Das Anti-Bauchweh-Programm
Gerade in den ersten Lebensmonaten werden die Kleinen oft von Blähungen gequält. Zum Glück gibt es Abhilfe.
Zu den häufigsten Wehwechen, die Babys plagen, gehöret das Bauchgrimmen. Die Ursache sind in der Regel Blähungen, denn die Verdauungsorgane passen sich erst allmählich an die Lebensbedingungen außerhalb des Mutterleibes an. Gerade beim ersten Kind fühlen sich Eltern häufig hilflos und reagieren nervös, weil sie nicht wissen, wie sie ihrem Baby helfen können. Versuchen Sie jedoch möglichst ruhig zu bleiben, damit sich die Situation nicht unnötig hochschaukelt. Wir haben einige Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie dem Bauchweh vorbeugen bzw. es wirksam behandeln können.
Stillen
Muttermilch versorgt Ihr Baby nicht nur mit allen Nährstoffen, die es braucht, es kann sie auch besonders gut verdauen, dadurch verringern sich Blähungen und Verstopfungen. Sowohl in ihrer Zusammensetzung als auch in der Menge passt sich die Muttermilch jeweils dem Alter und Bedarf des Babys an. Versuchen Sie deshalb möglichst, ein halbes Jahr Ihr Baby ganz zu stillen. Mit sogenannten Stilltees können Sie Ihren Flüssigkeitshaushalt ausgleichen und gleichzeitig etwas für die Milchbildung tun. Dank seines hohen Gehaltes an ätherischen Ölen schmeckt der Stilltee gut und wirkt obendrein harmonisierend – so fördert er nebenbei Ihre Ruhe beim Stillen. Denn vor allem das hastige Trinken tut dem Baby nicht gut: Es schluckt zu viel Luft, die ihm auf den Magen schlägt. Nehmen Sie sich also immer ausreichend Zeit für die Mahlzeiten, egal ob Sie Ihr Baby stillen oder mit der Flasche füttern. Legen Sie Pausen ein und lassen Sie Ihr Kleines dabei aufstoßen. So kann Hektik als Schmerzursache gar nicht erst aufkommen. Hilfreich ist es auch, wenn stillende Mütter selbst auf blähende Speisen verzichten.
Baby-Massage
Schon die Kleinsten genießen die Zuwendung und den intensiven Hautkontakt einer Massage. Mit der Babymassage vermitteln Sie Ihrem Kind Geborgenheit und Sicherheit. Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass sich die Babymassage sowohl körperlich als auch psychisch positiv auf das Baby auswirkt. Gerade Bauchschmerzen kann eine Massage gut vorbeugen und behandeln. Wichtig ist eine entspannte Atmosphäre: Gedämpftes Licht und leise Musik tragen zur Beruhigung bei. Wählen Sie außerdem ein gemütliches Plätzchen mit einer weichen Unterlage, beispielsweise eine kuschelige Decke oder ein Lammfell. Das Zimmer sollte gut gelüftet und mindestens 24 Grad warm sein. Bei Neugeborenen ist es ratsam, zusätzlich einen Heizstrahler aufzustellen. Vergessen Sie nicht, Ihre Hände anzuwärmen, bevor Sie mit der Massage beginnen. Spezielles Baby-Massageöl, das auf einer Grundlage von mildem Mandelöl gezielt für Bauchmassagen entwickelt wurde, unterstützt die entspannende Wirkung. Seine natürlichen ätherischen Öle von Majoran, römischer Kamille und Kardamom fördern traditionell die Verdauung. Mit sanften kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel herum können Sie Ihr Baby von den unangenehmen Blähungen befreien und den Stuhlgang fördern.
Wenn Sie Ihr Kind mit dem Fläschchen füttern, können Anis und Fencheltee ebenfalls hilfreich sein, um die Blähungen auf natürliche Art loszuwerden. Krampflösend wirken auch sanfte gymnastische Übungen: Winkeln Sie hierzu die Beinchen des Babys leicht an und drücken Sie sie 10- bis 15-mal leicht in Richtung Oberkörper.