Inmitten von Feldern liegt Bohlsen in der Lüneburger Heide. Das alles überragende Element in dem kleinen, aber schmucken Ort ist die Wassermühle: die Bohlsener Mühle.
Die Geschichte der Wassermühle reicht zurück bis in das 13. Jahrhundert und damit zählt Bohlsen zu einem der ganz alten Mühlenstandorte in Niedersachsen. Aber die Bohlsener Mühle ist kein Museum, vielmehr ein Ort, an dem gerade seit 1979 viel passiert ist: Zu diesem Zeitpunkt übernimmt Volker Krause von seinem Vater Helmut Krause den Mühlenbetrieb und stellt auf die ausschließliche Verarbeitung von Getreide aus ökologischem Anbau um. Wirtschaftlich war es um die Mühle damals schlecht bestellt, Volker Krause musste für die Mühle einen neuen Ansatz finden – nichts lag da für ihn näher als der aufkommende Bio-Markt, für den er schon immer ein Faible hatte. Der engagierte angehende Ökonom ging damals in der Gegend von Bauer zu Bauer, um sie zu überzeugen, ihren Anbau auf Bio-Landwirtschaft umzustellen. Heute wird die Bohlsener Mühle von der Erzeugergemeinschaft Öko-Korn-Nord beliefert, die inzwischen über 125 Betriebe umfasst und die größte Bio-Getreide-Erzeugergemeinschaft Niedersachsens ist. 1979, als Volker Krause die Mühle übernahm, arbeiteten dort zwei Mitarbeiter. Heute, in 2008, sind es über 110.
Die alte Mühle aus dem Jahr 1852, idyllisch an der Gerdau gelegen, ...
... wird durch eine moderne Backstraße ergänzt.
Mittels elektronischer Waage gelangen die Kekse mit richtigem Gewicht in ihre Verpackung.
»Manchmal bin ich selbst über unseren Erfolg überrascht«, resümiert der Firmenchef, wenn er an die Geschichte der von ihm vor knapp dreißig Jahren übernommenen Mühle denkt. Eine ganze Region profitiert heute davon, dass der Bohlsener Mühle der Schritt vom kleinen Getreideverarbeiter zum vielseitigen Bio-Lebensmittelhersteller geglückt ist.
Mehr Informationen über die Bohlsener Mühle finden Sie unter http://www.bohlsener-muehle.de/