Der Dachs ist los.
NAJU-Mitglieder waren auf Dachsbeobachtung
Endlich geht die Sonne unter. Mein Magen knurrt schon und ich kann es kaum mehr erwarten, mir den Bauch mit Regenwürmern, Schnecken, Maulwürfen, Früchten und Wurzeln vollzuschlagen. Aber erst mal muss ich prüfen, ob die Luft rein ist. Da ich nicht besonders gut sehen kann, halte ich meine Nase aus meiner Burg. Ich wittere keine fremden Gerüche, also kann es losgehen. Ich flitze ein letztes Mal durch den Tunnel in meinen vier Meter tiefen Bau, der aus verschiedenen Kammern besteht. Diese haben meine sechsköpfige Familie und ich mit trockenem Gras ausgepolstert. Damit es hier unten schön sauber bleibt, haben wir unsere »Toilette« überirdisch in der Nähe des Baus ausgehoben. Das Gras in den Kammern tauschen wir regelmäßig gegen frisches Material aus – wir haben einen richtigen Putzfimmel.
Ich wecke den Rest der Familie, verabschiede mich und laufe durch den Hinterausgang in den Wald. Gleich in der Nähe des Baus fange ich an, im weichen Waldboden nach Regenwürmern zu suchen, denn Regenwürmer sind meine Lieblingsspeise. Meine Schnauze und meine Vorderbeine mit den langen, starken Krallen eignen sich hervorragend, um damit in der Erde nach ihnen zu wühlen und zu graben. Meine drei Jungen sind noch nicht auf den Geschmack von Würmern gekommen, sie werden gesäugt. Erst in einigen Wochen werden sie unseren Bau verlassen und gemeinsam mit ihrer Mutter auf Nahrungssuche gehen.