Menschen, Böden, Pflanzen und Tiere - im ökologischen Landbau werden sie als ein natürliches Ganzes betrachtet. Bei der Erzeugung gesunder Lebensmittel spielen Bodenfruchtbarkeit, geschlossene Nährstoffkreisläufe und artgemäße Tierhaltung neben vielen weiteren Aspekten wie Umwelt- und Naturschutz eine maßgebende Rolle.
Die Ziele des ökologischen Landbaus:
Leitgedanke im ökologischen Landbau (= Bio-Landbau, Öko-Landbau) ist das Wirtschaften im Einklang mit der Natur. Der Namensbestandteil „ökologisch“ bzw. „Bio“ drückt den Bezug zum Naturhaushalt aus – auch außerhalb des landwirtschaftlichen Betriebes. Natürliche Lebensprozesse sollen gefördert und Stoffkreisläufe weitgehend geschlossen werden. Pflanzenbau und Tierhaltung müssen gekoppelt sein. Der landwirtschaftliche Betrieb mit den Menschen, Böden, Pflanzen und Tieren wird als ein vielseitiges Ganzes verstanden. Aus dieser Grundidee folgt der Gedanke der Kreislaufwirtschaft mit ihren möglichst geschlossenen Nährstoffzyklen.
Wirtschaften in weitgehendem Einklang mit der Natur setzt voraus, dass der Landwirt die Kräfte der Selbstregulation in seiner Landwirtschaft kennt – sie jedenfalls immer besser zu verstehen versucht. Seine Aufgabe ist es, sie zu fördern, anzuregen und zu nutzen, um gesunde, hochwertige Lebensmittel nachhaltig erzeugen zu können. Daher wird er versuchen, die Ursachen von Ungleichgewichten, wie es Krankheiten oder übermäßiger Schädlingsbefall sind, vorbeugend und vorausschauend zu vermeiden. Das erreicht er im Ackerbau durch eine ausgewogene Fruchtfolge mit standortangepassten Sorten, zeitgerechter Bodenbearbeitung, rechtzeitiger mechanischer Unkrautbekämpfung und durch Nützlingsschutz (z. B. Heckenanlage oder Biotopschutz).
Das Informationsportal zum ökologischen Landbau: www.oekolandbau.de