließenden Trockenschritte in Wärmekammern bei 40°C. Dies gilt insbesondere für Aprikosen, Feigen, Datteln und Rosinen.

Etwas anders werden die Alnatura Kalifornischen Pflaumen getrocknet. Sie werden nach der Ernte für 12-20 Stunden mit trockener Warmluft zwischen 50° C und 60° C getrocknet. Nur so bildet sich der charakteristische Backpflaumengeschmack. Zudem sorgt ein Pasteurisationsgang nach dem Abfüllen bei den Alnatura Backpflaumen für angenehm weiche Früchte und gute Haltbarkeit.
Mango und Ananasstücke werden ebenfalls in Öfen bei Temperaturen zwischen 30°C und 40°C getrocknet.

Die Apfelringe werden im Ofen bei ca. 35° C getrocknet. Apfelchips müssen eine sehr geringe Restfeuchte aufweisen, um den gewünschten knackigen Bisseffekt zu haben. Hierfür werden sie sehr schnell getrocknet und zwar bei Temperaturen von etwa 40°C, bis die Restfeucht bei etwa 5 % liegt.

Alnatura Bananenchips sind in Kokosöl frittierte Bananenscheiben, die in einen dünnflüssigen Sirup aus Rohrohrzucker und Honig getaucht werden.

Den Rosinen wird pflanzliches Öl zugesetzt um ein Zusammenkleben zu verhindern.

Aprikosen, Datteln, Feigen, Pflaumen oder Rosinen werden zum Teil auch für einige Zeit tiefgefroren. Dies wirkt sich günstig auf die Haltbarkeit, Farbe, geringere Auszuckerung und das Vermeiden eines möglichen Schädlingsbefalls aus.

Damit sich im Laufe der Lagerung eine Auszuckerung nicht zu stark ausprägt, werden Feigen gelegentlich vor dem Abpacken kurz in eine Salzwasserlösung gelegt.
Tüten - warum bietet Alnatura keine kompostierbaren Plastiktüten an?
 

 

Wir prüfen bei der Auswahl der Verpackungen und deren Gestaltung sehr sorgfältig verschiedene Faktoren. Dabei sind ökologische Aspekte, ein optimaler Produktschutz sowie praktisch-funktionale Gesichtspunkte ebenso zu berücksichtigen wie das Material selbst.

Die meisten der derzeit angebotenen kompostierbaren Kunststoffe werden im Kompost bzw. im Bio-Müll nur sehr langsam und zum Teil unvollständig abgebaut. Die Entsorger weisen solche Materialien teilweise zurück, denn sie müssen in den Kompostwerken häufig herausgesiebt werden.

Aus der gelben Tonne oder dem gelben Sack lassen sich diese Tüten aufgrund der großen Ähnlichkeit mit gewöhnlichen Plastiktüten nicht aussortieren und gelangen mit den anderen Kunststoffen in den Recyclingprozess. Da es sich bei den Bausteinen der kompostierbaren Kunststoffe aber um andere handelt als die gewöhnlicher Kunststoffe, mindert beigemischter kompostierbarer Kunststoff die Recyclingqualität der Kunststoffmischung.

Aus diesen Gründen kam auch das Umweltbundesamt zu dem Schluss, dass Tüten aus biologisch abbaubarem Kunststoff derzeit noch keine umweltfreundliche Alternative zu Tüten aus herkömmlichem Kunststoff darstellen.

Zudem basieren kompostierbare Kunststoffe häufig auf Maisstärke, die teilweise aus gentechnisch verändertem Mais besteht. Den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen lehnt Alnatura grundsätzlich ab. Außerdem meinen wir, dass Nahrungsmittel nicht als Verpackungsmaterialien zweckentfremdet werden sollten.

Wir verfolgen weiterhin aufmerksam aktuelle Entwicklungen im Bereich Verpackungen.
Vollkornbrote von Alnatura - warum sind sie in der Folienverpackung so lange haltbar?
 

 

Die lange Haltbarkeit der Vollkornbrote wird durch einen schonenden Herstellungsprozess - ohne Konservierungsstoffe oder chemische Zusätze  - erreicht: Das Brot wird mit frisch gemahlenem Getreide gebacken und anschließend 24 Stunden gelagert. Nach dem Schneiden wird es in einer Spezialfolie luftdicht versiegelt. In Spezialkammern werden die verpackten Brote schonend erhitzt. Im Inneren des Brotes muss eine Temperatur von 75° C für ca. 20 Minuten gehalten werden. Die gesamte Pasteurisationszeit beträgt 6-7 Stunden. Bei diesem schonenden Verfahren werden Schimmelsporen vernichtet, ohne dass wichtige Inhaltsstoffe des Brotes beschädigt werden.
Vollkornmehl - warum ist es so lange haltbar?
 

 

Das Alnatura Mehl wird in großen Mühlen sehr langsam gemahlen, dadurch entsteht weniger Reibungswärme, als z.B. bei der Verwendung von Haushaltsmühlen. Reibungswärme führt zu vermehrter Oxidation der getreideeigenen Fettsäuren, das Mehl wird schneller alt und ranzig.
Wärmebehandlung bei Sahne - was bedeutet das?
 

 

Wärmebehandelte Schlagsahne wird einer zweifachen Erhitzung unterzogen. Das erste Mal wird bei >85 °C 1 Sekunde lang erhitzt (Pasteurisation). Anschließend erfolgt eine zweite Erhitzung bei 100 °C für 1-2 Sekunden, um die Keime, die bei der Pasteurisation überlebt haben, abzutöten. Aufgrund der hohen, aber sehr kurzen Erhitzung ist dies ein schonendes Verfahren, bei dem mehr die Mikroorganismen als die Inhaltsstoffe der Sahne angegriffen werden. Es wird eine Haltbarkeit des Produktes von 14-15 Tagen erreicht, während das Produkt nach einer einfachen Pasteurisation nur 8, höchstens 9 Tage haltbar ist.
Wein - warum enthält er Schwefeldioxid?
 

 

Schwefeldioxid entsteht in kleinen Mengen als Stoffwechselprodukt der Hefe bei der alkoholischen Gärung des Weines. Dieser natürliche Gehalt wird durch künstliche Zugabe in Weinen meist noch erhöht. Schwefeldioxid verhindert, dass sich Farbe und Geschmack nachteilig verändern und hilft dabei, die Fruchtigkeit und Frische des Weines zu erhalten. Der größte Teil der im Wein enthaltenen Schwefelmenge wird an weineigene Substanzen gebunden und ist somit für die menschliche Verdauung ohne Belang. Öko-Winzer verwenden so wenig Schwefel wie möglich. Durch schonende Verarbeitung, behutsamen Anbau und gesunde Trauben kann Schwefel eingespart werden.
Weinstein - was ist das?
 

 

Die im Wein gelöste Weinsäure (Tartrat) kann bei leichten Temperaturschwankungen oder auch einfach im Laufe der Lagerzeit eines Weines, feine Kristalle bilden und in Form von Weinstein ausfällen, der sich am Grund absetzt. Dies ist ein ganz natürlicher Vorgang und wirkt sich weder auf den Geschmack des Weines noch auf die menschliche Gesundheit aus.
Ziegenmilchprodukte - Warum gibt es sie nicht das ganze Jahr?
 

 

Ein weibliches Säugetier erzeugt nur nach der Geburt eines Jungtieres Milch. Der Mensch hat diese Fähigkeit durch züchterische Arbeit bei einigen Haustieren so entwickelt, dass viel mehr Milch produziert wird, als für die Ernährung der Jungtiere nötig ist. Die Zeit nach der Geburt der Zick­lein, während derer eine Ziege Milch gibt (Fachausdruck: Laktation), dauert jedes Jahr nur wenige Monate. Nur in dieser Zeit kann die Ziege gemolken werden und kann ihre Milch (mehrere hundert Liter) zu entsprechenden Milcherzeugnissen und Käse verarbeitet werden. Kühe geben fast zehnmal so viel Milch wie Ziegen. Ihre Laktation dauert deutlich länger. Sie stehen nur wenige Wochen trocken, wie der Fachmann sagt, bevor ein Kälbchen geboren wird und die Kuh wieder neu Milch gibt.
Zitrusfrüchte - Sind grüne Früchte unreif?
 

 

Ob grün, gelb oder orange – die Farbe von Zitrone, Orange und Co. hat nichts mit deren Reifegrad zu tun und hat keinerlei Einfluss auf ihren Geschmack. Im Herbst trifft man eher die grünen Varianten im Bio-Laden an. Warum? Erst, wenn es nachts schon richtig kalt ist und frostet, wird das Chlorophyll in der Schale abgebaut und die gelb-orangenen Carotinoide kommen mehr zur Geltung – die Zitrusfrucht wird gelb bzw. orange. Im Spätsommer und Herbst sind die Nächte in den Zitrus-Anbauländern noch mild und die Zitrusfrucht bleibt grün. Und weil man im ökologischen Landbau zugunsten der Naturbelassenheit auf den Einsatz des Reifehormons Ethylen verzichtet, findet man die Zitronen dann auch genau so im Laden.
Zwiebelschmalz - warum gibt es beim Alnatura Zwiebelschmalz manchmal weiße Kügelchen?
 

 

Der Hauptbestandteil unseres rein pflanzlichen Zwiebelschmalzes ist Palmöl. Es stammt von ökologisch bewirtschafteten Ölpalmen-Plantagen in Afrika oder Südamerika. Weitere Zutaten sind Hefeextrakt, Zwiebeln, Sonnenblumenöl und Meersalz.

Bei der Schmalzherstellung wird das Öl nicht weiter technisch aufbereitet. Es behält seine typisch ursprünglichen Eigenschaften. So ballt es sich bei Abkühlung zu kleinen, weißlichen Fett-Kügelchen zusammen - in und auf dem Schmalz manchmal gut zu erkennen. Wer nicht genau hinschaut, könnte sie für Schimmel halten. Bei höherer Umgebungstemperatur verflüssigen sich die Fettkügelchen im Zwiebelschmalz wieder.

Dass das fettreiche Zwiebelschmalz wirklich einmal schimmelt, ist unwahrscheinlich. Auch nach dem Öffnen lässt es sich längere Zeit ohne Verderb bei Raumtemperatur aufbewahren.

Eine andere Veränderung, die beim Zwiebelschmalz aufgrund seiner natürlichen Zutaten und der Umgebungstemperatur auftreten kann, betrifft die Farbe. Das Fett zieht aus den Zwiebeln die natürlichen braunen Farbstoffe heraus, so dass das Zwiebelschmalz eine dunklere Farbe annimmt. Am Geschmack des Produktes ändert sich nichts. Die Dunkelfärbung zeigt weder Verderb noch Oxidation an, sondern stammt von den Farbstoffen der Zwiebel, die durch das Fett gelöst und extrahiert wurden.