Endivie
Astern in der Salatschüssel? Das geht, auch wenn es sich nur um einen weitläufigen Verwandten aus der gleichnamigen Familie handelt: die Endivie.
Noch näher steht dem Korbblütler die Wegwarte – wer Endivien nicht erntet, sondern durchwachsen und blühen lässt, kann das buchstäblich blaue Wunder einer leuchtend himmelfarbenen Blüte erleben.
Endivien sind einjährig und als Langtagspflanzen eine typische Herbstkultur, obwohl sie nicht so schnell »schießen« wie andere Salatarten. Man unterscheidet zwei Varietäten. Die »Glatte Endivie«, auch »Escariol« genannt, und die »Krause Endivie« oder »Frisée«. Beiden Typen ist das bleiche Herz eigen, das früher durch Einbinden der äußeren Blätter hervorgerufen wurde, heute aber eingezüchtet ist.
Endivien sind zwar inzwischen ganzjährig erhältlich, besondere willkommen sind sie aber zwischen Oktober und Dezember, als Ergänzung der rarer gewordenen Kopfsalat-Sippschaft. In ein feuchtes Tuch geschlagen, kann Endiviensalat ohne Vitalitätseinbußen über zwei bis drei Tage im Kühlschrank gelagert werden.