Brot

Schon vor über 8000 Jahren begann der Mensch, aus Getreidebrei Fladen zu backen, welche lange haltbar waren.

 

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Die Ägypter gelten als die Erfinder des Sauerteigs. Über die Griechen und Römer gelangte die Kunst des Brotbackens zu uns, und Brot wurde später das Grundnahrungsmittel überhaupt. So lag um 1800 der Brotverbrauch in Deutschland bei sagenhaften 300 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Heute sind es noch etwa 85 Kilogramm, und wir haben die Auswahl unter mehr als 300 verschiedenen Brotsorten.


Was ist bei Bio anders?

Getreide aus Bio-Anbau – Das verwendete Getreide stammt aus ökologischem Anbau, welcher auf die im konventionellen Anbau üblichen Agrochemikalien verzichtet. Der Einsatz gentechnisch veränderter Zutaten ist untersagt.

Frisch vermahlen – Das Getreide wird erst unmittelbar vor der Verarbeitung in der Backstube gemahlen.

Teigzubereitung ohne chemische Zusätze – In Bio-Bäckereien wird echter, dreistufig geführter Natursauerteig (aus Bio-Roggen) verwendet. Durch die lange Zeit der Reifung entwickeln sich Stoffe, die nicht nur den Teig aufgehen lassen, sondern auch für das typische Aroma und lange Haltbarkeit sorgen. Als Alternative findet Backferment Verwendung, welches aus Getreide, Honig und Hülsenfrüchten hergestellt wird. Backferment hat ähnlich gute Eigenschaften wie der Natursauerteig, man kann aber die verwendeten Getreidesorten wählen und so auch Spezialbrote, z. B. für Allergiker, backen. Kommt Hefe zum Einsatz, stammt diese bei Bio-Backwaren nicht aus gentechnischer Produktion.

Weitere natürliche Zutaten – Viele Varianten an Bio-Brot sorgen für Abwechslung. Die hierfür verwendeten Zutaten, wie andere Getreide (z. B. Hirse, Hafer, Buchweizen), Nüsse, Saaten, Kerne, Gemüse (Kartoffeln, Karotten) oder Gewürze, stammen ebenfalls aus Bio-Anbau und werden frisch verarbeitet.


Mehl – eine Typfrage

Was bedeutet die Typenzahl bei Mehl? Je mehr mineralstoffreiche Randschichten und Keimlinge im Mehl enthalten sind, desto höher ist die Mehltypenzahl. Sie gibt den Mineralstoffanteil des Mehls in mg/100 g Mehl an. Die klassischen Mehltypen sind für:

Weizenmehl: Type 405, 550, 812, 1050, 1600 und Vollkorn

Roggenmehl: Type 815, 997, 1150, 1370, 1740 und Vollkorn

Auf Vollkornmehl finden Sie keine Typenzahl, da diese immer alle Bestandteile des Korns enthalten.

Tipp: Verwenden Sie beim Brotbacken Vollkornmehl anstelle von Auszugsmehl, sollten Sie 10 bis 20 Prozent mehr Flüssigkeit zugeben. Außerdem benötigt der Teig dann eine Ruhephase von etwa 20 Minuten, bevor er weiterverarbeitet wird.