Bitte lächeln!

Schöne Zähne müssen nicht superweiß, sondern perfekt gepflegt sein. Klingt beinahe ein bisschen nach Waschmittelwerbung, der momentane Trend in Sachen Zähne: Weiss, weisser, am weissesten ist angesagt.

 

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Ob es jedoch der Weisheit letzter Schluss ist, die Zähne dafür künstlich zu bleichen, bleibt fraglich. Weit sinnvoller erscheint es, täglich ausreichend Zeit für die Mundhygiene aufzuwenden.

Es beginnt mit dem richtigen Putzen. Zahnärzte empfehlen, mindestens zweimal täglich zur Zahnbürste zu greifen und grundsätzlich von rot nach weiß, also immer vom Zahnfleisch weg zum Zahn hin zu putzen. Wer quer mit der Zahnbürste über die Zähne schrubbt, riskiert, das Zahnfleisch zu verletzen. Dasselbe gilt für zu starken Druck. Während es bisher hieß, je länger und fester geputzt wird, desto mehr Bakterien verschwinden, belegt eine neue Studie das Gegenteil: Ab einer Putzdauer von zwei Minuten leiden nicht mehr die Bakterien, sondern Zahnfleisch und Zahnbelag. Die ideale Dauer seien zweieinhalb Minuten, so das Ergebnis der Forscher von der englischen University of Newcastle upon Tyne. Darüber hinaus sollte man darauf achten, dass alle Zahnflächen geputzt werden. Das wird besonders bei den hinteren Backenzähnen oft vernachlässigt. Weil sich Zahnzwischenräume mit der Zahnbürste auch beim besten Willen nicht gut erreichen lassen, ist es wichtig, diese zusätzlich mit Zahnseide zu reinigen. Hierfür empfiehlt sich ungewachste, unbehandelte Naturzahnseide. Sie ist etwas rauer und dicker als die herkömmlichen Zahnseiden. Aufgrund der Struktur empfinden viele die Reinigungswirkung als besonders gründlich.

»Früh übt sich« Heisst es übrigens auch beim Zähne putzen.

Da die Milchzähne als Platzhalter für das bleibende Gebiss dienen, muss frühzeitig mit ihrer Pflege begonnen werden. Fachleute raten, schon Kindern ab einem Jahr mit einer Minizahnbürste und Kinderzahngel die Zähnchen zu putzen. Bei der enormen Auswahl an Zahncremes haben die Verbraucher die Qual der Wahl. Denn alle versprechen den Schutz vor Karies und Parodontose sowie einen frischen Atem und strahlend weiße Zähne. Kritische Mediziner warnen bei konventionellen Zahncremes allerdings vor diversen chemischen Zusätzen, die das Zahnfleisch angreifen und Schadstoffe in den Mund- und Rachenraum schleusen können. Ebenfalls umstritten ist der Einsatz von Fluorid.

Hersteller von Naturkosmetik verzichten bei ihren Zahnpflegeprodukten auf das Mineralsalz. Sie setzen bei der Mundhygiene auf nicht oder wenig schäumende, natürliche Zutaten. Ihre Zahncremes reinigen schonend mithilfe von Kieselerde oder Salzen, die gleichzeitig für ein basisches Klima im Mund sorgen. Mineralerde, Kreide und ätherische Öle regen die natürliche Remineralisierung an, Pflanzenextrakte wirken beruhigend und entzündungshemmend. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist Meersalz: Es reinigt und fördert die Speichelbildung, die wiederum den natürlichen Reinigungs- und Remineralisierungsprozess im Mundraum anregt.

Natürliche Wirkstoffe beugen auch der Entstehung von Karies vor und kräftigen das Zahnfleisch. So regulieren Bestandteile von Auberginen den Säuregehalt im Mund. Teebaumöl, Grüntee, Fenchel, Anis, Nelke und Echinacea verhindern das Wachstum schädlicher Bakterien. Schwarzkümmelöl stimuliert das Zahnfleisch, Kamille, Ringelblume und die Ratanhiawurzel beugen Entzündungen vor. Anregende Minze sorgt für einen frischen Geschmack im Mund. Wer auf das im Pfefferminzöl enthaltene Menthol lieber verzichten möchte, findet im naturkosmetischen Sortiment auch extra Zahncremes ohne Pfefferminzöl oder Menthol. Für einen frischen Atem sorgen überdies Spülungen mit Pflanzenextrakten aus Myrrhe, Kamille oder Salbei.

Natürlich sollte man auch mit einer vernünftigen Ernährung die Zahngesundheit fördern. Man muss sich deshalb nicht ganz die Süßigkeiten verkneifen. Zahnärzte empfehlen, einmal nach einer Mahlzeit etwas Süßes zu essen und sich anschließend die Zähne zu putzen, anstatt den ganzen Tag immer mal wieder zu naschen.

 

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