01.05.2008

Ein Maximum an Ausbildung

»Valentin, kannst du mir bitte den Salat aus dem Kühlhaus holen?«, ruft Rolf Löffler, leiter des Freiburger Alnatura Super Natur Marktes in der Kaiser-Joseph-Straße, seinem Lehrling zu.

 

Die Ausbildung in einer Alnatura Filiale ist sehr vielfältig und abwechslungsreich. Besonders gut gefallen Lehrling Valentin Fuchs die informativen und lehrreichen Seminare, die er während seiner Ausbildungszeit besucht.
Es ist frühmorgens, vor Ladenöffnung, und in der Filiale geht es hektisch zu. Denn bis die ersten Kunden kommen, muss der Markt vorbereitet sein: Valentin legt die frischen Salatköpfe und das restliche Obst und Gemüse auf den Aufbau, seine Kollegen füllen die Regale und Theken. Valentin Fuchs, 21 Jahre, macht seit knapp zwei Jahren eine Lehre zum Kaufmann im Einzelhandel bei Alnatura. Dabei durchläuft er alle Abteilungen des Super Natur Marktes: Trockensortiment, bestehend u. a. aus Nudeln, Getreide und Mehl, Käsetheke, Bäckerei, Kassenwesen, Kosmetik, Milch- und Molkereiprodukte sowie Obst und Gemüse – sein momentaner Einsatzort. »Ich soll so viel Verantwortung wie möglich übernehmen und muss z. B. fehlende Waren auflisten und auf die einwandfreie Qualität von Obst und Gemüse achten. Außerdem springe ich überall dort ein, wo es brennt«, sagt Valentin Fuchs auf dem Weg zur Kasse, wo sich bereits kurz nach Ladenöffnung eine Schlange gebildet hat. »Die Arbeit im Einzelhandel ist manchmal stressig und anstrengend, aber sie macht auch eine Menge Spaß. Man lernt viele unterschiedliche Leute kennen, ist immer in Kontakt. Es mangelt also nicht an Abwechslung«, fasst der gebürtige Freiburger in einer kurzen Arbeitspause seine Eindrücke zusammen.

 


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Ausbildung bei Alnatura

Auf eine fundierte Ausbildung wird bei Alnatura hoher Wert gelegt. Die Lehrlinge nehmen während ihrer Ausbildung unter anderem an Warenkunde-Seminaren teil, denn es ist Alnatura sehr wichtig, dass die Mitarbeiter sich mit den Produkten wirklich auskennen und die Kunden beraten können. Im ersten Lehrjahr stehen bei einem solchen Seminar auch der Besuch eines Bio-Hofes und einer Bio-Bäckerei auf dem Programm. »Vor allem die Besichtigung des Bauernhofes hat mich begeistert. Der Landwirt hat uns er klärt, wie die Kreislaufwirtschaft funktioniert, also wie die Fruchtfolge ist und wann der Acker brachliegen muss. Außerdem hat er uns gezeigt, was auf seinem Bioland-Hof alles beachtet werden muss, damit die strengen Kontrollen bestanden werden.«

Die gesamte Ausbildungszeit bei Alnatura wird von Seminaren und Workshops begleitet, es stehen den Lehrlingen aber auch Materialien zum Selbststudium zur Verfügung. »Es geht wirklich sehr in die Tiefe, und häufig nutze ich am Wochenende Internet und Fachliteratur, um mich noch weiter in die Materie einzuarbeiten.« Valentin Fuchs ist überzeugt, dass die Tätigkeit in einem Bio-Markt nicht zu vergleichen ist mit dem Job in einem konventionellen Supermarkt: »Zu uns kommen Kunden mit spe ziellen Fragen, möchten beispielsweise wissen, unter welchen Bedingungen Tomaten für Alnatura angebaut werden, fragen nach den eingesetzten Futtermitteln bei Fleischprodukten oder möchten über die Themen Nahrungsunverträglichkeiten und Allergien informiert werden.«

 


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Die Persönlichkeit entwickeln

Neben dem Fachlichen sollen sich die Alnatura Lehrlinge auch persönlich weiterentwickeln können. »Wir waren eine Woche in den Chianti-Bergen bei Florenz für das ›Abenteuer Kultur‹. Zusammen mit einer Künstlerin haben wir Stücke erarbeitet, waren verantwortlich für die Inszenierung, Kostüme und das Bühnenbild. Es hat nicht nur Riesenspaß gemacht, sondern ich habe viele Erfahrungen mitgenommen. Durch Übungen, bei denen wir unsere Gedanken verschriftlichen sollten, habe ich meine Ausdrucksfähigkeit verbessert. Das kommt mir bei meiner Arbeit zugute.«

Zwei weitere wichtige Bausteine der Lehre bei Alnatura, jeweils ein einwöchiges Praktikum bei einer Bio-Bäckerei und auf einem Bio-Bauernhof, durfte Valentin Fuchs überspringen. »Ich besuchte die Waldorfschule in Freiburg und hatte in diesem Rahmen ein landwirtschaftliches Praktikum absolviert. Außerdem habe ich nebenher in einer Bäckerei gearbeitet. Somit konnte ich vor Ausbildungsbeginn wertvolle Erfahrungen in Sachen Herkunft von Waren und Kundenumgang sammeln. Ich wusste bereits, wie aus Rohmaterialien Produkte hergestellt werden und wie viel Arbeit und Fachwissen dahintersteckt «, erklärt der Lehrling.

 


Persönliche Betreuung

Neben dem obligatorischen Besuch der Berufsschule wird die Lehre bei Alnatura durch eine persönliche Betreuung abgerundet – übernommen durch eine Kollegin oder einen Kollegen in der Filiale. Valentin Fuchs sitzt mit seiner Ausbildungsbeauftragten jede Woche mindestens eine Stunde zusammen: Fragen werden gestellt, Probleme können besprochen werden, außerdem werden gemeinsam Lernmaterialien durchgegangen und Anregungen zum Vertiefen für zu Hause gegeben. »Ich habe keinen Tag bereut, meine Lehre bei Alnatura zu machen, denn ich bekomme ein Maximum an Ausbildung! Man lernt so viel – auch Dinge, durch die ich mich weiterentwickeln kann. Und wenn ich das an die Ausbildung anschließende Führungsnachwuchsprogramm absolviert habe, kann ich später vielleicht selbst eine Filiale leiten.«