Abgepumpte Muttermilch – kann ich sie lagern?
Füllen Sie die abgepumpte Muttermilch in spezielle, vorher sterilisierte Glas- oder Plastikflaschen und notieren Sie darauf Datum und Uhrzeit. Im Kühlschrank hält sich Muttermilch bei einer Temperatur von + 4 bis + 6 °C bis zu 72 Stunden. Ungekühlt sollte man sie umgehend verfüttern.
Muttermilch kann auch eingefroren werden und ist so etwa mindestens sechs Monate haltbar. Am besten langsam im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur auftauen lassen. Vor dem Füttern die Milch vorsichtig im Flaschenwärmer oder handwarmen Wasserbad auf Trinktemperatur erwärmen. Ein Erhitzen in der Mikrowelle ist wegen der ungleichmäßigen Erwärmung nicht zu empfehlen (Verbrühungsgefahr). Die aufgetaute Muttermilch kann im ungeöffneten Gefäß bis zu 24 Stunden im Kühlschrank gelagert werden. Einmal geöffnet sollte sie innerhalb von zwölf Stunden verfüttert werden. Jedoch darf aufgetaute Muttermilch nicht wieder eingefroren und auch nur einmal erwärmt werden.
Abstillen - wann und wie?
Ernährungsexperten empfehlen,
zwischen dem fünften und siebten Lebensmonat vorsichtig mit der Beikost zu beginnen. Muttermilch allein kann jetzt nicht mehr die Energie liefern, die das immer aktiver werdende und wachsende Baby benötigt. Aber auch das Baby signalisiert unter Umständen seine Bereitschaft: Es zeigt Interesse am Essen der Eltern und folgt deren Bewegungen, oder es führt seine Hand zum Mund. Nacheinander werden zunächst die Mittagsmahlzeit, dann die Abendmahlzeit und die Nachmittagsmahlzeit durch Beikost ersetzt. Mehr dazu erfahren Sie im Alnatura
Ernährungsfahrplan.Der
schrittweise Übergang hat den Vorteil, dass die Milchbildung allmählich zurückgehen kann. Solange Sie und Ihr Kind dies mögen, können Sie aber weiterhin zusätzlich stillen.
Ernährung - was ist der ideale Speiseplan für mich während der Stillzeit?
Eine ausgewogene, abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung gibt Ihnen und Ihrem Baby die notwendige Energie für diesen wichtigen Lebensabschnitt. Beobachten Sie, was Ihr Kind gut verträgt. Ihre Ernährung passen Sie entsprechend an. Bekommt Ihr Baby zum Beispiel Blähungen, nachdem Sie Kohl, Lauch,oder Hülsenfrüchte verzehrt haben, probieren Sie einmal aus, ob sich die Beschwerden bessern, wenn Sie diese Lebensmittel meiden. Ist Babys Po wund, verzichten Sie einige Zeit auf Zitrusfrüchte. Generell müssen Sie hier aber keinen Verzicht üben. Sollten in Ihrer Familie starke Allergien vorkommen, sprechen Sie mit dem Kinderarzt ab, worauf Sie verzichten sollten.
Nicht vergessen: Trinken Sie viel. Das hilft Ihrem Körper, eine ausreichende Menge Milch zu produzieren.
Flüssigkeitsbedarf - muss ich während des Stillens mehr trinken und was ist am besten geeignet?
Der Flüssigkeitsbedarf von stillenden Frauen ist erhöht – um wie viel, das ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Es sollten jedoch mindestens zwei Liter täglich sein. Bitte klären Sie Ihren individuellen Bedarf mit Ihrem Arzt ab.
Tipp: Stellen Sie sich zu jeder Stillmahlzeit ein Getränk bereit. Geeignete Durstlöscher sind Leitungswasser in Trinkwasserqualität oder stilles bzw. mit wenig Kohlensäure angereichertes Mineralwasser ebenso wie ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees. Beobachten Sie, was Ihr Kind gut verträgt.
Koffeinhaltige und alkoholische Getränke sind auch während des Stillens mit Vorsicht zu genießen.
Kuhmilch - warum ist sie nicht als Muttermilch-Ersatz geeignet?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät von Kuhmilch als Alternative zu Muttermilch oder industrieller Säuglingsmilchnahrung während des ersten Lebensjahres ab. Der Energiegehalt ist zwar vergleichbar, jedoch hat Kuhmilch einen wesentlich höheren Gehalt an Eiweiß und Mineralstoffen. Das führt zu einer hohen Belastung der jungen Nieren. Auch die Nährstoffzusammensetzung der tierischen Milch entspricht nicht die der Muttermilch - das birgt das Risiko eines Mangels. Kuhmilch sollte laut Ernährungsexperten daher frühestens gegen Ende des ersten Lebensjahres angeboten werden. Zur Zubereitung eines Getreidebreies kann Kuhmilch aber bereits früher - möglichst verdünnt - verwendet werden, sofern seitens des Kinderarztes nichts dagegen spricht.
Stillen – warum tut es meinem Baby so gut?
Muttermilch ist
optimal auf die Ernährungsbedürfnisse Ihres Babys angepasst: Sie ist leicht verdaulich und enthält sämtliche Nährstoffe in den richtigen Mengen, die ein Kind im ersten Lebensjahr benötigt. Außerdem können die Abwehr- und Schutzstoffe in der Muttermilch Ihr Baby vor Krankheiten schützen und Allergien vorbeugen.
Das Stillen gibt Ihrem Kind zudem die
Nähe und Geborgenheit, die es besonders in den ersten Lebensmonaten benötigt.
Hier einige Tipps, die ein reibungsloses Stillen ermöglichen helfen:
- Ideal zum Stillen ist ein ruhiger, gemütlicher Ort, an dem Sie nicht durch Fernseher, laute Gespräche oder Telefonate gestört werden. Entspannen Sie sich.
- Achten Sie auf eine gute Stillhaltung. Entsprechende Hilfestellung erhalten Sie von Ihrer Hebamme.
- Das Baby sollte den Mund weit geöffnet haben, damit es die Brustwarze und möglichst viel vom Warzenvorhof erfassen kann. Das kann Entzündungen an den Brustwarzen vorbeugen.
- Legen Sie Ihr Kind bei jeder Stillmahlzeit an beide Brüste an.
- Damit das nächtliche Stillen ohne große Unterbrechung stattfinden kann, lassen Sie Ihr Kind entweder in einem Bettchen neben Ihrem Bett oder direkt im elterlichen Bett schlafen.
Wenn Probleme beim Stillen auftreten, scheuen Sie sich nicht, Ihre Hebamme zu fragen.