22.11.2007

Bio-Ware kann in Einzelfällen knapp werden

Bio-Ware kann in Einzelfällen knapp werden. Auf gelegentliche Lücken im Regal müssen sich deshalb leider Kunden und Handel einstellen.

 

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Im Wesentlichen gibt es dafür vier Gründe:

1. Die Nachfrage nach Bio-Produkten, gerade auch durch die Discounter, hat stark zugenommen.

2. Bio-Produkte stehen nicht im „Handumdrehen“ zur Verfügung. Vielmehr müssen die Landwirte ihren Hof erst zwei Jahre lang gemäß den strengen Regeln der Bio-Produktion bewirtschaften, bevor sie zertifizierte Bio-Produkte vermarkten dürfen.

3. In Deutschland stellen leider nur wenige Bauern auf Bio-Erzeugung um; die komplizierten gesetzlichen Regeln, Unsicherheit über die Fördersituation und anziehende Preise für konventionelle Agrarprodukte sind die Ursachen.

4. Es hat in 2007 im dritten Jahr in Folge (!) schlechte Ernten gegeben, die auf Wetterkapriolen zurückzuführen sind, welche nicht nur regional, sondern in großen Gebieten zu spüren waren.

Besonders ausgeprägt ist die Knappheit zum einen bei Butter. Dieses wertvollste der aus Milch gewonnenen Erzeugnisse wurde jahrelang im normalen Handel praktisch „verramscht“, hat also einen seinem Wert nicht wirklich angemessenen Preis am Markt. Andere Milchprodukte, in denen wertvolles Milchfett enthalten ist, wie Sahne, Schmand, Joghurt usw., erfreuen sich ebenfalls steigender Nachfrage.

Zum anderen gibt es inzwischen bei einigen Getreiden eine Unterversorgung am Markt. Zu nennen sind vor allem Dinkel, aber auch Hafer und Roggen. Hier war praktisch weltweit die Ernte überraschend schlecht, so dass auch bei internationalem Einkauf der Rohware keine ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen.

Unsere Herstellerpartner und die Bio-Landbauorganisationen arbeiten intensiv an einer Verbesserung der Situation; wir sind regelmäßig im Gespräch und stimmen unser Vorgehen ab. Alnatura unterstützt die Partner, wo es kann.