Denn die Reise nach Südafrika ist lang und anstrengend. Über 10.000 Kilometer liegen vor mir. An manchen Tagen werde ich bis zu neun Stunden am Stück fliegen und Länder ohne Rast überqueren. Wie gut, dass ich ein so toller Segelflieger bin. Die Sonne ist dabei meine wichtigste Gehilfin. Ihre Strahlen erwärmen den Boden und die Luft darüber. Da warme Luft leichter und weniger dicht als kalte Luft ist, steigt sie auf. Ihr Menschen nennt die kreisförmig aufsteigende Luft Aufwinde. Von diesen Aufwinden lasse ich mich in die Höhe tragen. Das kostet mich kaum einen Flügelschlag. Wenn die warme Luft sich auf die Umgebungstemperatur abgekühlt hat, habe ich mein Ziel erreicht: Jetzt gleite ich in Zugrichtung weiter. Den nächsten Aufwind nutze ich wieder, um an Höhe zu gewinnen. Auf diese Weise kann ich meine Kräfte sparen und riesige Entfernungen zurücklegen.
Nur der Flug über das Meer macht mir zu schaffen, denn hier helfen mir keine Aufwinde. Daher fliege ich möglichst wenig über große Wasserflächen und nehme sogar Umwege in Kauf. Anfang Dezember werde ich dann endlich mein Ziel Südafrika erreicht haben. Hier lege ich mich erst mal auf die faule Feder und futtere mir ein Fettpolster an. Das brauche ich, denn Ende Februar geht’s wieder zurück nach Deutschland. Mehr über mich kannst du in der Kinderzeitung NAJUversum erfahren. Die NAJUversum ist kostenfrei und kann bestellt werden bei
meike.lechler@nabu.de››› Meike Lechler, Leiterin Kinderbereich Rudi Rotbein, NAJU